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Mittwoch, 3. Dezember 2014

Und es ist noch nicht zu Ende..

Heute muss ich ein bisschen Polemik im Netz verbreiten, ich bitte daher schon im Vorfeld um Nachsicht und betone, dass ganz bestimmt nicht alle der genannten Personengruppen so sind, wie von mir hier beschrieben. Meine emotionale Stimmung ist gerade im Ausnahmezustand und daher nicht zu überlegten und absolut gerechten Äußerungen geeignet. .. 

Die letzten 12 Monate waren nun nicht wirklich witzig, im positivsten Sinne kann man sie als "äußerst lehrreich" bezeichnen. Und wie gerne und allgemein betont, stärken einen Krisen ja am Ende immer. Ok, demzufolge muss ich inzwischen echt verflixt gestärkt sein.. und ja, in manchen Dingen ist es tatsächlich so. 

"Sieh nicht immer alles so negativ" ist ein Satz, der mir bis vor einigen Monaten gerne und häufig an den Kopf geknallt wurde, so lange, bis es mich schon aggressiv gemacht hat und innerlich ganz irre. Ich bin ein Grübler, ein Denker und Zerleger, in allen Einzelheiten muss ich Dinge die mir passieren auseinandernehmen - und - das ist eben das größte Problem daran, ich muss es aussprechen, um es sortiert zu kriegen. Nun konnte allerdings selbst ich nicht so negativ denken, wie das ein oder andere gelaufen ist (vieles lief ja gottseidank positiv) und das mag schon was  heißen. Mich noch negativ zu überraschen. 

Jetzt kann man sich von Menschen trennen, die einem nicht gut tun. Schwieriger wird es dann mit dem Berufsleben. Seit einem Vierteljahrhundert, langweilig und spießig, bin ich bei dem gleichen Arbeitgeber. Es war nie nur "ein Job", nie ein "nine-to-five"-runterreiß-Ding, sondern echt ein toller Laden, wunderbare Kollegen/innen und es hat immer richtig Spaß gebracht. Es gab viele, viele, viele Veränderungen, Umstruktuierungen etc. Nicht alles schön, nicht immer einfach. Aber es war im Vergleich zu anderen Firmen, immer noch "jammern auf hohem Niveau". 

Nun drohten seit Sommer neue Umstruktuierungen, sie wurden teilweise eingeläutet und andere hingen wie dunkle Wolken über uns.

"Denk nicht so negativ" kam nicht selten. 

Vor drei Wochen nun der erste Schlag. Harte, heftige, gnadenlose Maßnahmen wurden bekannt gegeben. Wir waren deutschlandweit geschockt. Jetzt hatten sich die Wellen gelegt, ein bisschen Ruhe trat ein, dachte man, das war es jetzt. 

Fehlanzeige. 22 Tage vor Weihnachten, unerwartet, von keinem, selbst nicht von MIR Grübler, folgte die zweite Welle. Ohne Vorwarnung, nicht zu sehen, knallte man von hinten in die übriggebliebenen Reihen. Sorry, für meine reißerischen Worte, aber mir fällt nichts anderes dazu ein. 

Weinende Kollegen in der Betriebsküche und Fassungslosigkeit überall. Und die Frage, wann kommt der nächste Schlag? Niemand weiß mehr was passiert, keiner. Alle sind sprachlos. 

Studierte, promovierte Manager .. die seitenweise Power-Point-Präsentationen an die Wand geworfen haben, die Normalos nur als bunte Bilder mit hübschen Punkten und abertausend Zahlen defnieren können, diese Manager stehen Kaugummikauend da und erzählen? Ja was? Worte ohne Ende. Aber ohne Inhalt. 

Und ohne Werte, ohne Menschenwürde und - für mich - ohne Moral werden hier menschliche Existenzen mal eben vom Tisch gefegt. Menschen, die offenbar den großen Fehler gemacht haben, nicht zu studieren (Achtung Polemik) und es nicht "zu was gebracht" haben, außer, einen guten kaufmännischen oder auch technischen Beruf zu lernen und diesen ordentlich abzuliefern. 

Selbst dran Schuld? Könnten sich diese Menschen an Weihnachten den Wohlstandsbauch kraulen und ihre Großtaten bewundern, hätten sie was "besseres" gelernt? Könnten sie satt und selbstzufrieden Weihnachten genießen, den nächsten Urlaub planen und ausblenden was anderen jetzt passiert?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es - bei allem Verständnis für betriebsbedingte Entscheidungen, die nun mal sein müssen, ja - bei diesen Personen so etwas wie  Anstand, Würde, Moral und Werte nicht zu geben scheint. 

