Mittwoch, 17. Dezember 2014

Sprüche

Der Anfang aller Weisheit, ist die Verwunderung.


Demnach müsste ich derzeit sehr weise sein ;-) 

Freitag, 5. Dezember 2014

Kurz gefragt

.. der Hund versteht das doch, oder? Das ich unmöglich in einer Stunde mit ihr raus ins Feld kann zum spazieren oder? Sie wird es verstehen, ich meine, ich sitze IM geheizten Raum, mit zwei paar Socken, zwei Hosen, einer Decke, heißem Tee - und trotzdem friere ich wie blöd. Eiskalte Hände und Füße. Permanent. Seit Tagen.. ich werde einfach nicht mehr warm. 

Da kann das Plüschtier doch nicht verlangen, dass ich auch noch raus ins Feld gehe .. oder.. Hallo?? 

*kreisch*

Geht jemand für mich?????

.. und immer wieder passiert Neues ..

Gibt es ein Lied, dass einem noch mehr unter die Haut geht? Ich bin jedes Mal aufs Neue zutiefst gebannt, bekomme Gänsehaut und Wasser in die Augen. Und jetzt habe ich einen besonderen Anlass das Lied zu verwenden und ich freue mich jetzt schon auf diesen Moment. Drückt mir die Daumen, dass es klappt ..
+

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Und es ist noch nicht zu Ende..

Heute muss ich ein bisschen Polemik im Netz verbreiten, ich bitte daher schon im Vorfeld um Nachsicht und betone, dass ganz bestimmt nicht alle der genannten Personengruppen so sind, wie von mir hier beschrieben. Meine emotionale Stimmung ist gerade im Ausnahmezustand und daher nicht zu überlegten und absolut gerechten Äußerungen geeignet. .. 

Die letzten 12 Monate waren nun nicht wirklich witzig, im positivsten Sinne kann man sie als "äußerst lehrreich" bezeichnen. Und wie gerne und allgemein betont, stärken einen Krisen ja am Ende immer. Ok, demzufolge muss ich inzwischen echt verflixt gestärkt sein.. und ja, in manchen Dingen ist es tatsächlich so. 

"Sieh nicht immer alles so negativ" ist ein Satz, der mir bis vor einigen Monaten gerne und häufig an den Kopf geknallt wurde, so lange, bis es mich schon aggressiv gemacht hat und innerlich ganz irre. Ich bin ein Grübler, ein Denker und Zerleger, in allen Einzelheiten muss ich Dinge die mir passieren auseinandernehmen - und - das ist eben das größte Problem daran, ich muss es aussprechen, um es sortiert zu kriegen. Nun konnte allerdings selbst ich nicht so negativ denken, wie das ein oder andere gelaufen ist (vieles lief ja gottseidank positiv) und das mag schon was  heißen. Mich noch negativ zu überraschen. 

Jetzt kann man sich von Menschen trennen, die einem nicht gut tun. Schwieriger wird es dann mit dem Berufsleben. Seit einem Vierteljahrhundert, langweilig und spießig, bin ich bei dem gleichen Arbeitgeber. Es war nie nur "ein Job", nie ein "nine-to-five"-runterreiß-Ding, sondern echt ein toller Laden, wunderbare Kollegen/innen und es hat immer richtig Spaß gebracht. Es gab viele, viele, viele Veränderungen, Umstruktuierungen etc. Nicht alles schön, nicht immer einfach. Aber es war im Vergleich zu anderen Firmen, immer noch "jammern auf hohem Niveau". 

Nun drohten seit Sommer neue Umstruktuierungen, sie wurden teilweise eingeläutet und andere hingen wie dunkle Wolken über uns.

"Denk nicht so negativ" kam nicht selten. 

Vor drei Wochen nun der erste Schlag. Harte, heftige, gnadenlose Maßnahmen wurden bekannt gegeben. Wir waren deutschlandweit geschockt. Jetzt hatten sich die Wellen gelegt, ein bisschen Ruhe trat ein, dachte man, das war es jetzt. 

