Posts mit dem Label Krankheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krankheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 26. November 2014

Was ist schon ein Jahr..

.. denkt man so oft, die Zeit verfliegt und man ist verblüfft, wie schnell so 12 Monate vorbei sind... die letzten 12 Monate aber fühlen sich an wie, ja, mir fallen dafür keine Worte ein.  Die Gedanken kommen auf, weil das morgige Datum eine Zeitgrenze für mich bildet, morgen vor einem Jahr fiel die Diagnose Nr. 1 in unserer Familie.. und nichts war danach mehr, wie vorher. Bis heute nicht. Ausgelöst und unaufhaltbar losgerollt seitdem. 

Was alles geschehen ist, ist zuviel für ein Webblog, teilweise zuviel um es in Worte zu fassen. Krankheit und Dinge die passiert sind, Wunder sind geschehen, Zuversicht und auch immer noch Warten auf das Ende einer Behandlung, diese wird wohl erst fast genau zum 1 jährigen von Diagnose Nr. 2 abgeschlossen sein. Diese Menschen haben so ein hartes Jahr hinter sich und ich ziehe meinen Hut davor. Ganz besonders meine Mama, zum vierten Mal diesen Mist in ihrem Leben hinter sich, ihren 70. Geburtstag in laufender Chemotherapie zu begehen und hoffentlich, endlich, kurz vor Weihnachten fertig zu sein ... und ich bete, dass es nie wieder eine solche Diagnose geben wird... !!

12 Monate in denen privat und beruflich alles auf den Kopf gestellt wurde, in denen ich Menschen kennenlernte von den wundervollsten Seiten, die mir gezeigt  haben, dass sie da sind, egal was passiert. Andere Menschen, die es nun nicht mehr gibt in meinem Leben. Und neue "alte" Menschen, die es jetzt wieder gibt und alte "neue" Menschen, die ich lange schon kenne, aber jetzt erst wirklich kennenlernen darf, die mir ganz besondere Momente geben, die mich glücklich machen. Dinge, die mir zeigen, es gibt immer wieder unerwartete Wendungen in eine neue Richtung. 

Und nun, morgen, zum 1 jährigen, ein Jahr "danach", ein Jahr, nach diesem schrecklichen Tag voller Schock und Tränen, ein Jahr später, 12 Monate... gibt es wieder ein Wunder. Ein Baby wird zur Welt kommen, mein Neffe Nr. 5 und er wird diesem Datum für immer eine ganz neue, ganz wundervolle Bedeutung geben. 

Uns zeigen, was das Leben eben ist. Immer Wandlung. Immer neu. Manchmal ganz schrecklich. Manchmal ganz wundervoll.

Ich bin heute sentimental und ich bin aufgeregt, auch zum fünften Mal ist es soooo schön, Tante zu werden, eine reine Neffentante ;-)Von 0 bis 13 Jahren - wer hat das schon?? ICH. Sie sind laut, sie sind viele und sie sind toll!!

Montag, 11. Februar 2013

310 Minuten

So lange kann man Fernsehgucken, wenn man auf der Couch angetackert ist, weil einen die Erkältungsvirenbazillenwasweißichfürviecher ausgenockt haben. Zu einem Hirnschaden kann es nicht führen, da selbiges sich bereits verflüssigt hat und über die Nase entsorgt wurde. Mahlzeit. Lecker. Ich weiß. Entspricht aber den eiskalten Tatsachen. 

Rosenmontag auf der heimischen Couch ermöglicht einem endlich einen Film zu gucken, für den man sonst nie Zeit hätte: 

Bild von exsila.ch


Stolz und Vorurteil von "Jane Austen". 

310 Minuten haben Mr. Darcy und Ms. Elisabeth Bennet benötigt, um sich den ersten Kuss zu geben. Meine Herren. 

Den Viren sei Dank hatte ich Zeit, mir alles anzusehen. 

Wenn ich nicht irre, habe ich sogar das Buch hier irgendwo, ich mache mich mal auf die Suche. Allerdings ist es fragwürdig, ob mein nicht mehr vorhandenes Hirn noch in der Lage ist, Buchstaben auf einer Seite zu sinnvollen Sätzen zusammenzufügen, vielleicht sollte ich aufs Hörbuch ausweichen. Aber blöd, die Ohren sind dicht.. ach.. was solls... ich weiß ja nun endlich, sie kriegen sich. Mr. Darcy und Ms. Bennet Diese Wissenslücke hat mich schon seit Jahren beunruhigt... ;-)

Mittwoch, 30. Mai 2012

Manchmal..