Mir fehlen noch immer die Worte. Ich bin tatsächlich nur eine langweilige kaufmännische Angestellte und ich war es immer gerne. Mir wars stets klar, dass ich kein Chef sein möchte, das ginge bei mir gar nicht. Und trotzdem hatte ich viele, viele Jahre lang "Menschen" als Vorgesetzte. Und diese waren, man höre und staune, nicht studiert, nicht promoviert, sondern hatten als einfache Angestellte in unserem Laden angefangen. Zufall?

Und so waren auch wir Mitarbeiter Menschen, nicht Zahlen, wir waren Lebewesen mit Hintergrund, mit Gefühlen mit Ängsten und Sorgen, mit Familien und Verpflichtungen. Und ich durfte immer erleben, dass das bei uns zählte. Sehr viel. 

Nein, wir sind kein kleiner Laden. Waren wir auch nie. Ja, die Zeiten ändern sich. Ja, Veränderungen gehören dazu. Ja, ich habe keine Ahnung von Betriebswirtschaft. 

Aber ich habe Ahnung von Menschlichkeit, von Vertrauen und von Würde. Plump, auch von Anstand. 

Das was meine Kollegen/innen und ich jetzt erleben, hat nichts damit zu tun. Ganz kindisch gesagt, "das macht man einfach nicht". Punkt. 

Drei Wochen lang in Sicherheit wiegen um dann ahnungslose Kollegen zum Gespräch zu bitten. Die an alles denken, nur nicht, dass nachgeladen wird. Nach der ersten Welle im "Totalen", folgen die Einzelschüsse. 

Freunde - das Jahr 2014 kann ich in mein Geschichtsbuch schreiben. Das braucht niemand. 

Und wenn mir nochmal einer sagt, "denk nicht so negativ"; der wird es leider, leider, leider, nicht überleben ..

Montag, 13. Oktober 2014

Normalerweise..

.. beginnen die Sätze mit "Bist Du nicht die Schwester von.." .. wenn wieder einmal jemand durch unsere große Geschwisterähnlichkeit uns erkennt. Oft genug wird man von - für einen selbst wildfremden - angesprochen, der sich dann wie ein Keks freut, dass er Recht hat. Bei mir hieß es auch schon "Sind sie nicht die Tochter von..", da auch die Mutter-Tochter-Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen ist. Hin und wieder beschleicht einen das Gefühl nirgends hingehen zu können, ohne das einen irgendjemand erkennt.

Gestern nun hat eine meiner Schwestern mir via WhatsApp geschrieben .. "ist das nicht Dein Tanz XYZ", gefolgt von einem (hust, heimlich) aufgenommen Foto eines Mannes.

Und tatsächlich, er war es. Ein guter Freund aus den langen Jahren in einem Tanzclub, der einzige, mit dem ich Wiener Walzer linksrum tanzen konnte und der so groß ist, dass auch Absatzschuhe bei mir nicht zum Problem wurde. Lange waren wir befreundet, bis die Kinder kamen - bei mir, wie bei ihm und als ich meine Telefonnummer wechselte, ging mir seine Handynummer verloren. 

Da er kein Typ für das Gesichterbuch ist, auch nicht im Telefonbuch steht, hatte ich nie die Möglichkeit seine Nummer rauszufinden, habe jetzt auch nicht Saltos geschlagen um es zu schaffen - aber trotzdem. 

Und so hat meine Schwester ihn dann einfach angesprochen und nun habe ich seine Nummer wieder und ich freue mich gerade jetzt auch wie ein Keks. 

Lohnt sich halt doch Schwestern zu haben ;-) Grins.

Montag, 8. Juli 2013

72 perfekte Stunden / Part I



 









Es ging nicht schöner. Meine liebste Hamburger Freundin und ich hatten einfach ganz wunderbare Tage, mit perfektem Wetter, perfekter Laune und wunderbarsten Dingen. Geradezu kitschig, fast schon "Pilcher"-mäßig drehbuchreif ;-) Selbst die hochherschaftlichen Villen haben nicht gefehlt. Hat uns nur keiner die Türe aufgemacht *grins*. Ein paar Bilder für den Anfang .. ich muss erst alle nach und nach hochladen.