Fehlanzeige. 22 Tage vor Weihnachten, unerwartet, von keinem, selbst nicht von MIR Grübler, folgte die zweite Welle. Ohne Vorwarnung, nicht zu sehen, knallte man von hinten in die übriggebliebenen Reihen. Sorry, für meine reißerischen Worte, aber mir fällt nichts anderes dazu ein. 

Weinende Kollegen in der Betriebsküche und Fassungslosigkeit überall. Und die Frage, wann kommt der nächste Schlag? Niemand weiß mehr was passiert, keiner. Alle sind sprachlos. 

Studierte, promovierte Manager .. die seitenweise Power-Point-Präsentationen an die Wand geworfen haben, die Normalos nur als bunte Bilder mit hübschen Punkten und abertausend Zahlen defnieren können, diese Manager stehen Kaugummikauend da und erzählen? Ja was? Worte ohne Ende. Aber ohne Inhalt. 

Und ohne Werte, ohne Menschenwürde und - für mich - ohne Moral werden hier menschliche Existenzen mal eben vom Tisch gefegt. Menschen, die offenbar den großen Fehler gemacht haben, nicht zu studieren (Achtung Polemik) und es nicht "zu was gebracht" haben, außer, einen guten kaufmännischen oder auch technischen Beruf zu lernen und diesen ordentlich abzuliefern. 

Selbst dran Schuld? Könnten sich diese Menschen an Weihnachten den Wohlstandsbauch kraulen und ihre Großtaten bewundern, hätten sie was "besseres" gelernt? Könnten sie satt und selbstzufrieden Weihnachten genießen, den nächsten Urlaub planen und ausblenden was anderen jetzt passiert?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es - bei allem Verständnis für betriebsbedingte Entscheidungen, die nun mal sein müssen, ja - bei diesen Personen so etwas wie  Anstand, Würde, Moral und Werte nicht zu geben scheint. 

Mir fehlen noch immer die Worte. Ich bin tatsächlich nur eine langweilige kaufmännische Angestellte und ich war es immer gerne. Mir wars stets klar, dass ich kein Chef sein möchte, das ginge bei mir gar nicht. Und trotzdem hatte ich viele, viele Jahre lang "Menschen" als Vorgesetzte. Und diese waren, man höre und staune, nicht studiert, nicht promoviert, sondern hatten als einfache Angestellte in unserem Laden angefangen. Zufall?

Und so waren auch wir Mitarbeiter Menschen, nicht Zahlen, wir waren Lebewesen mit Hintergrund, mit Gefühlen mit Ängsten und Sorgen, mit Familien und Verpflichtungen. Und ich durfte immer erleben, dass das bei uns zählte. Sehr viel. 

Nein, wir sind kein kleiner Laden. Waren wir auch nie. Ja, die Zeiten ändern sich. Ja, Veränderungen gehören dazu. Ja, ich habe keine Ahnung von Betriebswirtschaft. 

Aber ich habe Ahnung von Menschlichkeit, von Vertrauen und von Würde. Plump, auch von Anstand. 

Das was meine Kollegen/innen und ich jetzt erleben, hat nichts damit zu tun. Ganz kindisch gesagt, "das macht man einfach nicht". Punkt. 

Drei Wochen lang in Sicherheit wiegen um dann ahnungslose Kollegen zum Gespräch zu bitten. Die an alles denken, nur nicht, dass nachgeladen wird. Nach der ersten Welle im "Totalen", folgen die Einzelschüsse. 

Freunde - das Jahr 2014 kann ich in mein Geschichtsbuch schreiben. Das braucht niemand. 

Und wenn mir nochmal einer sagt, "denk nicht so negativ"; der wird es leider, leider, leider, nicht überleben ..

Freitag, 28. November 2014

Willkommen im Leben

Ich liebe es ja, immer wieder neu, solche Postings sind einfach die schönsten überhaupt.

Am 27.11.2014 um 08:50 Uhr war er da, gesund und alles dran, friedlich und so schnuckelig liegt er hier im Arm seiner stolzen Cousine, die nun fünf Cousins hat.

