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Mittwoch, 3. Dezember 2014

Und es ist noch nicht zu Ende..

Heute muss ich ein bisschen Polemik im Netz verbreiten, ich bitte daher schon im Vorfeld um Nachsicht und betone, dass ganz bestimmt nicht alle der genannten Personengruppen so sind, wie von mir hier beschrieben. Meine emotionale Stimmung ist gerade im Ausnahmezustand und daher nicht zu überlegten und absolut gerechten Äußerungen geeignet. .. 

Die letzten 12 Monate waren nun nicht wirklich witzig, im positivsten Sinne kann man sie als "äußerst lehrreich" bezeichnen. Und wie gerne und allgemein betont, stärken einen Krisen ja am Ende immer. Ok, demzufolge muss ich inzwischen echt verflixt gestärkt sein.. und ja, in manchen Dingen ist es tatsächlich so. 

"Sieh nicht immer alles so negativ" ist ein Satz, der mir bis vor einigen Monaten gerne und häufig an den Kopf geknallt wurde, so lange, bis es mich schon aggressiv gemacht hat und innerlich ganz irre. Ich bin ein Grübler, ein Denker und Zerleger, in allen Einzelheiten muss ich Dinge die mir passieren auseinandernehmen - und - das ist eben das größte Problem daran, ich muss es aussprechen, um es sortiert zu kriegen. Nun konnte allerdings selbst ich nicht so negativ denken, wie das ein oder andere gelaufen ist (vieles lief ja gottseidank positiv) und das mag schon was  heißen. Mich noch negativ zu überraschen. 

Jetzt kann man sich von Menschen trennen, die einem nicht gut tun. Schwieriger wird es dann mit dem Berufsleben. Seit einem Vierteljahrhundert, langweilig und spießig, bin ich bei dem gleichen Arbeitgeber. Es war nie nur "ein Job", nie ein "nine-to-five"-runterreiß-Ding, sondern echt ein toller Laden, wunderbare Kollegen/innen und es hat immer richtig Spaß gebracht. Es gab viele, viele, viele Veränderungen, Umstruktuierungen etc. Nicht alles schön, nicht immer einfach. Aber es war im Vergleich zu anderen Firmen, immer noch "jammern auf hohem Niveau". 

Nun drohten seit Sommer neue Umstruktuierungen, sie wurden teilweise eingeläutet und andere hingen wie dunkle Wolken über uns.

"Denk nicht so negativ" kam nicht selten. 

Vor drei Wochen nun der erste Schlag. Harte, heftige, gnadenlose Maßnahmen wurden bekannt gegeben. Wir waren deutschlandweit geschockt. Jetzt hatten sich die Wellen gelegt, ein bisschen Ruhe trat ein, dachte man, das war es jetzt. 

Fehlanzeige. 22 Tage vor Weihnachten, unerwartet, von keinem, selbst nicht von MIR Grübler, folgte die zweite Welle. Ohne Vorwarnung, nicht zu sehen, knallte man von hinten in die übriggebliebenen Reihen. Sorry, für meine reißerischen Worte, aber mir fällt nichts anderes dazu ein. 

Weinende Kollegen in der Betriebsküche und Fassungslosigkeit überall. Und die Frage, wann kommt der nächste Schlag? Niemand weiß mehr was passiert, keiner. Alle sind sprachlos. 

Studierte, promovierte Manager .. die seitenweise Power-Point-Präsentationen an die Wand geworfen haben, die Normalos nur als bunte Bilder mit hübschen Punkten und abertausend Zahlen defnieren können, diese Manager stehen Kaugummikauend da und erzählen? Ja was? Worte ohne Ende. Aber ohne Inhalt. 

Und ohne Werte, ohne Menschenwürde und - für mich - ohne Moral werden hier menschliche Existenzen mal eben vom Tisch gefegt. Menschen, die offenbar den großen Fehler gemacht haben, nicht zu studieren (Achtung Polemik) und es nicht "zu was gebracht" haben, außer, einen guten kaufmännischen oder auch technischen Beruf zu lernen und diesen ordentlich abzuliefern. 

