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Dienstag, 6. November 2012

Kurzmeldungen

 Ächt jetzt, damit habe ich ja nicht gerechnet, mit einem kurzen Seitenblick ins Blog zu entdecken, wie lange hier schon genau nix passiert ist. Jetzt könnte ich mich lang und breit und überhaupt darüber auslassen, warum und wieso und weshalb. Aber meine Güte, hatten wir alles schon x-mal und die Gründe lassen sich fast immer auf einen Nenner bringen. Mangelnde Motiviation, gepaart mit akuter Zeitnot. Wer kennt das nicht? 

(Und sollte das einer nicht kennen, bitte ich höflichst um freundliches Schweigen.. )

Das Leben hat weitergelebt in den letzten Wochen, in atemberaubendem Tempo und ich hechele so hinterher, immer guter Dinge, mich selbst irgendwann einzuholen. Und nein, ich bin nicht stolz auf dieses ewige "ich bin im Stress, ich habe keine Zeit", ich habe nur noch keinen perfekten Lebenscoach gefunden, der mir mein Zeitmanagment neu aufdröselt, oder schlicht einen Putzfrau, einen Kind-hin-und-her-Fahrer, oder meine Güte, ja, einfach einen großzügigen Lottogewinn, der die Wochenarbeitszeit auf Null fluppen lässt. 

Wunschträume. Kindergarten. Ponyhof. 

Haben wir ja nun alles nicht - also, was gibt es stattdessen?

Ein inzwischen 9 jähriges Kind und eine manchmal doch sprachlose Mutter, die staunt, wie groß und wie schnell .. und ach, die Leier kennt man ja auch.

Ein Plüschtier, hier noch befellt:




Inzwischen mal wieder frisch frisiert und ja, auch mit einem kleinen Schnippschnapp am Bauch, um die Familienplanung einzudämmen. Seither habe ich hier einen Wischmops, der sich daheim für einen 6  Wochen alten Welpen hält, der natürlich noch nie auch nur ein Kommando gelernt hat ("Sitz" ?? Hääää?? "Komm" ??? Wasdas? Kann man das Essen??), Buntstifte, Spielzeug vom Tochterkind und Leselampen der ollen Muddi frißt, Erde aus Blumentöpfen ausbuddelt oder alternativ gerne auch das Seramis.

Um  als Gegenprogramm dafür unterwegs an der Leine den Dicken zu markieren, der glaubt, sie sei ein 2,50 mtr. großer Rottweiler. Leichter bis Mittelschwerer Fall von völligem Größenwahn ... aber alles wird gut... beeeeestimmt ;-)




Dienstag, 28. August 2012

Merke..

.. wenn man den Tag morgens schon damit beginnt, den Wecker genau gar nicht zu hören und eine Stunde zu spät aufwacht, weiß man, man bekommt einen gebrauchten Tag angedreht
.. müde sein kann man auch 18-24 Stunden lang am Tag, mit leichten Unterbrechungen nach hochdosierter Zufuhr koffeinhaltiger Getränke, ohne dass man Party gemacht hat, einen 2 Wochen alten Säugling sein eigen nennt, Mutter von  fünf Kindern ist oder Manager einer Großbank. Ich kann das jedenfalls.Spontan. Seit Tagen.

.. eine Nacht außer Haus verbringen, aufgrund beruflich angeordneter Zusammenkunft, zwecks Monolog Austausch durch den Chef mit den Angestellten und Förderung des kollegialen Miteinanders, bedeutet, dass Hundemädchen mit gepacktem Körbchen bei Oma und Opa geparkt wird und lieb Töchterlein mit - gepacktem Ranzen - gepackter Kleidertasche - gepacktem Sportbeutel und gepackter Schwimmtasche bei der liebsten Freundin abgeladen wird. Ehemänner mit Schichtdienst und Rufbereitschaften sind völlig inkompatibel mit 8 jährigen Kindern und 1 jährigen Hunden. Entweder werden Kind und Hund schneller groß und bewachen sich selbst oder die Familien-und Freundschaftsdienste müssen weiter ausgereizt werden. 