(ich bitte um Nachsicht für das einfache Handyfoto, bessere sind noch nicht auf dem Rechner)

Willkommen im Leben kleiner Mann, mitten rein in eine große, laute, verrückte, anstrengende, aber tolle Familie. Du wirst ganz sicher viel Spass haben, mit  Deinem großen Bruder, all´den Cousins und Deiner Cousine. Wir wünschen Dir von Herzen, ein glückliches und fröhliches Leben in Deiner kleinen Familie und mit uns allen zusammen ;-)

Mittwoch, 26. November 2014

Was ist schon ein Jahr..

.. denkt man so oft, die Zeit verfliegt und man ist verblüfft, wie schnell so 12 Monate vorbei sind... die letzten 12 Monate aber fühlen sich an wie, ja, mir fallen dafür keine Worte ein.  Die Gedanken kommen auf, weil das morgige Datum eine Zeitgrenze für mich bildet, morgen vor einem Jahr fiel die Diagnose Nr. 1 in unserer Familie.. und nichts war danach mehr, wie vorher. Bis heute nicht. Ausgelöst und unaufhaltbar losgerollt seitdem. 

Was alles geschehen ist, ist zuviel für ein Webblog, teilweise zuviel um es in Worte zu fassen. Krankheit und Dinge die passiert sind, Wunder sind geschehen, Zuversicht und auch immer noch Warten auf das Ende einer Behandlung, diese wird wohl erst fast genau zum 1 jährigen von Diagnose Nr. 2 abgeschlossen sein. Diese Menschen haben so ein hartes Jahr hinter sich und ich ziehe meinen Hut davor. Ganz besonders meine Mama, zum vierten Mal diesen Mist in ihrem Leben hinter sich, ihren 70. Geburtstag in laufender Chemotherapie zu begehen und hoffentlich, endlich, kurz vor Weihnachten fertig zu sein ... und ich bete, dass es nie wieder eine solche Diagnose geben wird... !!

12 Monate in denen privat und beruflich alles auf den Kopf gestellt wurde, in denen ich Menschen kennenlernte von den wundervollsten Seiten, die mir gezeigt  haben, dass sie da sind, egal was passiert. Andere Menschen, die es nun nicht mehr gibt in meinem Leben. Und neue "alte" Menschen, die es jetzt wieder gibt und alte "neue" Menschen, die ich lange schon kenne, aber jetzt erst wirklich kennenlernen darf, die mir ganz besondere Momente geben, die mich glücklich machen. Dinge, die mir zeigen, es gibt immer wieder unerwartete Wendungen in eine neue Richtung. 

Und nun, morgen, zum 1 jährigen, ein Jahr "danach", ein Jahr, nach diesem schrecklichen Tag voller Schock und Tränen, ein Jahr später, 12 Monate... gibt es wieder ein Wunder. Ein Baby wird zur Welt kommen, mein Neffe Nr. 5 und er wird diesem Datum für immer eine ganz neue, ganz wundervolle Bedeutung geben. 

Uns zeigen, was das Leben eben ist. Immer Wandlung. Immer neu. Manchmal ganz schrecklich. Manchmal ganz wundervoll.

Ich bin heute sentimental und ich bin aufgeregt, auch zum fünften Mal ist es soooo schön, Tante zu werden, eine reine Neffentante ;-)Von 0 bis 13 Jahren - wer hat das schon?? ICH. Sie sind laut, sie sind viele und sie sind toll!!

Freitag, 24. Oktober 2014

Geburtstag



11 Jahre ist sie nun alt - und diejenigen die schon lange mitlesen hier (gibt es tatsächlich noch jemanden?), die wissen, ich habe mein Blog angefangen, da war mein Tochterkind 9 Monate alt. Unglaublich. 

Unglaublich ist auch dieses große Kind drüben im Wohnzimmer, dass zufrieden noch gesunde *hust* FrootLoops futtert und einen wunderschönen Tag hatte. Kein leichtes elftes Lebensjahr liegt hinter ihr und so einige Stolpersteine liegen noch vor ihr. Das watteweiche rosa-wolke-Leben gibt es eben leider auch nicht für das eigene Kind, so sehr man sich dieses auch wünscht. Aber ich bin sicher, sie wird ihren Weg gehen, kluges und waches Mädchen, dass sie ist.

Nichts beschreibt bis heute meine Liebe zu diesem wunderbaren Kind so, wie dieser Spruch: 

Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft.