Selbst dran Schuld? Könnten sich diese Menschen an Weihnachten den Wohlstandsbauch kraulen und ihre Großtaten bewundern, hätten sie was "besseres" gelernt? Könnten sie satt und selbstzufrieden Weihnachten genießen, den nächsten Urlaub planen und ausblenden was anderen jetzt passiert?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es - bei allem Verständnis für betriebsbedingte Entscheidungen, die nun mal sein müssen, ja - bei diesen Personen so etwas wie  Anstand, Würde, Moral und Werte nicht zu geben scheint. 

Mir fehlen noch immer die Worte. Ich bin tatsächlich nur eine langweilige kaufmännische Angestellte und ich war es immer gerne. Mir wars stets klar, dass ich kein Chef sein möchte, das ginge bei mir gar nicht. Und trotzdem hatte ich viele, viele Jahre lang "Menschen" als Vorgesetzte. Und diese waren, man höre und staune, nicht studiert, nicht promoviert, sondern hatten als einfache Angestellte in unserem Laden angefangen. Zufall?

Und so waren auch wir Mitarbeiter Menschen, nicht Zahlen, wir waren Lebewesen mit Hintergrund, mit Gefühlen mit Ängsten und Sorgen, mit Familien und Verpflichtungen. Und ich durfte immer erleben, dass das bei uns zählte. Sehr viel. 

Nein, wir sind kein kleiner Laden. Waren wir auch nie. Ja, die Zeiten ändern sich. Ja, Veränderungen gehören dazu. Ja, ich habe keine Ahnung von Betriebswirtschaft. 

Aber ich habe Ahnung von Menschlichkeit, von Vertrauen und von Würde. Plump, auch von Anstand. 

Das was meine Kollegen/innen und ich jetzt erleben, hat nichts damit zu tun. Ganz kindisch gesagt, "das macht man einfach nicht". Punkt. 

Drei Wochen lang in Sicherheit wiegen um dann ahnungslose Kollegen zum Gespräch zu bitten. Die an alles denken, nur nicht, dass nachgeladen wird. Nach der ersten Welle im "Totalen", folgen die Einzelschüsse. 

Freunde - das Jahr 2014 kann ich in mein Geschichtsbuch schreiben. Das braucht niemand. 

Und wenn mir nochmal einer sagt, "denk nicht so negativ"; der wird es leider, leider, leider, nicht überleben ..

Samstag, 23. März 2013

Flashmob

Ich liebe es. Und weil es für mehr zur Zeit nicht reicht, auch heute wieder, anclicken, gucken, zuhören und genießen ;-) 



Freitag, 22. März 2013

Ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Ja, ich lebe noch, nach diversen grippalen Infekten aller Familienmitglieder und anschließenden Windpocken vom Tochterkind, mitten in den Kommunionsvorbereitungen und Terminchaos, hier ein Lebenszeichen, dass einem schlicht ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Wunderbar. Ich wünsche Euch beim angucken einen ganz zauberhaften Moment des Glücks!

Mittwoch, 23. Januar 2013

Gute Nacht

Manche Tage sind echt nicht so idyllisch wie sie am frühen Morgen aussehen;-)
Nix wie ab ins Bett ..

Mittwoch, 28. November 2012

.. ich bin dann mal im Bett..




Müde + Bauch + langer Tag = Decke übern Kopf

Montag, 28. Mai 2012

Warnung

..bissig!

So ein Schild hätte man mir heute umhängen können, besser wäre das. Es gibt Zeiten, da ist Frau einfach hochgefährlich. 

Bitte nicht anschauen, nicht daneben atmen und schon gar nicht ansprechen.

Samstag, 14. April 2012

Dienstag

Nein, das ist nicht die Wandfarbe ;-D
Was sich Montags so gemütlich und kuschlig angetan hat, änderte sich trotz Urlaub und Schulferien am Dientag gleich wieder drastisch. Um 08:30 Uhr bereits einen Zahnarzttermin fürs Tochterkind, suuuuuper. Was muss die blöde Plombe auch rausfallen und warum um alles in der Welt muss man fast 25 min. in so einem Mini-noch-Babyzahn rumbohren??? 