Dienstag, 2. Juli 2013

Neulich im Handy-Reparatur-Shop

Samstag, 12:00 Uhr  (im Laden eines netten PC&Phone-Reparatur-Service). 

Ladeninhaber, Anfang 30, sehr nett, sehr aufmerksam erklärt Preise und Möglichkeiten zum wiederherstellen des armen zerschredderten Oldtimer-Smartphones. Versteht die Hintergründe, warum die dusslige Kundin kein neues Handy möchte, sucht und findet und erklärt, dass für das 2,5 Jahre alte Smartphone das Display bestellt werden muss. Klar, was sonst. Kundin sieht das stirnrunzelnde Grunzen vom Freak in der Reparaturabteilung und erbittet Bedenkzeit. Vielleicht doch ein neues Handy? Aber Donnerstag geht der Flieger und bis dahin hätte die Kundin gerne ein Smartphone ohne Spider-App. Absolut kein Problem, "rufen sie Montag früh an, wir bestellen das Display und am Dienstag Abend bringen sie das Handy, in einer Stunde ist es fertig. Gar kein Problem." 

Samstag 14:00 Uhr (zuhause) 
Kundin ruft den Laden an, Freak aus der Reparatur-Abteiltung hebt ab. Kundin erklärt, sie hätte sich entschieden und möchte bitte das Touchdisplay UND einen neuen Akku für das HTC Desire HD. Ja, kein Problem, wird bestellt. Kundin fragt zurück, wie sie erfährt, dass die Ersatzteile da sind. "Na, wir rufen sie an". Gut. Erneute Rückfrage, ob er denn die Telefonnummer hätte? "Oh, nein, ja bitte nennen sie die mir". 

Montag  -    nichts passiert. 

Dienstag, 10:00 Uhr -  Kundin ruft im Laden an, es hebt keiner ab. Rückrufbitte auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, incl. Nennung von Namen und Telefonnummer, wegen bestellter Ersatzteile. 

Dienstag, bis 16:20 Uhr - nichts passiert.

Dienstag, 17:00 Uhr - Kundin betritt den Laden, ein neuer, inzwischen der dritte Mitarbeiter, jung, Anfang 20, dynamisch, freundlich, enthusiastisch, erklärt und strahlt durch die Landschaft, erzählt von "Lieferzeit, dauert bis zu 3 Werktagen" usw. 

Kundin stellt erstaunt fest, dass Ladeninhaber (heute nicht anwesend) aber ausdrücklich erklärt, am Dienstag wäre alles da. Lieferung gar kein Problem.

Wieder äußerst redselig und freundlich wird erklärt, ja, hm, so, also, ja, wir schauen natürlich sofort, vielleicht 24 Stunden Lieferung und Iphone wäre ja kein Problem, aber HTC "wissen sie, sie haben da ein H igh T ech C omputer, deshalb ist die Lieferung von Ersatzteilen auch so problematisch" .... "aber, wir kümmern uns, sofort, gerne, mal schauen ".. und "oh, wie, einen Akku möchten sie auch, ja, dass notiere ich mir dann gleich" ... 

Dienstag, 17:30 Uhr (Einkauf in einem großen Drogeriemarkt, das Handy klingelt) "ja, hier PC&Phone blablalblala...ich wollte nur nochmal genau wegen dem Handy Modell fragen, sie haben ein  HTC.. *fragezeichenfragezeichen*"???

Leute, wer möchte mit mir wetten, mit was für einem Smartphone ich Donnerstag nach HH fliege?? Wer macht mit???     



Die Wege zu einem neuen Touchdisplay sind lang und unergründlich ...........     

Freitag, 12. April 2013

Feedback

Mein Leben ist ja meistens langweilig, öde und ich pule mir oft unter lauter gähnen und rumhängen an den Fußzehen herum und so dachte ich mir, ich gönne mir mal was. Und habe mich an einem netten Sonntagmittag um 13 Uhr direkt von der Kommunionsfeier meines Neffen von Kollegen mit dem Taxi abholen lassen. Für eine Fahrt in den hohen Norden zu einem Workshop. Wer auch immer diesen zwei Tagen diesen Namen gegeben hat, der möge mir das bitte nochmal neu definieren, ich hatte da wohl etwas falsch verstanden ;-)

Kamera hatte ich natürlich nicht mit, nur mein Handy und zwischen diesen Bildern war eben jener eben erwähnter "Workshop". Ohne Fotos. Das muss man sich dann gedanklich einblenden. 41 Personen, U-Förmig in zwei Reihen angeordnet und .. ja.. reden wir nicht darüber. 