.. möchte man doch gerne die Zeit ein bisschen zurückdrehen, wenn es mal wieder fürchterlich hektisch zugeht und man sich einbildet, früher war alles besser. War es natürlich nicht, aber man kann es sich ja einreden ;-D Oder dann, wenn Dinge geschehen, die fürchterlich sind und von denen man will, dass sie ungeschehen werden. Ok, geht auch nicht. Aber drüber nachdenken darf man mal zwei Minuten? Nein. Gut.

Und doch ist es ein unwirkliches Gefühl, bei einer Freundin zu sitzen, die beiden Kinder um sie herum und sie selbst, um ein Organ  und 6 cm bösartigem Gewebe weniger, da drängen sich solche Gedanken auf. Da träumt man sich für einen Wimpernschlag in eine heile Welt, die es eh nie gegeben hat. Diese miese Krankheit scheint einen zu verfolgen, bald jährlich höre ich sie bei jemanden, Familie, Freunde oder Bekannte. Ich grübele manchmal, ob das tatsächlich "normal" ist, oder ob das nur mir so häufig vorkommt? 

Im Grunde sinnlos, früher wie heute, eine sche.. Krankheit und ich denke heute an alle, die damit kämpfen, die gewonnen haben und die, die verloren haben. Das Leben ist manchmal wirklich lebensgefährlich. Man kann es nicht anders sagen. Plump, aber richtig. 

Früher genauso wie jetzt.

Man bin ich pathetisch heute...

Sonntag, 20. Mai 2012

Ja, ist denn schon Mai?

Es scheint eine Menge los zu sein in meinem Leben, jedenfalls kommt das Blog (mal wieder) viel zu kurz und der Mai hatte doch tatsächlich noch keinen Eintrag. Kann das denn angehen? 

So bin ich also schon wieder ein Jahr älter und interessiert bis massiv panisch blicke ich auf diese komische Zahl die da steht und denke, dass die doch echt nix mit mir zu tun haben kann? Ein weiterer, demütiger, Blick am frühen Morgen in den Spiegel bestätigt mir dann, dass da doch was wahres dran sein muss ;-) 

Auch das kleine Schwesterchen hatte Geburtstag, es gab ein Seminar, den ersten Wettkampf vom Tochterkind, die Erkenntnis, dass fotografieren und fotografieren zwei Paar Schuhe sind, die mir nicht unbedingt immer passen. Bilder abzulichten, ist jedenfalls eine Hausnummer, in die ich mich erst reinwurschteln muss. 

Dann gab es dunkle Wolken, sehr dunkle, als mal wieder, wieder, wieder, der gewünschte Befund "negativ" ausblieb. Eine Freundin, Mitte Dreißig, zwei Kinder. 6 cm war das Biest und ein ganzes Organ weniger ist sie nun. Warum? Diese Frage, wird mir niemals jemand beantworten können. Und für den Augenblick hasse ich es. Und bin dann wieder dankbar, dass es gefunden und entfernt wurde. Mein Herz ist bei ihr und wünscht, dass es nie, nie, nie wieder kommt. 

Die schönen Augenblicke gibt es auch, mein kleines Mädchen, dass so gar keines mehr ist, die erste Klassenfahrt mit Freude erlebt "Mama, ich hatte auch Heimweh, aber ich wäre so gerne noch geblieben" . Wie hinreißend. Oder der stolze, aufgeregte Blick beim ersten Wettkampf im Geräteturnen. Diese kleinen Mäuse. Wenn sie einmarschieren hintereinander, da bleibt das Mutterherz kurz stehen und beginnt dann zu schmelzen. 

Und nun, am Wochenende, wieder, die Oldtimer hier im Ort. Bei tollem Wetter, zwei Tage fast nur draußen in der Sonne verbracht mit Menschen, die man gerne hat. 

Fotos gab es heute auch, 148 waren es glaube ich.. und ich werde welche nachliefern, versprochen. Jetzt muss die Frau mal ins Bett, was ich schon seit einer Stunde vor habe .. und irgendwie bin ich hier am PC kleben geblieben. Gibt ja immer einen Grund ;-D

Freitag, 16. März 2012

Frühjahrsmüde oder was?

Alles jubelt über den beginnenden Frühling, grins und meinereiner schlappt schon wieder durch die Gegend wie Falschgeld (Wilma auf dem Foto links ist mein Alter Ego, ungefähr SO sehe ich heute auch aus.. ).