Ob mich der anschließende Baumarktbesuch mehr erfreut hat, um neue Wandfarbe auszusuchen? Hund fands doof, wir dafür umso schneller die passende Farbe. Der Herr Ehegespons hat dann auch brav den restlichen Tag bis spät in den Abend das Wohnzimmer weiter renoviert.. und wir tappsten halt so sinnlos zwischem dem Chaos hin und her.. Kind, Hund und die (reichlich angenervte) alte Frau Mama.. !

Freitag, 9. Dezember 2011

Blacky ist seiner Mama gefolgt

Jetzt sind sie wieder zusammen, im Himmel. Mama + Sohn. 

Uns bleibt ein leerer Hasenstall und die Erinnerung an 7 schöne Jahre mit Häschen vor dem Fenster ;-(

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Heaven ist im Himmel

Knapp 7 Jahre alt ist sie geworden, unsere Hasen-Mama, nicht einen einzigen Tag krank, immer fit und 9-fache Mama .. heute lag sie tot im Stall. Mach´s gut Heaven, grüße mir Deine Familie da oben im Himmel und für Blacky suche ich schon eine neue Gefährtin, so alleine ist das schrecklich traurig für ihn .. 

Freitag, 11. November 2011

Helau

 Die närrische Zeit beginnt, wenn ich auch immer nicht so wirklich im Einklang damit bin, so kurz nach dem Sommer und drei gefühlte Tage vor Weihnachten im Radio Faschingsmusik zu hören. Aber, es gehört dazu, die Kampagne startet und heute, mit diesem besonderen Tag, muss ich natürlich auch für ein paar Elfer im Blog sorgen. Geht ja nicht anders ;-D 

Sonntag, 6. November 2011

19 Grad im Nomber

Da soll noch mal einer sagen, der November ist kalt und grau. Nichts davon zu sehen, wenn man die Nase vor die Tür steckt. Der örtliche Temperaturanzeiger in der Stadt zeigte mir gegen 15:30 Uhr stattliche 19 Grad C im Schatten, was für November doch eine ordentliche Hausnummer ist. Ich gebe zu, meine müden Zellen hätten nichts gegen kalt, windig und verregnet gehabt, hätte ich mich doch ohne schlechtes Gewissen auf dem Sofa einrollen können. Schlafmangel ausgleichen. Um 3 Uhr in der Nacht erst ins Bett zu kommen, ist nicht die ganz gängige Zeit für mich und macht sich in leicht unausgeglichenen Gemütszustand und hinkender Gedächtnisleistung bemerkbar. Da wir aber über ein äußerst aktives 8 jähriges Tochterkind verfügen, kann man sich Gedanken an einen ruhigen Tag auf der Couch gleich mal von der Backe malen. Dieses zappelige Ding um einen herum, dass wahlweise ständig plaudert oder aber alle 40 sec. etwas zeigen will und jeden Satz mit "Mama" beginnt, lässt einen freiwillig unter die Dusche springen und mit dem Kindelein ganz pädagogisch einwandfrei den Nachmittag an der frischen Luft verbringen. 

Tochter an den Füßen mit Inlinern berollt dokumentiert zwar weiterhin nonstop jede Bewegung, aber die Sonne lacht dabei so nett vom Himmel, dass auch übermüdete Muddis das gebacken bekommen ;-D

Nun ist das wuselige Ding frisch gewässert im Schlafanzug und der Abend kann kommen. 

Und mein Bett. 

SCHLAFEN ;-D

Sonntag, 2. Oktober 2011

Zum Davonlaufen..


... waren die vergangen zwei Wochen .. wirklich wortlos, wie es manchmal so ist im Leben. Naja, ich bin trotzdem nicht weg, sondern immer noch dort zu finden, wie üblich. Immerhin macht es einem die Sonne vor der Tür etwas angenehmer, ist es doch wie im Sommer. So könnte es meinetwegen auch gerne bleiben, die Temperaturen sind äußerst fein, nicht zu heiß und sogar in der direkten Sonne aushaltbar. Nachts schön kühl, damit man schlafen kann, so bin ich sehr zufrieden mit dem Wetterchen. 