Hier also ein rein persönliches, gänzlich unprofessionelles Feedback zu einem 2,5 tägigen Trip in einer der schönsten Städte Deutschlands. Gesehen haben wir das meiste der großen Stadt im Dunklen, mit Leichenhemd an. Der Taxifahrer - äußerst nett - hatte allerdings so seine ganz eigene Meinung, was Fahrstil und Geschwindigkeit betraf. Aber gut. Wir leben noch *gg*.


Keine zehn Minuten im Zug

Unglaublich gemütlich so ein voller ICE ;-)

Handy und Blitz zaubern durchs Zugfenster Sonne

Zugeinfahrt Sonntag 18:00 Uhr - wo ??

Wo auch immer - erstmal ESSEN!

Optisch zum weggucken, aber sehr lecker

Optisch ein Hingucker, ich mag es nicht, aber die allerliebste Kollegin

Toillettenaussichten

Wasser im  Dunkel
Handys bei Nacht geben dann doch nicht mehr viel her ..
Preislich ein Knaller, aber Spass hats gemacht ;-) 

Einfach DIE Stadt
Ein fahrendes Taxi, der DOM und eine Handykamera 

Es gab auch Tageslicht und TADAAAAAA: SCHNEE!

Shopping

Dienstag 16:01 Uhr
Heimfahrt mit geisterhaften Wesen
Mein Feedback??


  1. Ich meckere nie
  2. Ich finde alles toll
  3. Ein Workshop ist Definitionssache
  4. Zimmer mit TV ist völlig überbewertet. 
  5. Schlaf ebenfalls 
  6. Kollegen nach über zehn Jahren wiederzusehen ist toll 

Und Zugfahren mit Kollegen ist überhaupt das Beste. Man unterhält sich stilvoll, kultiviert und hat politisch interessierte, spannende Diskussionen. Während den leise geführten Gesprächen trinkt man hin und wieder ein Schluck Wasser, damit die Kehle nicht ausdörrt und wenn man hungrig wird, isst man zivilisiert ein Stück Apfel. In den Gesprächspausen liest man die Tagesnachrichten um sich anschließend neuen Themen zuzuwenden. Kultur, Kunst und Musik (Opern, Operetten etc.). Ein Genuss. 

Meine Kollegen & ich. 

Die Mitreisenden im ICE werden ihnen dieses bestätigen!!



Donnerstag, 28. März 2013

Ferien



Tag 1 im Kino im Film "Ostwind" - unbedingt empfehlenswert. Einfach nur toll!!!

Tag 2 in den Weinbergen mit Kind, Zweitkind und Hund - ebenfalls sehr zur Nachahmung empfohlen ;-)



Gipfelstürmer voller Euphorie (ich war baff)
Und hinter der Kuppe geht es immer noch weiter
Was steht denn da?
Ok, den Wein haben wir anderen überlassen ;-)
Reben noch fast in Winterstarre
Flaschen zur Abfüllung liegen auch bereit..
Erkennt jemand die Stadt?
Ich wüsste ja gerne die Antwort?
Jüdischer Friedhof. Die meisten schon über 100  Jahre tot. Kind und Zweitkind waren beeindruckt
Der Weg ist das Ziel
Im Schutz der Mauern bleibt sogar ein vergessene Geldbörse unberührt liegen (was ein Glück )
Die Mädels. Einfach toll.

Samstag, 12. Januar 2013

Dusslig

Wenn man frohgemut mit Kind und Hund im Gepäck 35 km weit fährt um dort in unbekannten Gefilden das Felltier zu lüften und mal was anderes als die üblichen Motive vor der Haustür zu knipsen.. dann .. ja dann.. lernt man, dass der Accu einer SLR nicht vergleichbar ist mit dem Accu´chen der X10. Leer. Anfängerfehler. *möp*. 

Was macht frau also?

Handybilder... man man man.. langsam werde ich alt ... 