Aber ich gebe zu, nur heute, da komme ich so nullkommagarnicht aus dem Quark und das, wo draußen die Sonne am blauen Himmel vor sich hinglänzt und die Menschheit jubiliert. Ich dagegen schlappe von A nach B und zurück nach A, koche einen Kaffee, der auch nicht hilft, hocke mich in die Sonne im Hof, wo es mir nach 2 min. zu warm wird und der Haushalt hier bleibt liegen. Ich kriege einfach den Allerwertesten heute nicht hoch. 

Wie man unschwer an meiner wahnsinnig eifrigen Blogfrequenz erkennt, ist mir allerdings auch selten langweilig und ich bin gefühlt 20 Stunden am Tag beschäftigt. Die vergangenen Wochen sind verflogen und mit einem halben Auge schiele ich auf den Kalender und zähle nur noch 9 Monate bis Weihnachten *grins*. 

Nein, quatsch. 

Beruflich hat sich ein bisschen was verändert, gestern kam der neue Vertrag (in meiner alten Firma) und ich habe nun ab 01.04. sechs Wochenstunden mehr als bisher. Was vermutlich nicht dafür sorgen wird, dass ich mehr Zeit zum bloggen haben ;-D Aber gut, war immer schon geplant und lies sich jetzt recht rasch umsetzen. Kriegen wir schon hin. 

Das Tochterkind, welches letzte Woche in ihrer Schulprojektwoche als Zirkuskind aufgetreten ist, hat diese Woche irgendwie auch die A-Karte gezogen. Montag Abend hat ihr linker Zeigefinger den Kampf gegen die Autotür verloren und wir warten nun gespannt, ob der Fingernagel seinen Dienst noch weiter tun wird, oder aber beleidigt abfällt. War spaßig, Kind war die ersten zwei Stunden danach auch nur knapp davon zu überzeugen, dass es diesen kleinen Unfall überleben wird. Das Mutterherz blutet doch, wenn man nicht allzu viel tun kann - außer Schmerzsaft ins Kind zu schütten - welches anschließend völlig gedopt einpennt. Gut und gerne vier Jahre oder mehr hat sie kein Fieber mehr gehabt *toitoitoi* und daher nie mehr Schmerzmittel wie Paracetamol benötigt. Montag nun, war es mal wieder angesagt. 

Gestern Abend schließlich hat sie nach einem längerem Spaziergang mit meiner Mutter und Wilma gemeint, sie müsse ihrem Mageninhalt mal kurzfristig eine aufsteigende Karriere verschaffen und ihm postwendend den Aufstieg an die frische Luft auf den Flurboden ermöglich. Uah. Auch spaßig. Aber gottseidank wohl keine ausgewachsende Magen-Darm-Geschichte, sondern eine einmalige Sache. 

Auf der Suche nach einem Bild für mein Posting musste ich feststellen, dass ich in diesem Jahr meine Kamera praktisch gar nicht in der Hand habe - nur immer die Handyknipse - selbst dafür fehlt mir die Zeit und Muße. Was selten vorkommt, da ich ja sonst alles fotografiere, was nicht bei 3 auf dem Baum ist. 

Es gilt also, so ein bisschen das Zeitmanagement (klingt cool oder?) in den Griff zu bekommen. 

Aber das ist ja voll easy oder? 

*hust* 

Sonntag, 5. Juni 2011

Kur, rote Frauen & kleine Bälle

Da steht sie rum, die rote Frau, mitten im Kurpark und mein Kind hat das Wesen äußerst interessiert beäugt und fand das ausgesprochen witzig. Die Dame muss Sommer wie Winters da herumstehen und hat nicht mal das kleinste Feigenblatt zum wärmen. Armes Ding. 

Gestern waren wir also meine Mutter besuchen, ungefähr 160 km von hier entfernt zur Anschluss-Reha, wie es sich exakt nennt. 3 Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, und 14 Tage nach der großen OP kam sie direkt dort hin. Und damit sie noch weiß, wie wenigstens Teile der Familie aussehen, haben wir gestern ein bisschen ihre Ruhe gestört. 