.. 1,5 Liter Wasser lassen sich tatsächlich in einer Stunde Sport vernichten, ohne das man hinterher einen größeren Drang verspürt, gewisse Örtlichkeiten aufzusuchen. Muss man auch nicht, weil man das Wasser großflächig und großzügig sofort wieder abgibt. Habe ich schon gesagt, dass ich der totale Sportfreak bin? Und warum bitte sehen die im Fernsehen nach körperlicher Ertüchtigung immer angenehm leicht errötet, mit sanft feuchter Haut und liebenswert zerwuschelten Haaren aus, während mein Spiegelbild vor Schreck zusammenzuckt und sich dann in der hintersten Ecke verkriecht? Komisch ist das.. 

.. passende Plastikdeckel zu Plastikschüsseln in einer Schublade voller ebensolcher Plastikteile zu finden, kann damit enden, dass man leise vor sich hin schimpfend mit der Taschenlampenfunktion vom Smartphone unter der Schublade rumleuchtet, um sie dann aufseufzend im Schein des Lichtleins dort rumgammeln zu sehen. Ist auch nicht weiter schlimm, man muss nur die Schublade aushängen, die Deckel (ja, es waren noch mehr, länger vermisste dabei.. ), die Plastikmülltüten, Brotbeutel (unbenutzt), Tütenclipse (kann man nie genug haben) und die eine Weihnachtsausstechform (Leute, in 4 Monaten ist Weihnachten schon rum, nicht vergessen!!) herauspulen, die Schublade wieder einhängen und schon kann man die Deckel abwaschen, seinen benötigten abtrocknen und - schwuppdiwupp - wandert der Rest vom Abendessen ordentlich verschlossen in den Kühlschrank wandern. Kein Problem. Geht doch .. 

..Tanken zu fahren dieser Tage bedeutet, Luft anhalten, Augen schließen, tanken, zahlen, wegrennen. Ach ja.. und wenn die Tankwartin(wärtin? Frau? Ach egal.. ) sie dann beim bezahlen fragt "Haben sie noch einen Wunsch" - dann ziehen Sie die freundliche Frau  bitte nicht über die Theke und beißen ihr die Nase ab. Gucken sie eisig. Luft anhalten nicht vergessen und Laden verlassen. Ist besser. Wirklich.

.. wer heute den Wecker nicht gehört hat, sollte sich für morgen früh besser etwas einfallen lassen ..


Sonntag, 26. August 2012

Atemlos

Sinnlos zu glauben, dass ich noch einen vernünftigen Urlaubsbericht auf die Füße bekommen, immerhin sind wir inzwischen schon 3 Wochen wieder daheim und vom Urlaubsfeeling ist das meiste bereits im Alltag untergegangen. Völlig egal, wie sicher man sich vornimmt, sich die Erholung diesmal ganz bestimmt nicht so schnell nehmen zu lassen...pff, keine Ahnung wie das klappen könnte (eingraben, in eine Höhle ziehen, auf den Mond auswandern. ??), ich jedenfalls bekomme das nicht geregelt. Kaum den Fuß vorsichtig im Alltag wieder auf den Boden gesetzt, schmeisst irgend so eine fiese Möpp sofort das Laufband an und schon geht das Gehechele los. Ok, ich gebe zu, hat den Vorteil, man bleibt dabei schlank ,-D Und irgendwann kriege ich auch raus, wie man das Laufband ausschalten kann. Bestimmt. Vielleicht..also... naja, langsamer stellen wäre auch nett. 