Der Ausflug war trotzdem schön, die Hände blieben warm, der Hund auf dem Rückweg war dann auch mal für 20 min. müde... zuhause war zumindest der Accu vom Plüschtier wieder voll aufgeladen. Unglaublich das Getier ;-D

Samstag, 24. November 2012

Tussis und andere Klischees - es wird gelästert

Es gibt ja durchaus Dinge, Menschen, Wesen, Eigenschaften, von denen hat man schon gehört, gelesen oder, meistens, in irgendwelchen dubiosen Fernsehsendungen gesehen. In der Realität begegnet mir das allerdings höchst selten. Dafür diese Woche gleich zweimal. 

Klischee 1 lief mir in einem größeren Geschäft für Tierfutter über den Weg. An der Kasse hinter mir. Frauchen trägt Hundchen wie einen Deko-Gegenstand auf dem Arm. Das Perwoll gespülte Havaneser Weibchen trug einen rosa (!!!!) Strickpulli und guckte ansonsten sehr süß und höchst interessiert nach unten, wo mein alles andere als strahlend weißer Wischmops hektisch auf und ab wuselte und nach oben guckte. Warum dieses spannende andere Hundetier getragen wurde, konnte Wilma so gar nicht verstehen. Irgendwann wurde das weiße Prinzesschen doch auf den gefährlichen Boden gesetzt, wo es mit meinem noch gefährlicheren Raubtier in Berührung kam. Offensichtlich fanden das beide Vierbeiner toll. Frauchen guckte gequält, blickte mich an und meinte "naja, ich mag das ja nicht so jetzt hier auf dem Boden und ... " .. irgendwie sowas. Nach wenigen Momenten wanderte Fräulein Perwoll wieder zurück auf den Arm. 

Wilma fands doof. Ich zahlte derweil meinen Kram (für ca. 26 Euro Futter + Knochen + Leckerlis.. *hust*) und ließ die Kassiererin meinen Wischmops mit Leckerli bestechen. Fräulein Perwoll dagegen, darf kein Leckerli, weil "sie ist doch allergisch und jetzt war sie ja erst krank" , Frauchen bezahlte eine Leckerli-Stange für 0,29 ct um anschließend doch die Kassiererin zu bitten, dem allergischen rosa Wollpulli ein Leckerli zu geben "weil jetzt guckt sie ja so.. " ... Ich weiß ja nicht, wie plötzlich Allergien vergehen, aber im vorliegenden Fall, war es eine phänomenale Blitzheilung. Hammer. 

Klischee 2 traf ich heute. Beim Friseur Haarstylisten. Ich komme mir schon reichlich abgefahren vor, weil ich alle zwei Monate eine ansehnliche Summe dorthin trage, um meinen weißen Freunden auf dem Kopf mit Farbe ein hübsches (Deck)mäntelchen zu verpassen. Neben mir nahm nach ca. 1 Std. eine junge Frau Platz, die schon ziemlich selbstbewußt in den Laden einmarschierte, auffällig für ihre vielleicht 20-22 Jahre. Langes dunkelblondes Haar, schicke Lederjacke, knallenge Jeans, Ugg-Boots und eine schicke Handtasche (garantiert Marke, keine Ahnung welche.. ). Nach einer  Weile wunderte ich mich, weil sie zwar die Haare gewaschen, aber nicht geschnitten bekam. 

Irgendwann hat es dann auch so ein Dorftrampelchen wie ich begriffen. 

Die Dame bekam die  Haare gewaschen, gefönt und geglättet, damit sie hinterhier aussahen wie vorher. Dann wurden die Augenbrauen gezupft und anschließend ein Make-Up aufgelegt. Ein Procedere von ungefähr einer Stunde. Wow. Wie ich erfuhr (lohnt sich, die eigene Friseurin schon Jahre zu kennen..hilft bei akutem Neugieranfall), kommt sie jede Woche dafür in den Salon. 

Und ich dachte, so Damen von Welt, gibts nicht in unserem Kaff. Sondern nur an Orten, wo immer die Sonne scheint, der Butler eisgekühlte Getränke an den Pool bringt und man sich nur "unter seinesgleichen" bewegt. 