Unter anderem gab es dort eine "Wandelhalle", in der man das Quellwasser der Umgebung trinken konnte.Tochterkind fand es sehr lustig, überall mal das Wasser anzudrücken:







Wie in jedem guten Kurpark gibt es natürlich auch so ein nettes Spiel mit kleinen Bällen, bei dem ich grundsätzlich hoffnungslos versage. Ich schätze, ich habe einen massiven Knick im Blick, oder einfach generell eine schlechte Grundmotorik. Bei mir sieht es am Ende nämlich immer so aus:



Auch nach 6 Schlägen sieht es praktisch nie so aus, wie es sollte. Immer nur bei anderen ist das Ergebnis das, welches es sein sollte:

Nun denn, dass Kind freut sich umso mehr, wenn es selbst die alte Muddi nicht packt, den ollen Ball ins Loch zu schubsen, Minigolf wird eben völlig überbewertet ;-D



Dafür waren diese rosa Gesellen wirklich ein schöner Anblick:

Das Kurhaus an sich ist jetzt nicht sooo der Brüller, teilweise etwas angestaubt, in manchen Ecken bisschen muffig und nicht wirklich ein Highlight. Meine Mutter ist zwar auch "schon" 66 Jahre jung, aber sie sieht einfach nicht so aus und gibt sich auch überhaupt nicht so. Sie ist trotz der schweren OP ziemlich fit, läuft viel und schnell und alle anderen Mitbewohner in diesem Kurhaus sind, naja. Sagen wir, wie es ist. Alt. Wirklich alt. Das soll einfach nicht böse klingen, aber es ist schon ein komisches Gefühl. Alles wirklich deutlich ältere Menschen, viele mit Rollator und Gehstöcken. Naja. Hauptsache, meine Mutter kann sich erholen, wenn sie auch eher viel allein jetzt dort ist. Aber sie sagt, sie genießt es trotzdem. 

Der einzige wirkliche Lichtblick ist die Dachterrasse, die zwar noch nicht fertig gebaut ist, dafür aber einen netten Ausblick bietet: 


In vierzehn Tagen kommt sie dann wieder heim und ich hoffe, hoffe, hoffe sehr, sie kann sich bis dahin weiter gut erholen.  Und vielleicht hat der liebe Gott (oder wer auch immer dafür zuständig ist) endlich ein Einsehen und  es war die letzte Runde mit dem blöden Krebs. Wir haben es dreimal durch, ich finde, dass langt für die nächsten 100 Jahre. 

Oder?

Samstag, 7. Mai 2011

Heiße Phasen

Was für eine Woche. Ich kam nicht wirklich zum bloggen, daher nun in Kurzfassung ein paar Stichpunkte, denn dann muss die Frau aus dem Neandertal dringend den Wasserverbrauch ankurbeln und duschen gehen.

Seit Montag steht dieser wunderschöne Blumenstrauß auf meinem Tisch. Mein Dank geht an Herrn AB aus A, der mich zwar nicht mit seiner persönlichen Anwesenheit ehrte, dieses aber mit einem Fleurop-Gruß versuchte auszugeleichen. Fast gelungen Herr AB, aber wenn 2012 nicht Dein Hintern hier auf unserem Sofa sitzt an meinem Geburtstag, muss ich leider drastische Maßnahmen einleiten ;-D
Wieder ein Jahr älter startete ich in die Woche und kämpfte noch immer mit dem Schlafmangel vom Wochenende, an dem ich es mir angetan habe, in den Mai zu tanzen und erst um 5 Uhr in der Früh ins Bett zu finden. Das ist zwar sehr nett und sehr lustig, aber dauert einfach im Nachgang zu lange, bevor ich wieder ich wieder einigermaßen kompatibel mit dem Alltag bin. Meine Herren. 

Ab Dienstag dann ging unsere unendliche Geschichte in die nächste Runde. Wieder Krankenhaus. Und seit gestern vormittag nun eine der übelsten Schritte hinter uns. Eine knapp 5 stündige OP und nun hat sie einen Lungenlappen und einige Lymphdrüsen weniger. So eine Intensivstation ist auch nicht das, was ich täglich besuchen möchte, es schlägt einem ordentlich aufs Gemüt, seine Mutter da so liegen zu sehen. Verkabelt und mit Sauerstoffmaske und mit Schmerzen. 

Tapfer ist sie, ein absolutes Stehaufmädchen und heute früh konnten wir schon telefonieren und sie war sogar schon aufgestanden um sich selbst zu waschen. Der Hammer. Ich würde da liegen und vor mich hinfiepen und überlegen, ob ich im Winter diesen Jahres aufstehe oder doch erst nächstes Jahr. 

Was bin ich stolz auf unsere Mama!!!!
Zwischendrin in diesem Kampf, spuckte Neffe Nr. 4, um seine Mama anzustecken, die dann auch gleich noch eine fette Erkältung mit einpackte und am Ende fing dann Neffe Nr. 3 mit spucken an.