Nun, heute werden wir Geburtstag feiern
und daher hier die allerliebsten Glückwünsche und von Herzen alles Liebe
zum Geburtstag für meine Mama. 
Wir wünschen Dir heute einen entspannten Tag, die Sonne strahlt schon für Dich 
und wir hoffen, Du freust Dich schon auf die ganze Meute ;-D

Happy Birthday Mama, wir haben Dich alle sehr, sehr lieb!!

Mittwoch, 29. Juni 2011

Zwischenzeugnis 2011

Wenn man nicht aufpasst, flutscht einem die Zeit durch die Finger, wie so oft. Ähnlich, wie wenn man versucht, mit den Händen Wasser aufzuhalten. Relativ sinnlos, nicht wahr?. Und so haben wir schon wieder die Hälfte eines Jahres (war es nicht eben noch neu?) hinter uns gebracht. Zack. 

Ich selbst bewege mich im Moment mehr wie ein Pingpong-Ball durchs Leben und wusele vor mich hin. Das Tochterkind wächst und wird mir bestimmt bald erklären, dass sie ausziehen wird. Aber okay, noch bekomme ich treuherzig erklärt, das sie bestimmt "nieeeee auszieht und immer bei uns bleiben will". *mutterherzschmilzt*. Also mache ich langsam und besinne mich auf die 6 Wochen (es sind ja sogar 6,5 Wochen) Sommerferien, die vor dem eben erst eingeschulten Wesen liegen. Das erste Zeugnis haben wir erhalten und mit einem breiten Grinsen quittiert. Steht dort doch im allerersten Satz

"C ist ein lebhaftes, mitteilungsfreudiges und aufgeschlossenes Kind". 

Was sagt uns das? 

Von wem das Kind das hat? *unschuldigguck* Keine Ahnung. Wirklich. Wir sind eine Familie introvertierter, stiller und in sich gekehrter Wesen..*schwör**fingerkreuz*

Tja, wenn ich sonst so Bilanz ziehe für die erste Jahreshälfte 2011?

Dominiert hat das Jahr bisher die Krankheit. Da verbrenne ich jedes Silvester Zettel mit solchen bösen Dingen darauf und was passiert? Der Mist hält gerade mal bis Februar um dann die Familie ins Chaos zu stürzen. Die tapfere Mama hat es bisher recht gut gemeistert und nutzt die zweite Jahreshälfte hoffentlich zum erholen. 

Menschen sind in mein Leben getreten, die mich bereits jetzt sehr bereichern. Unter anderem eine Art von "Networking for Muddis", alles entstanden in der örtlichen Eisdiele, die sich hier zum zentralen Mittelpunkt der Stadt entwickelt hat. Man trifft sich "bei Leo" und man weiß, dort ist man nie lange alleine. Immer jemand da, den man kennt. Und woraus sich hoch spannende und sehr lustige Projekte entwickeln. Man darf gespannt sein. 

Auch sonst gibt es interessante und tolle Begegnungen, die mir zeigen, auch 2011 hat wunderbare Seiten, trotz dem miesen Start. Ich bin sehr dankbar dafür. Alles in allem also noch etwas unausgewogen, mit negativem Anfang, zeigt sich jetzt doch der entschlossene Kampf zur Verbesserung. Eine gute 3- also bisher mit deutlicher Tendenz zur 2.

Und? Wie ist die Bilanz bei Euch vom ersten Halbjahr 2011? Welche Noten bekommt Euer Jahr im Zwischenzeugnis?

Mit dieser Frage und meinem derzeitigen Lieblingslied werde ich jetzt mal das Abendprogramm starten, das Ferienkind hält nämlich im Moment nicht viel davon, um 20 Uhr wie üblich im Bett zu liegen ;-D

Samstag, 7. Mai 2011

Heiße Phasen

Was für eine Woche. Ich kam nicht wirklich zum bloggen, daher nun in Kurzfassung ein paar Stichpunkte, denn dann muss die Frau aus dem Neandertal dringend den Wasserverbrauch ankurbeln und duschen gehen.