Ich bin unglaublich stolz auf dieses Kind. Happy Birthday kleines großes Mädchen.

Freitag, 17. Oktober 2014

Doch kein Schuhladen

Parfümerie problemlos überstanden.

Klamottenladen ohne Zuckung.

Elektronikladen? *verloren*

Blende 1,8 - ich bin begeistert ;-)

(Und zum Glück musste ich nicht selbst fahren, ein Wein zum Abendessen und die Frau läuft Achten im Einkaufszentrum.... )

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Verlockend

Was ja für andere weibliche Wesen Boutiquen und Schuhläden sind, sind für mich Läden mit Elektronik, speziell die Fotoabteilung. Und da ich heute Abend als Einkaufshilfe fungiere und freiwillig das hiesige Einkaufszentrum zur Feierabendzeit betrete, dachte ich, informierst Du Dich vorab mal online, was denn so für Objektive für den genannten geplanten Gebrauch wohl am Besten sind.

Um dann natürlich.. schwuppdiwupp zu überlegen... och, für den nächsten Fotoauftrag brauchst Du selbst auch ein anderes Objektiv und vielleicht kannst Du ja auch kurz mal schauen, was der Markt da so hergibt ... nur mal so gucken... mehr nicht ... dann finde ich auch noch was kompatibles... aahhhhh.

Am besten halte ich mir heute Abend die Augen zu, oder lasse das Geld einfach daheim, damit ich gar nicht erst in Versuchung gerate...

Oder doch?

Am besten gehe ich in die Schuhläden und berate per Telefon. Da kann mir dann nix passieren ;-)

Was man gar nicht sehen will

Eines Tages schwimmt die Wahrheit doch nach oben. Als Wasserleiche.

Wieslaw Brudzinski
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.. und die sehen bekanntlich nicht lecker aus und stinken ....

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Heute im Büro


War dieses Video Anlass für meine Kollegin mit Herzchen in den Augen neben mir zu stehen und mir voller Enthusiasmus vorzuschwärmen... von der Musik.. ja.. klar.. und von dem künstlerisch gestaltetem .. grins.. ja natürlich... und ... jajaa...lach.. um am Ende ein zweites und drittes und viertes Mal  Lennys Sixpack zu erwähnen und zu hoffen, er kommt jeden Moment durch die Bürotüre.

Kam er nicht.

Aber ich gebe ja zu, dass Video hat was ..  Die Musik natürlich auch .. ;-) Manchmal sind halt auch die Frauen verda....t einfach gestrickt, nicht wahr?

Dienstag, 14. Oktober 2014

Bitte... sag mir jemand...


.. wenn ich in meinem, nicht allzu kurzen, Leben bis dato niemals nicht wusste wieviele Stellen eine Trillion, oder eine Trilliarde hat und ich allerhöchsten bei der Teilnahme von "Wer wird Millionär" auf die Idee käme so etwas zu lernen ... 

Bitte? Wofür also sitze ich jetzt hier und übe das mit meiner 5. Klässlerin?? BITTE??? Wer muss wissen das eine Trilliarde 21 Stellen hat?? Oder so??

*möp*

Montag, 13. Oktober 2014

Normalerweise..

.. beginnen die Sätze mit "Bist Du nicht die Schwester von.." .. wenn wieder einmal jemand durch unsere große Geschwisterähnlichkeit uns erkennt. Oft genug wird man von - für einen selbst wildfremden - angesprochen, der sich dann wie ein Keks freut, dass er Recht hat. Bei mir hieß es auch schon "Sind sie nicht die Tochter von..", da auch die Mutter-Tochter-Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen ist. Hin und wieder beschleicht einen das Gefühl nirgends hingehen zu können, ohne das einen irgendjemand erkennt.

Gestern nun hat eine meiner Schwestern mir via WhatsApp geschrieben .. "ist das nicht Dein Tanz XYZ", gefolgt von einem (hust, heimlich) aufgenommen Foto eines Mannes.