Nicht zu vergessen, dass ein paar geistige Tiefflieger in der Nacht zum Freitag (dem OP-Tag) den geliebten Schrebergarten meines Vater verwüsteten. Blumentöpfe in den Teich geschmissen haben und in der Hütte Sonnencreme rumgespritzt. 

Mein Vater ist 67 Jahre alt, selbst gesundheitlich alles andere als fit, ziemlich durch den Wind wegen unsere Mama und dann noch sowas. 

Wenn ich diese Idioten in die Finger bekäme, ich weiß nicht, was ich täte. Wie bescheuert kann ein Mensch denn sein?

Morgen nun ist Muttertag und gleichzeitig der 30.Geburtstag vom jüngsten Schwesterlein , der armen  Socke, die ja auch immer noch krank ist. Vor 23 Jahren musste sie schon einmal einen Geburtstag ohne unsere Mama feiern, die damals mit Krebsrunde Nr. 1  im Krankenhaus lag. Ich hoffe, das war jetzt die letzte Wiederholung und die nächsten 30 Jahre ist sie bei allen Geburtstage wieder dabei.

Ihr seht, es wirklich sehr spaßig hier im Moment, aber da muss man durch und immerhin, eine Hürde auf dem Weg gegen den Mist, hat meine Mutter nun wieder hinter sich!!! Zum Glück. Warten wir jetzt noch auf die histologischen Ergebnisse. 

Daumendrücker werden gerne angenommen!

Euch allen noch ein sonniges Restwochenende, ich gehe mich jetzt mal eine Runde abstauben und dann mit dem Kind ein bisschen Fahrradfahren ;-D

Mittwoch, 6. April 2011

Zimmer mit Aussicht

Der Blick aus dem Fenster ist ja nun nicht der übelste, dass gebe ich ja zu. Trotzdem wäre es schöner, man müsste ihn nicht kennenlernen. Aber so ist es nun und da liegt sie, in einem 2-Bett-Zimmer, mit einem Schlauch der in ihrer Lunge steckt und in einem tragbaren Blut-Köfferchen endet. Die dritte Runde mit diesen elenden Zellen, die meinen, sie müssten sich an den unmöglichsten Stellen entarten und vermehren. Ich weiß nicht, warum die das immer machen, aber nun müssen wir nach vorne schauen.

Die Sonne strahlt am Himmel und drinnen läuft man an Stationen vorbei, auf denen "Kinderintensiv" steht und einem eine Gänsehaut verpasst, man sieht Menschen mit Verbänden, auf dem Kopf, auf der Nase, am Hals, zwischendrin Väter mit seligem Lächeln auf der Wöchnerinnen-Station und weinende Frauen die ihren Männern am Aufzug auf Wiedersehen sagen mit den Worten "fahr vorsichtig".

Unten im Eingangsbereich eine Information, die einen an eine Hotelrezeption erinnert und Ladengeschäfte wie eine Shopping-Mall. Das Gebäude ist so unglaublich groß, dass ich vermutlich drei Tage brauchen würde, um mich nicht mehr zu verlaufen. Die Hinweisschilder sind unfassbar riesig und überladen und um sein Auto auf dem bombastischen Parkplatz wiederzufinden, benötigt man ein Navi.

Es scheint aber eine gute Klinik zu sein. Und wir sind einen Schritt weiter. Endlich.

Sonntag, 3. April 2011

Spiel des Lebens

Wie das so ist, die Würfel fallen und man muss sich entscheiden, wie man weitergeht. Und wenn man viel Glück hat, dann läuft es so wie heute der Klassiker der Brettspiele zwischen Schwestern. Keine wirft die andere raus und so gewinnen (praktisch) beide. Was habe ich gelacht. Sehr süß, wie sie sich gegenseitig "verschont" haben und so die grünen und die blauen Männlein friedlich und ungefährdet ihres Weges ziehen konnten. Wäre toll, könnte man das auch auf das wahre Leben projizieren, nicht wahr? Dann würde ich das olle DING, dass seit Wochen unser Leben mitbestimmt darum bitten, ganz nett und harmlos zu sein und dann sagen wir auch keinem mehr, dass es ihn gibt/gab. Gut, warten wir auf den Dienstag, der neueste Termin und vielleicht fallen dann die Würfel ja doch viel besser als geglaubt. 

Sonst hat mir das Wochenende noch einige andere Erkenntnisse (allerdings keine Lebensweisheiten ;-D) gebracht. 