Seit Montag steht dieser wunderschöne Blumenstrauß auf meinem Tisch. Mein Dank geht an Herrn AB aus A, der mich zwar nicht mit seiner persönlichen Anwesenheit ehrte, dieses aber mit einem Fleurop-Gruß versuchte auszugeleichen. Fast gelungen Herr AB, aber wenn 2012 nicht Dein Hintern hier auf unserem Sofa sitzt an meinem Geburtstag, muss ich leider drastische Maßnahmen einleiten ;-D
Wieder ein Jahr älter startete ich in die Woche und kämpfte noch immer mit dem Schlafmangel vom Wochenende, an dem ich es mir angetan habe, in den Mai zu tanzen und erst um 5 Uhr in der Früh ins Bett zu finden. Das ist zwar sehr nett und sehr lustig, aber dauert einfach im Nachgang zu lange, bevor ich wieder ich wieder einigermaßen kompatibel mit dem Alltag bin. Meine Herren. 

Ab Dienstag dann ging unsere unendliche Geschichte in die nächste Runde. Wieder Krankenhaus. Und seit gestern vormittag nun eine der übelsten Schritte hinter uns. Eine knapp 5 stündige OP und nun hat sie einen Lungenlappen und einige Lymphdrüsen weniger. So eine Intensivstation ist auch nicht das, was ich täglich besuchen möchte, es schlägt einem ordentlich aufs Gemüt, seine Mutter da so liegen zu sehen. Verkabelt und mit Sauerstoffmaske und mit Schmerzen. 

Tapfer ist sie, ein absolutes Stehaufmädchen und heute früh konnten wir schon telefonieren und sie war sogar schon aufgestanden um sich selbst zu waschen. Der Hammer. Ich würde da liegen und vor mich hinfiepen und überlegen, ob ich im Winter diesen Jahres aufstehe oder doch erst nächstes Jahr. 

Was bin ich stolz auf unsere Mama!!!!
Zwischendrin in diesem Kampf, spuckte Neffe Nr. 4, um seine Mama anzustecken, die dann auch gleich noch eine fette Erkältung mit einpackte und am Ende fing dann Neffe Nr. 3 mit spucken an.

Nicht zu vergessen, dass ein paar geistige Tiefflieger in der Nacht zum Freitag (dem OP-Tag) den geliebten Schrebergarten meines Vater verwüsteten. Blumentöpfe in den Teich geschmissen haben und in der Hütte Sonnencreme rumgespritzt. 

Mein Vater ist 67 Jahre alt, selbst gesundheitlich alles andere als fit, ziemlich durch den Wind wegen unsere Mama und dann noch sowas. 

Wenn ich diese Idioten in die Finger bekäme, ich weiß nicht, was ich täte. Wie bescheuert kann ein Mensch denn sein?

Morgen nun ist Muttertag und gleichzeitig der 30.Geburtstag vom jüngsten Schwesterlein , der armen  Socke, die ja auch immer noch krank ist. Vor 23 Jahren musste sie schon einmal einen Geburtstag ohne unsere Mama feiern, die damals mit Krebsrunde Nr. 1  im Krankenhaus lag. Ich hoffe, das war jetzt die letzte Wiederholung und die nächsten 30 Jahre ist sie bei allen Geburtstage wieder dabei.

Ihr seht, es wirklich sehr spaßig hier im Moment, aber da muss man durch und immerhin, eine Hürde auf dem Weg gegen den Mist, hat meine Mutter nun wieder hinter sich!!! Zum Glück. Warten wir jetzt noch auf die histologischen Ergebnisse. 

Daumendrücker werden gerne angenommen!

Euch allen noch ein sonniges Restwochenende, ich gehe mich jetzt mal eine Runde abstauben und dann mit dem Kind ein bisschen Fahrradfahren ;-D

Mittwoch, 6. April 2011

Zimmer mit Aussicht

Der Blick aus dem Fenster ist ja nun nicht der übelste, dass gebe ich ja zu. Trotzdem wäre es schöner, man müsste ihn nicht kennenlernen. Aber so ist es nun und da liegt sie, in einem 2-Bett-Zimmer, mit einem Schlauch der in ihrer Lunge steckt und in einem tragbaren Blut-Köfferchen endet. Die dritte Runde mit diesen elenden Zellen, die meinen, sie müssten sich an den unmöglichsten Stellen entarten und vermehren. Ich weiß nicht, warum die das immer machen, aber nun müssen wir nach vorne schauen.