Und tatsächlich, er war es. Ein guter Freund aus den langen Jahren in einem Tanzclub, der einzige, mit dem ich Wiener Walzer linksrum tanzen konnte und der so groß ist, dass auch Absatzschuhe bei mir nicht zum Problem wurde. Lange waren wir befreundet, bis die Kinder kamen - bei mir, wie bei ihm und als ich meine Telefonnummer wechselte, ging mir seine Handynummer verloren. 

Da er kein Typ für das Gesichterbuch ist, auch nicht im Telefonbuch steht, hatte ich nie die Möglichkeit seine Nummer rauszufinden, habe jetzt auch nicht Saltos geschlagen um es zu schaffen - aber trotzdem. 

Und so hat meine Schwester ihn dann einfach angesprochen und nun habe ich seine Nummer wieder und ich freue mich gerade jetzt auch wie ein Keks. 

Lohnt sich halt doch Schwestern zu haben ;-) Grins.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Weisheiten

Mein Sohn, es gibt einen Kampf zwischen zwei Wölfen in jedem von uns. Einer der Wölfe ist böse. Er ist Zorn, Neid, Eifersucht, Kummer, Bedauern, Habgier, Arroganz, Selbstmitleid, Beschuldigung, Feindseligkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Lügen, falscher Stolz, Überheblichkeit und Egoismus. Der andere Wolf ist gut. Er ist Freude, Friede, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, Bescheidenheit,Freundlichkeit, Güte, Menschlichkeit, Großzügigkeit, Wahrheit, Mitgefühl und Vertrauen.“

Der Enkel überlegte eine Minute und fragte dann seinen Großvater:

„Und welcher Wolf gewinnt?“

Der alte Cherokee gab zur Antwort:

„Derjenige, den Du fütterst.“

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Sichtweisen



Wer einen Fluss überquert, muss die eine Seite verlassen.  (Mahatma Gandhi)

Donnerstag, 6. März 2014

Aussichten


Manchmal muss es eben doch ein Bild hier sein - und ich staune, auch das neue, nicht sehr fototaugliche, Handy hat ein ansprechendes Foto ausgespuckt.

11. Stock. Fluraussichten.

 Irgendwas positives haben sogar Krankenhausaufenthalte.

Montag, 17. Februar 2014

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Freitag, 31. Januar 2014

Auffangnetze II


Freundschaften fangen mit Begegnungen an...Irgendwie Irgendwo Irgendwann... Und man ahnt nicht, dass dies einer der wichtigsten Menschen in deinem Leben werden kann!!

 

Wenn ich heute über die nächste tiefe Freundschaft schreibe, dann staune ich in erster Linie immer darüber, dass wir uns "erst" ca. 5 Jahre kennen. Vielleicht ist es auch ein Krümel mehr, so ganz genau weiß ich das nicht mehr. Zum ersten Mal gesehen habe ich sie glaube ich im Jahr 2008 im Sommer. Es ging mir damals so überhaupt nicht gut und ich war hier im örtlichen Park auf einer Wiese mit Bekannten. Und sie auch, zusammen mit ihrer kleinen Tochter, damals 4 Jahre alt und gerade in den Kindergarten meiner Tochter gekommen. Wir haben gar nicht viel geredet und später dann immer mal mehr, weil wir uns im Kindergarten beim typischen Bringen-Abholen-Mamadienst sahen. Irgendwie wurde es immer mehr, so wirklich genau weiß ich es nicht mehr. 

2009 durfte ich dann einen hübschen runden Geburtstag feiern und ich habe sie eingeladen, noch sehr unsicher, ob das nicht ein bisschen "too much" war, die erste Einladung und dann gleich so einen dramatischen runden Geburtstag. 

War es offenbar nicht. 

S. ist heute hier direkt am Ort meine engste Vertraute, der lustigste und unkomplizierteste Mensch, den ich so kenne. Optisch sind wir so unterschiedlich wie Sonne und Mond, allerdings teilen wir uns eine Körper-und - tadaaaa... eine Schuhgröße. Ungewöhnlich, wenn man mit 174 cm und 42 iger Füßen durch die Welt trabt ;-)

In ganz vielen Dingen sind wir uns sehr ähnlich und ich freue mich immer wieder, wenn sie auf gewisse Dinge sofort genauso reagiert wie ich. Und trotzdem gibt es genug Unterschiede, die es erst richtig rund machen. 