Z.B. wenn man sich mit seinem Bonuskind (den Begriff hat Jesper Juul geprägt, was sich SEHR cool finde, viel besser als Stiefkind) während DSDS (ja, das war Pflicht gestern Abend und alle haben mit geschaut) über Musik unterhält. Als ich dann erwähnte, dass es ungeschickt sei´von Robbie William ein Lied zu singen, weil, dass GEHT nur von Robbie.. da werde ich angesehen und gefragt.. "hm, Robbie Williams, hm.. der lebt aber noch, oder??"

UAH. 

Schlagartig klaffte die Generationslücke unübersehbar im Wohnzimmer und grinste mich an. Klar, für eine 14 jährige ist so ein 37 jähriger Grufti von Sänger natürlich kein Thema mehr. Gottseidank findet sie Justin Bieber nicht toll, sonst wäre ich endgültig vom Sofa gefallen. Gelacht haben wir aber sehr. 

Weitere Erkenntnisse trafen mich (allerdings nicht zum ersten Mal) über die allgemeine Euphorie über den eingetretenen Temperaturanstieg. Wie jedes Jahr empfinde ich es als äußerst irritierend, in der einen Woche noch in der dicken Winterjacke vor mich hinzufrieren um dann urplötzlich von kurzen Hosen, Tops und weißen Körperteilen umgeben in der Sonne zu sitzen und einem Hitzschlag nahe zu sein. Tochterkind, ganz die Gene der Mutter, jammerte bereits gestern Mittag "mir ist viel zu warm" und trank völlig freiwillig fast einen Liter stilles Wasser. Klar, die Mengen die das Kind wegschwitzte, müssen nachgefülllt werden. 

Die nächste Hysterie-Welle die durch die Menschen schwappte bezieht sich ja auf urzeitliche Gelüste und haben etwas mit Feuer zu tun. Genau. Das Grillen. Kaum wird klar, dass die Sonne am Himmel steht, die Temperatur zweistellig ist - wird "angegrillt". Alleine dieses Wort!! Und nein, auch im Hause M. lies sich dieser Hype nicht umgehen. Mann (!!) will grillen. Unbedingt und partout. Und wundert sich dann doch, dass es Samstag Abend um 18 Uhr keine Bratwürstchen mehr an der Frischetheke gibt. Komisch, komisch denkt sich die Frau des Hauses leise grinsend und wandert langsam zu den SB-Packungen Grillwürsten. Für die "last Minute" - Griller muss das reichen. 

Und so gab es gestern Abend die Light-Version auf dem Elektrogrill und heute Mittag die echte, die richtige, die einzig wahre Grill-Orgie mit Holzkohle. 

Mann (!!) ist glücklich. 

Na immerhin. Wenn das so einfach ist  ;-D

Ich bin eben komisch. Oder anders. Oder irre. Wie immer man das nimmt. Fassen wir zusammen: 

  • ich verfalle nicht in euphorische Ekstase, wenn es heiß wird
  • ich trage kein rotes Kreuzchen im Kalender ein, wenn "angegrillt" wird
  • ich weiß, das Robbie Williams noch lebt (DAS allerdings macht mich bestimmt nicht anders *gg*)
  • weitere Kleinigkeiten wie fehlendes Kleider-und Schuhkaufgen und der Grusel vor langen Fingernägeln, sowie der Besitz von jeweils immer nur EINER Handtasche gleichzeitig,
habe ich gar nicht erst erwähnt. Das sprengt mir ja das Posting. Wer will das schon.

Und? Was macht Euch so "anders"??

Sonntag, 27. März 2011

Frühlingsgefühle mal anders

Es sieht so wunderschön aus, der blaue Himmel, die rosa Blüten. 

Ich wünschte, alles könnte so einfach sein, wie das immer wiederkehrende erblühen im Frühling. 

Das klingt mächtig pathetisch, ist aber tatsächlich dass, was ich gerade fühle. Der Stein im Magen ist heute noch schwerer als schon seit Wochen. Das neue Datum ist der 05.04.2011. Ob die Blüten dann immer noch blühen?