Die Sonne strahlt am Himmel und drinnen läuft man an Stationen vorbei, auf denen "Kinderintensiv" steht und einem eine Gänsehaut verpasst, man sieht Menschen mit Verbänden, auf dem Kopf, auf der Nase, am Hals, zwischendrin Väter mit seligem Lächeln auf der Wöchnerinnen-Station und weinende Frauen die ihren Männern am Aufzug auf Wiedersehen sagen mit den Worten "fahr vorsichtig".

Unten im Eingangsbereich eine Information, die einen an eine Hotelrezeption erinnert und Ladengeschäfte wie eine Shopping-Mall. Das Gebäude ist so unglaublich groß, dass ich vermutlich drei Tage brauchen würde, um mich nicht mehr zu verlaufen. Die Hinweisschilder sind unfassbar riesig und überladen und um sein Auto auf dem bombastischen Parkplatz wiederzufinden, benötigt man ein Navi.

Es scheint aber eine gute Klinik zu sein. Und wir sind einen Schritt weiter. Endlich.

Freitag, 1. April 2011

Terminchaos

Ist ja nun zur Zeit ohnehin alles nicht wirklich gute Laune fördernd, aber nun hat es mir den zweiten Termin diese Woche zerhackt *knirsch* und naja, dass finde ich jetzt nicht so t_o_l_l *kreisch*

Termin 1 war gestern Nachmittag, habe ich seit einem halben Jahr und die Uhrzeit wurde schon einmal vorverlegt, was ich aber nicht schlimm fand. Ein bisschen blöd allerdings war dann der Anruf auf dem Handy (meine Schwester das gute Stück ist dort Sprechstundenhilfe *nenntmandasso?) um zu fragen, ob ich schon losgefahren wäre. Naja, nicht nur das, ich war bereits am Ort angekommen, hatte gerade geparkt und einen Parkschein gezogen. Im strömenden Regen. Gut, dem Arzt ginge es nicht so gut und überhaupt wären so viele Patienten ..und ob ich denn bitte den Termin verschieben könnte. 

Seufz. Na gut. Frau ist ja nett und schenkt der Stadt den Parkschein und fährt mit dem freudestrahlenden Kind (das nämlich null Lust hatte, die blöde Mutter zum Arzt zu begleiten) wieder heim. Die Rechnung für 20 Euro beim Schle....er und die 7 Euro für eine "Hanni + Nanni"-DVD die ich daraufhin kurzerhand kaufte, werde ich incl. Parkschein am besten dem Herrn Doktor mitbringen, oder? Ich meine - ich hätte das Geld ja gar nicht ausgeben KÖNNEN, wäre ich wie geplant in der Praxis gewesen ;-D ?? ODER??

Termin 2 wäre JETZT. Persönlich im Friseursalon ausgemacht und von mir in meinen Taschenkalender notiert (sonst wäre der Termin 3 min. später vergessen.. ) steht da heute: 13:30 Uhr Friseur. 

Um 13:10 Uhr klingelt das Telefon und der Salon ist dran ."Frau M. sie hatten um 13:00 Uhr heute einen Termin??"

Äh, nein, hatte ich nicht. Gut, darüber lässt sich streiten, was aber sinnlos ist. 

Nun soll ich bitte um 14:15 Uhr kommen. 

Ja, denn. Mach´ich das mal. 

Die grauen Haare warten schließlich auch nicht mit wachsen ;-D

Sonntag, 27. März 2011

Frühlingsgefühle mal anders

Es sieht so wunderschön aus, der blaue Himmel, die rosa Blüten. 

Ich wünschte, alles könnte so einfach sein, wie das immer wiederkehrende erblühen im Frühling. 

Das klingt mächtig pathetisch, ist aber tatsächlich dass, was ich gerade fühle. Der Stein im Magen ist heute noch schwerer als schon seit Wochen. Das neue Datum ist der 05.04.2011. Ob die Blüten dann immer noch blühen?