Jetzt in dieser wirklich nicht sehr angenehmen Zeit, ist sie diejenige, die einfach da ist. Ich muss nicht fragen. Sie ruft an, schickt Nachrichten, fragt wie es aussieht, ob ich Hilfe brauche. Sie hört zu, immer, immer, immer wieder und wenn es hundertmal die gleiche blöde Leier ist und nie gibt sie einem das Gefühl. zu nerven. Und wenn ich zum 101. mal den gleichen Bockmist mache, bekomme ich zwar gesagt, dass mein IQ deutlich unter einem Knäckebrot liegt, aber genau dafür liebe ich sie. Manchmal macht sie mich verrückt, wenn ich wieder allzu trottelig und spießig rumfallen möchte, dann bekomme ich einen ordentlich Tritt verpasst und ich sehe ein, dass ich wohl doch noch nicht 92 Jahre alt bin. Wir teilen uns unsere  Töchter und sie bespasst meinen Hund, wenn ich zur Zeit mal wieder so richtig in Organisationsnot gerate. Und selbst wenn es draußen schüttet, bekomme ich nicht das Gefühl, dass es sie jemals nervt. Das ist ein wirklich wunderbares Gefühl und selten zu treffen.

Unsere Töchter sind inzwischen sowas wie Wahlschwestern, optisch unglaublich ähnlich, was oft genug dazu führt, dass man sie tatsächlich für Schwestern hält. Und die 1,5 Jahre Altersunterschied passen auch. 

Hier hat sich etwas nicht gesucht und gefunden, langsam entwickelt und ich bin heute unendlich dankbar, dass es sie gibt. 

Liebe S., es ist immer wieder schön mit Dir, mit Dir zu lachen, zu heulen, Mamadienste zu verrichten, zu reden, jaaaa, inzwischen auch mal einen trinken *smile*,  es ist so toll, dass Du mich zur Zeit erträgst und ohne zu zucken immer da bist für mich. Selbst in Teheran, San Francisco, Mexiko oder wo Du gerade mal wieder liebevoll Sommersonnenstrandundpalmen-Postings im Gesichterbuch absetzt. Danke, dass es Dich für mich gibt!!

Montag, 27. Januar 2014

Auffangnetze


Freunde sind Engel, die uns wieder auf die Beine helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben wie man fliegt!

 

 

In all´dem Dunkel gibt es Freunde, die da sind. Manche Hunderte von Kilometer weg. Wie z.B. meine allerliebste Freundin C., sie lebt gut 600 km von mir weg.  Nichts für mal eben kurz auf einen Kaffee vorbeikommen. Kennengelernt haben wir uns 1996. Es erschreckt mich, dass es im Juni tatsächlich schon 18 Jahre sind, die wir uns kennen. Unfassbar. Im Zug saß sie damals neben mir, mit Buch und Ohrenstöpsel. Alles an ihr rief  "sprich mich nicht an"!. Wie gut, dass ich unfassbar penetrant sein kann und auch sie über kurz oder lang aufgab, dass Buch zur Seite legte und die Stöpsel aus den Ohren nahm. Was für ein Glück. Die 600 km Zugfahrt vergingen wie nichts und am Ende waren wir Freundinnen. So etwas ist Bestimmung, wir mussten uns einfach begegnen. Und sowas wie meine große Liebe unter den Freundinnen. Seelenfrau. Ein Mensch, der mir schon unglaublich oft Flügel verliehen und mir unendlich oft auf die Sprünge geholfen hat. Immer und immer wieder. Ich glaube, ich habe nicht mal einen Bruchteil dessen, jemals an sie zurückgegeben.