Als ich später auf meinem 17 Jahre alten Fahrrad, mit fast plattem Hinterreifen, losstrampelte, die Mütze auf dem frisch betüdelten Kopf, sah ich sie wieder. Edel und langsam zum Auto laufen.  Audi Q 5. Fast so edel wie mein Rad. Aber nur fast. Iss klar .. ;-D

(PS: Ich möchte mich bereits jetzt bei allen freilaufenden Klischees entschuldigen und betonen, dass ich selbst durchaus ne´Menge anderer Klischees bediene, über die man sich gerne lustig machen darf. Nur rosa Strickpulli trägt mein Tussihund nicht und zum Haare waschen bleibe ich halt lieber daheim *gg*9

Freitag, 29. Juni 2012

Keine Zeit

.. um im Leben zu parken und wohl die von mir am meisten genutzen Worte im Moment. Ich brauche tatsächlich ein Zeitmanagementplan, oder besser noch, einfach mehr Stunden am Tag. Lustig ist anders und ich hoffe immer noch stumpf darauf, dass ich endlich meinen Alltagsrhythmus wieder in den Griff bekomme. Ansonsten wird es allmählich schwierig, da ich beginne, schlicht alles zu vergessen. Angefangen hat es damit, dass mir Ende Mai auffiel, dass ich den Abgabetermin für die Sommerbetreuung im Hort vergessen hatte. Super. Deadline war der 18.05., aufgefallen ist es mir ungefähr am 30.05. Knapp daneben - und wir reden ja nur von den Sommerferien. Aus irgendwelchen mir nicht erklärbaren Gründen, hat das liebe Töchterlein 6 Wochen Ferien - und die doofen Eltern nur 3 Wochen Urlaub in dieser Zeit. Aber wer auch immer hatte Erbarmen mit mir - ein Kind wurde wieder von der Betreuung abgemeldet und die alte Mutter bekam den erfreulichen Anruf. Glück gehabt. 

Vor 14 Tagen beschloss das Kind dann, das zwei Schneidezähne - bleibende versteht sich - oben einfach zuviel und zu groß sind und küsste einen von diesen großen Fahrradständerbögen. Freitag Abend um 21 Uhr. So ein Besuch in der Zahnklinik 25 km weiter ist aber auch wirklich einen spontanen Ausflug wert!





Halloween wäre definitiv die passendere Jahreszeit gewesen - so haben wir dann doch entschieden, die Zähne wieder in den alten Zustand zurückversetzen zu lassen! 

Wöchentliche Termine nun beim Zahnarzt, um das Leben der Zahnnerven (die selbstverständlich offen lagen..) zu prüfen, machen das Leben insgesamt strukturierter und geben Halt....So ein fester Terminrahmen verhindert das rausfallen und rumgammeln ;-D

Das Schäfchen hat mir heute auch Freude bereitet und die erste Zecke ihres Lebens dem glücklichen Frauchen präsentiert. Am Ohr baumelte ein Monster, dass vermutlich seit drei Tagen dort um sein Leben saugte und die weibliche Hundebesitzerin musste kurz innehalten und überlegen, ob sie das mit dem Hund nicht reklamieren könnte. ZECKEN waren nicht mitgekauft. Aber ok, das weiche Herz siegte, ließ das Ungetüm entfernen und kämpfte die nächsten 6 Stunden mit 10 cm dicker Ekelpelle auf der Haut und Schüttelanfällen. Leute, echt, wie sowas süßes wie das Schäfchen sowas widerliches an sich haben kann. Ich erwäge jetzt einen Vollgummianzug für das vierbeinige Geschöpf, dass sie bis in den Winter tragen darf. Garantierter Zeckenschutz!! 



Fußball ist auch durch - die Jungs haben sich mal wieder im Halbfinale festgesessen, man gewöhnt sich dran. Kind fands megablöd und die Tränen kullerten. Aber immerhin war sie früher im Bett als geplant. 

Zeugnisse gab es auch, alle glücklich und nun liegen 6 Wochen Sommerferien vor dem Tochterkind. 

Ach ja, wo ich wieder beim Thema wäre - weiß jemand, warum Eltern-und Kindferienzeiten so ungerecht stark differieren??? Wer hat das zu verantworten??


Sonntag, 20. Mai 2012

Ja, ist denn schon Mai?

Es scheint eine Menge los zu sein in meinem Leben, jedenfalls kommt das Blog (mal wieder) viel zu kurz und der Mai hatte doch tatsächlich noch keinen Eintrag. Kann das denn angehen? 