Dienstag, 15. März 2011

Leben wie es ist

Was dieser Tage so alles passiert, passt im Grunde ja nicht in einen alltäglichen Blog wie der meine hier. Und doch habe ich jetzt nach ein bisschen Luftholen, abwarten und schauen, den Weg zur Tastatur zurückgefunden. 

Da ist auf der einen Seite die familiäre Situation seit 3 Wochen am Rande des Super-Gau´s, unerträglich für alle bis zum gehtnichtmehr in die Länge gezogen, warten wir noch immer. Auf ein Ergebnis, auf das "was-wird-kommen" auf das "was-passiert-jetzt". So wie es aussieht ist der nächste Haltstop am 22.03.

Auf der anderen Seite nun zeitgleich die nukleare Katastrophe in Japan. Unvorstellbare Bilder, Nachrichten, Worte im Radio, die sich alle anfühlen, wie in einem dieser typischen Endzeitszenario-Filmen. Tagelang war mir jetzt flau im Magen, ständig habe ich Bilder von "The Day after" im Kopf, der Film, den wir Jugendlichen in den 80 iger in der Schule gucken durften. Der Tag nach der Atombombe. Ein Film, der sich mir ins Hirn eingebrannt hat. 

Dann Tschernobyl. Auch da Erinnerungen. 26. April 1986, 1 Woche vor meinem 17.Geburtstag. Bis heute ist die Region unbewohnbar. 

Und nun diese Bilder, die schon fast die verheerenden Folgen des Tsunamis verdrängen. Explosionen in einem AKW. 

Mittendrin dann, in diesem Chaos, die tanzenden Beine oben im Bild. Am Samstag Abend. Gleich auf zwei Feiern, einmal ein 50.Geburtstag, einmal ein  33.Geburtstag. 

Das Leben was sich mittendrin weiter abspielt. Für eine Nacht mal nicht an persönliche oder weltbewegende Super-Gau´s denken. 

So ist das wohl. Alles auf einmal.

Donnerstag, 10. März 2011

Weiter im Wartehäuschen


... ist eine Tugend, meine ich irgendwann mal gehört oder gelesen zu haben. Nun, wie auch immer, diese Tugend müssen wir dieser Tage alle massiv üben. Wieder ist alles nur aufgeschoben, wieder heißt es warten, wieder ein neuer Termin, nein zwei diesmal und dazwischen - warten. Zwischendurch fühlt man sich wieder wie in der bereits erwähnten Luftblase, so ein kleines Vakuum zwischen "ist" und "wird". Was wird kommen, dass wissen wir immer noch nicht. Warten. Diesmal auf Montag. Erstmal. 

Mittwoch, 2. März 2011

Farbe ins Grau

Umtriebig bin ich, unruhig und ein bisschen unstet und wechsele daher seit gestern ständig hier die Blog-Optik. So ganz zufrieden bin ich noch immer nicht, weiß ich doch nicht, wie ich den Spruch oben im Header etwas mittiger anbringen kann und ein Bild direkt daneben. Bin ich zu doof für. Irgendwie. 

Grundsätzlich jedoch musste etwas anderes her, mal wieder, ein neues Kleid, eine andere Farbe. Etwas fröhlicher, auch wenn das Warten einen ganz grau macht. So bin ich aber abgelenkt und verzweifele zur Abwechslung nur daran, dass ich keine HTML-Kenntnisse besitze und nur ein geringes Maß an Geduld am PC. 

Ich könnte natürlich auch schon längst im kuschligen Bett weilen und mein Buch weiterlesen, aber wie so oft, bin ich jetzt hier kleben geblieben. Grübele ich doch auch noch nach, was ich im Blog noch als Abwechslung einbringen kann. Aber meine zwei Hirnzellen streiten sich offensichtlich nur über den besseren Schlafplatz in den Gehirnwindungen und haben kein Interesse daran, mal produktiv etwas zu leisten.
Alles in allem gefällt es mir aber recht gut und ich hoffe, Euch auch ;-D