Sonntag, 20. März 2011

Schatten aller Art

Ein tolles Wochenende, wirklich, ganz entzückend.. Ich weiß, in unserer Lage im Moment, sollte  ich mich nicht über so nebensächliche Dinge aufregen, seufz, aber evtl. ist es ja auch einfach normal, dass es einem trotzdem auf den Keks geht. Sinnlos hin oder her. Ich möchte bittedanke trotzdem, dass Mr.Murphy sich vom Acker macht. Gestern Morgen begann der Spaß - und ich bin mir noch nicht sicher, ob hier vielleicht Kurt Felix aus der Rente zurückgekehrt ist. Wer weiß das schon. 
Es ist zwar Samstag morgen, aber es gibt leider Messetage, an denen auch ich teilnehmen muss als Mitarbeiterin unserer Firma. So durfte ich also um 06:30 Uhr duschen um gerade soooo fertig zu werden, als das Wasser eisekalt wird. EISEKALT. *huah*. Gut. Die spätere Diagnose des Ehegatten lautet - Durchlauferhitzer kaputt. Fein. An einem Samstag, an dem er + ich arbeiten müssen und niemand die Möglichkeit hat, einen auf die Schnelle neu zu kaufen. 

Sprich. Das Wasser im oberen Stock ist weiterhin eiskalt. Duschen geht nun nur hier unten, immerhin ein Luxusproblem weniger, wenn auch super lästig, jetzt morgens erst hier runter zu watscheln, um geduscht wieder hochzudackeln. Das untere Bad ist nämlich gemeinhin mehr eine Wasch-und Trockenräumlichkeit für unsere Wäsche. Aber gut. 

Weiter mit Mr.Murphy. 

Um 09:00 Uhr auf dem Messestand mit völlig normaler Stimme, um 12:00 Uhr bereits stark angeschlagenes Sprechorgan, gestern Abend gegen 19:00 Uhr wieder daheim, war ich teilweise kaum noch in der Lage einen Ton hervorzubringen. Ein bisschen flüstern ging noch. Fein.

Heute früh. Aufwachen. Aufstehen. Räuspern. Sprechen, ok, geht etwas besser, zwar deutlich heiser und kratzig, aber etwas verständlicher als gestern Abend. Dafür ist das rechte Ohr zu. Bombenfest. Es dröhnt im Kopf beim sprechen  krächzen und der Druck ist äußerst lästig. Ganz zu schweigen von dem blöden Gefühl, hoffentlich wirklich nur ein infektbedingtes Ohrproblem zu haben und nicht mehr. Immerhin jährt sich mein Hörsturz mit treuem Tinnitus im April ein Jahr. Braucht kein Mensch, dass sich das auf dem anderen Ohr wiederholt. 

Gut. Kann man bekanntlich nicht ändern, also runter zum Frühstücken. Mit Dröhnohr. Um 10 min. später vom Ehegatten gefragt zu werden, ob man denn im Kühlschrank den Kälteregler runtergedreht hätte. Es wäre alles so warm. Nö. Natürlich nicht. Eine kurze Inspektion des Gefrierfaches ergibt - KÜHLSCHRANK KAPUTT. Alles abgetaut. 

*aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrggh*. 

Guten Morgen. 

Die Lebensmittel die noch tauglich sind wohnen jetzt in unserem Wäschekorb, im unteren Bad, mit gekipptem Fenster. Damit es einigermaßen kühl bleibt. Was zur Folge hat, dass ich morgen früh vor dem Duschen erstmal die Badewanne frei räumen darf. Wenn ich nicht vorher schockgefroren bin, da das Fenster über Nacht aufsteht und die Heizung aus ist. 

Prima Aussichten für einen Start in die neue Woche. 

Fragt sich, ob ich nun einen Doc aufsuche und mein  Ohr reparieren lasse oder einen Kühlschrank kaufen fahre?

Hat irgendjemand Interesse an Mr.Murphy? Wir haben ihn echt günstig abzugeben?

Bleibt am Ende nur eine schöne Aussicht zum posten - die vom heutigen Nachmittag, als wir einen Mini-Ausflug zu einer Schleuse gemacht haben, um Schiffe zu beobachten. Zu mehr Aktivitäten hat es dann nicht mehr gereicht ;-D 


                                         

Dienstag, 15. März 2011

Leben wie es ist

Was dieser Tage so alles passiert, passt im Grunde ja nicht in einen alltäglichen Blog wie der meine hier. Und doch habe ich jetzt nach ein bisschen Luftholen, abwarten und schauen, den Weg zur Tastatur zurückgefunden. 

Da ist auf der einen Seite die familiäre Situation seit 3 Wochen am Rande des Super-Gau´s, unerträglich für alle bis zum gehtnichtmehr in die Länge gezogen, warten wir noch immer. Auf ein Ergebnis, auf das "was-wird-kommen" auf das "was-passiert-jetzt". So wie es aussieht ist der nächste Haltstop am 22.03.