Wir haben uns jahrelang ganz, ganz oft besucht, beide kinderlos war das ziemlich problemlos. Manchmal locker 10 x im Jahr. Gemeinsame Kurzurlaube... Berlin 2000 Loveparade.. meine Güte *grinsheutenoch* ("ist noch Sekt im Kühlschrank"), Sylt ("wir lassen ihn halt bei uns pennen") oder Gran Canaria ("mein Gott ist das still hier oben")... alles wussten wir voneinander und haben es miteinander geteilt. Trotz der 600 km. Mit den Jahren wurde es schwieriger mit dem besuchen, trotzdem war das Band immer da. Sie ist meine Trauzeugin, mein Kind trägt ihren Namen als Zweitnamen. Und egal wie lange wir uns manchmal nicht gesehen haben, unser "Band" ist immer da, sofort. Wir müssen es niemals suchen, wir "sehen" uns immer sofort. 

Ihre Herzensweisheit ist ein Schatz und ich bin sehr dankbar sie zu kennen. Sie meine Freundin zu nennen. Zu wissen, sie ist da. 600 km weit weg. Aber immer nah. 

To be continued ...

Sonntag, 26. Januar 2014

Der erste Schritt

.. kann uns befreien ...

Ich frage mich schon, warum mir genau jetzt zum ersten Mal dieses neue Lied von Peter Maffay über die Füße fällt. Ist ja nun nicht so, dass ich bekennender Fan wäre und regelmäßig seine Musik höre.. aber das hier haut rein ...


Freitag, 24. Januar 2014

Alles auf Null

9,5 Jahre lange habe ich nun dieses Weblog und noch nie gab es so lange einen Stillstand. 

Stillstand im gleichen Sinne gab es allerdings in meinem Leben nicht und was anfänglich im Sommer nach meinem letzten Eintrag noch mit Unlust, keine wirkliche Zeit und keine berauschenden Themen zu begründen war,  bekam neue Farbe und Intensität, als mein Leben ab September beschloss, mich zu überholen. Setzte vorsichtig die Daumenschrauben an, erhöhte den Druck, ließ ein bisschen locker um gleich darauf umso fester anzuziehen. 

Steigerungsmöglichkeiten gibt es immer, wie ich beeindruckt feststellen konnte und via Oktober/November/Dezember landete ich im roten Bereich des Worst Case. Die tatsächlich im Inferno stehenden Menschen haben ihren roten Bereich dabei sicherlich phasenweise noch überstiegen, der entstandene Wirbelsturm hat mich mitgerissen und  mich irgendwann jetzt so langsam fürs erste ausgespuckt. 

In diesen letzen Monaten und ganz besonders ab Ende November ist ein Tornado durch mein Leben gerast und nicht ein Stein steht mehr auf dem anderen. Ich habe Erfahrungen gemacht, auf die könnte ich gut und gerne verzichten. Aber am Ende bringt einen ja alles im Leben nur durch Erfahrungen wieder weiter. Es gab Menschen, die gerade noch rechtzeitig die Maske fallen liesen um mich zutiefst erschreckt zurückzulassen und mir bewusst gemacht haben, wie beeinflussbar man ist. Es gibt Menschen, die mir Halt geben und mir das Vertrauen lassen, dass es auch anders geht. Die Stärke geben, immer wieder ihr Ohr leihen, oder auch ihr Smartphone, wenn die Kilometer zwischen uns zuviele sind, für persönlichen Kontakt. Die Wärme verschicken in Form von Postkarten, Briefen und ganzen Päckchen voller warmer Gedanken und Plätzchen. 

Zwischen all dem Grauen das Einzug gehalten hat, befinden sich lauter kleine Lichter, die mir zeigen, es ist nie ganz Dunkel im Leben. 

Um meinen Gedanken wieder einen Platz zu geben, überlege ich weiter zu bloggen, aber wohl nicht hier. Nicht in diesem Blog. Dafür muss ein neuer her, nur für diesen Weg. Ob und wie ich ihn öffentlich mache, weiß ich noch nicht genau.

Ich habe einen krebskranken Ehemann, eine krebskranke Mutter und stehe auch sonst vor einem Berg an Trümmern. Nun gilt es anzufangen aufzuräumen und den Weg wieder freizumachen. Der Anfang ist gemacht und es verspricht spannend zu werden. Und ganz bestimmt anstrengend. 

Aber wie hat 2001 mal jemand zu mir gesagt "Du packst auch den eisernen Besen aus, wenn Du Entscheidungen getroffen hast".

Ich habe den Besen mal aus dem Keller geholt und saubergemacht ;-)