So bin ich also schon wieder ein Jahr älter und interessiert bis massiv panisch blicke ich auf diese komische Zahl die da steht und denke, dass die doch echt nix mit mir zu tun haben kann? Ein weiterer, demütiger, Blick am frühen Morgen in den Spiegel bestätigt mir dann, dass da doch was wahres dran sein muss ;-) 

Auch das kleine Schwesterchen hatte Geburtstag, es gab ein Seminar, den ersten Wettkampf vom Tochterkind, die Erkenntnis, dass fotografieren und fotografieren zwei Paar Schuhe sind, die mir nicht unbedingt immer passen. Bilder abzulichten, ist jedenfalls eine Hausnummer, in die ich mich erst reinwurschteln muss. 

Dann gab es dunkle Wolken, sehr dunkle, als mal wieder, wieder, wieder, der gewünschte Befund "negativ" ausblieb. Eine Freundin, Mitte Dreißig, zwei Kinder. 6 cm war das Biest und ein ganzes Organ weniger ist sie nun. Warum? Diese Frage, wird mir niemals jemand beantworten können. Und für den Augenblick hasse ich es. Und bin dann wieder dankbar, dass es gefunden und entfernt wurde. Mein Herz ist bei ihr und wünscht, dass es nie, nie, nie wieder kommt. 

Die schönen Augenblicke gibt es auch, mein kleines Mädchen, dass so gar keines mehr ist, die erste Klassenfahrt mit Freude erlebt "Mama, ich hatte auch Heimweh, aber ich wäre so gerne noch geblieben" . Wie hinreißend. Oder der stolze, aufgeregte Blick beim ersten Wettkampf im Geräteturnen. Diese kleinen Mäuse. Wenn sie einmarschieren hintereinander, da bleibt das Mutterherz kurz stehen und beginnt dann zu schmelzen. 

Und nun, am Wochenende, wieder, die Oldtimer hier im Ort. Bei tollem Wetter, zwei Tage fast nur draußen in der Sonne verbracht mit Menschen, die man gerne hat. 

Fotos gab es heute auch, 148 waren es glaube ich.. und ich werde welche nachliefern, versprochen. Jetzt muss die Frau mal ins Bett, was ich schon seit einer Stunde vor habe .. und irgendwie bin ich hier am PC kleben geblieben. Gibt ja immer einen Grund ;-D

Dienstag, 24. April 2012

Donnerstag

Ich hinke hinterher und bringe auch noch die Zeiten durcheinander. Denn vor dem Donnerstag Abend in der zweiten Osterferienwoche, gab es natürlich auch bei uns einen Donnerstag-Tag (uah... Wortkreation vom Feinsten). Und auch da beschloss die Familie, sich altes Gemäuer anzusehen. Wir dem Schulalter seit dreivier Tagen entwachsenen Großen, durften als Kinder so gut wie jedes Jahr einen Schulausflug dorthin machen, was irgendwann echt öde wurde. Aber so 30 Jahre später, kann man sich das nostalgischer Weise ja nochmal antun ;-D

Und wenn ich auch befürchtet hatte, dass die lieb Kinderleins das eher langweilig finden und der Wischmops erneut durchdreht, war dem nicht so. Die alten Römerutensilien, ausgebuddelt und aufgereiht hinter gläsernen Schaukästen, haben die kleinen Mädelzicken doch sehr beeindruckt. Ganz vorneweg das Zahnarztwerkzeug *schauder*. Leute, bin ich froh, dass ich fast 2000 Jahre später geboren bin (naja, nicht ganz), das wäre ja genau das richtige für mich gewesen. Warum sie nicht gleich Hammer und Meißel genommen haben, ist fraglich, viel anders kann sich das nicht angefühlt haben. Und die Frage ob sie wohl schon hübsche, sterile und spitze kleine Spritzen hatten zum betäuben, stellt sich wohl eher nicht. 

Die Schuhmode allerdings hat sich nicht großartig verändert, wie wir feststellen durften, lediglich die Preise dürften sich Anno 2012 etwas dem Zahn der Zeit angepasst haben .. :-)



 Der Wischmops war auch einigermaßen beruhigt, gab es auf dem Gelände zum Glück jede Menge Wiese und  - tatataaaaaaa - höchst lebendige nicht römische Hunde der Jetztzeit, mit denen man spielen konnte. Halleluja. Alle waren glücklich. 

Auch die Großen, die erfreut feststellen, dass sich das ohne Lehrer und nachfolgender Klassenarbeit doch viel netter anfühlt bei so einem Ausflug!