Auf der anderen Seite nun zeitgleich die nukleare Katastrophe in Japan. Unvorstellbare Bilder, Nachrichten, Worte im Radio, die sich alle anfühlen, wie in einem dieser typischen Endzeitszenario-Filmen. Tagelang war mir jetzt flau im Magen, ständig habe ich Bilder von "The Day after" im Kopf, der Film, den wir Jugendlichen in den 80 iger in der Schule gucken durften. Der Tag nach der Atombombe. Ein Film, der sich mir ins Hirn eingebrannt hat. 

Dann Tschernobyl. Auch da Erinnerungen. 26. April 1986, 1 Woche vor meinem 17.Geburtstag. Bis heute ist die Region unbewohnbar. 

Und nun diese Bilder, die schon fast die verheerenden Folgen des Tsunamis verdrängen. Explosionen in einem AKW. 

Mittendrin dann, in diesem Chaos, die tanzenden Beine oben im Bild. Am Samstag Abend. Gleich auf zwei Feiern, einmal ein 50.Geburtstag, einmal ein  33.Geburtstag. 

Das Leben was sich mittendrin weiter abspielt. Für eine Nacht mal nicht an persönliche oder weltbewegende Super-Gau´s denken. 

So ist das wohl. Alles auf einmal.

Donnerstag, 10. März 2011

Weiter im Wartehäuschen


... ist eine Tugend, meine ich irgendwann mal gehört oder gelesen zu haben. Nun, wie auch immer, diese Tugend müssen wir dieser Tage alle massiv üben. Wieder ist alles nur aufgeschoben, wieder heißt es warten, wieder ein neuer Termin, nein zwei diesmal und dazwischen - warten. Zwischendurch fühlt man sich wieder wie in der bereits erwähnten Luftblase, so ein kleines Vakuum zwischen "ist" und "wird". Was wird kommen, dass wissen wir immer noch nicht. Warten. Diesmal auf Montag. Erstmal. 

Dienstag, 1. März 2011

Alles oder Nichts - Warten

Es ist wie eine Luftblase in der wir schweben und warten, dass diese angepiekt wird und wir alle auf den Boden fallen.. Bis Donnerstag noch mindestens.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Alles oder nichts

Während dem Warten auf existenzielle, lebensbedrohliche (oder eben nicht) Nachrichten, fängt es an zu schneien.

Ist das ein gutes oder ein schlechtes Omen?

Samstag, 12. Februar 2011

Immer wenn sie Pillen nahm ..

.. ich finde, die gehen doch NOCH größer, oder??


.. dann könnte ich mir nämlich gleich das Mittagessen sparen ;-D

Freitag, 11. Februar 2011

Wer hat noch nicht.. wer will nochmal..

Und eine weitere Packung für die volle Dröhnung ...

Donnerstag, 10. Februar 2011

(Un)ruhe


Wirklich positiv an der Bazillen-Geschichte ist natürlich die Möglichkeit, in Ruhe sein Buch zu Ende zu lesen. Wenn man nicht gerade abgelenkt wird vom Internet, vom Intelligenz-TV, vom neuen Handy (das man noch längst nicht wirklich verstanden hat..)... oder vom "jetzt-geh-ich-erstmal-duschen" über, "ich -koch-mir-mal-schnell-einen-Tee" zu "hier-ist-schlechte-Luft-ich-lüfte-mal-eben" .. bis ich wirklich mal mit Ruhe auf der Couch sitzenbleibe.... ist es denn zu glauben. Da ist niemand der einen daran hindert, nur die innere Unruhe ;-D


Luxusprobleme pur.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Bazillen-Party


Ach, es ist doch immer wieder schön. Draußen scheint die Sonne und ich feiere eine Party alleine auf der Couch zusammen mit Salbutamol und noch diversen anderen leckeren Sachen. Immerhin findet die Umwelt meine raue Stimme sehr belustigend, das ist doch schon mal was ;-D

Wenn ich so im Alltagsgeflitze stecke, ist die Vorstellung von einem ruhigen Tag auf der Couch immer sehr verlockend. Mit dickem Kopf, verstopften Bronchien und null Energie allerdings ist es eher weniger prickelnd. Was der TV so zu bieten hat, kann ich jetzt auch nicht als das total Highlight bezeichnen und ich fürchte, einen zweiten Tag mit dieser Form von Intelligenzfernsehen und auch meine letzte Hirnzelle gibt den Geist auf...

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Lebensretter gesucht


Schaut Euch dieses Video an
, für alle, die noch nicht bei der DKMS registriert sind:

"Lebensretter für Andrea"