Der Urlaub ist also vorbei, bei wirklich wunderschönem Wetter, entgegen allen fiesen Unkereien. "Wieeee, Urlaub an der Ostsee, oje.. da wird es aber kalt.. " Nein, Leute, war es nicht, im Gegenteil, die ebenfalls im Gepäck enthaltene Oma vom Tochterkind und Mutter der Muddi hat sich sogar einen ordentlichen Sonnenbrand eingefangen. Ok, sie hat sich auch beim dritten Morgenspaziergang (alleine.. ) nett in der Richtung vertan (nahein.. sie hat sich nicht VERlaufen.. nöööööööööööööööö) und auf die telefonische Rücksprache (ein hoch auf die Handys) hin, wo sie denn bitte sei, bekam ich zur Antwort "naja, links ist die Ostsee und rechts sind Kornfelder". Super Mama. Es lies sich dann herausfinden, wo ungefähr in welchem Wald sie gerade herumstiefelte und ich konnte die flüchtige Mutter wieder einfangen. Das der Urlaub mit uns so schrecklich ist, dass man bereits am dritten Tag zu Fuß auf der Flucht ist, hätte ich ja nun auch nicht gedacht .. ;-D 

Während dem Urlaub und danach kam inzwischen ein zweites Buch heraus, mit einem von mir gemachten Foto auf dem Cover. Schmeichelt der Eitelkeit. Gebe ich zu.. 

Lieb Töchterlein hat in der Schule, die kurzfristig ob der ungewohnt hohen Temperaturen, zur Schwimmschule umfunktionierte, das Bronze-Schwimmabzeichen gemacht. Ich war eine Runde baff, als ich das nebenbei mitgeteilt bekam, aber wunderbar. Schule ist echt praktisch, muss ich mich um eine Sache weniger kümmern. Auf meine Frage, wann denn der Schulstoff nachgeholt wird, wenn die Klasse an 3 von 5 Tagen im Schwimmbad weilt, bekam ich zur Antwort "im vierten Schuljahr Mama" . Ok. Tochter hat die dritte Klasse gerade angefangen, dann kann ich mich ja beruhigt zurücklehnen.. 

Das Hundemädchen hat den Urlaub ohne uns auch einigermaßen verkraftet, hat den Opa schwer auf Trab gehalten, weil ausgerechnet in diesen 14 Tage die erste Läufigkeit eintrat. Nun haben wir ein leicht hormongebeuteltes Fellknäuel hier daheim, dass, inzwischen auf dem Weg der Besserung, erstmal mehr oder weniger depressiv in der Ecke rumlag. Armer Wischmops. Was muss es auch ein Mädchen sein und sich mit so einem Käse herumschlagen ;-D 

Wer Hormone erfunden hat, den möchte ich eh mal in die Finger bekommen, kennt den irgendjemand??

Freitag, 29. Juni 2012

Keine Zeit

.. um im Leben zu parken und wohl die von mir am meisten genutzen Worte im Moment. Ich brauche tatsächlich ein Zeitmanagementplan, oder besser noch, einfach mehr Stunden am Tag. Lustig ist anders und ich hoffe immer noch stumpf darauf, dass ich endlich meinen Alltagsrhythmus wieder in den Griff bekomme. Ansonsten wird es allmählich schwierig, da ich beginne, schlicht alles zu vergessen. Angefangen hat es damit, dass mir Ende Mai auffiel, dass ich den Abgabetermin für die Sommerbetreuung im Hort vergessen hatte. Super. Deadline war der 18.05., aufgefallen ist es mir ungefähr am 30.05. Knapp daneben - und wir reden ja nur von den Sommerferien. Aus irgendwelchen mir nicht erklärbaren Gründen, hat das liebe Töchterlein 6 Wochen Ferien - und die doofen Eltern nur 3 Wochen Urlaub in dieser Zeit. Aber wer auch immer hatte Erbarmen mit mir - ein Kind wurde wieder von der Betreuung abgemeldet und die alte Mutter bekam den erfreulichen Anruf. Glück gehabt. 

Vor 14 Tagen beschloss das Kind dann, das zwei Schneidezähne - bleibende versteht sich - oben einfach zuviel und zu groß sind und küsste einen von diesen großen Fahrradständerbögen. Freitag Abend um 21 Uhr. So ein Besuch in der Zahnklinik 25 km weiter ist aber auch wirklich einen spontanen Ausflug wert!





Halloween wäre definitiv die passendere Jahreszeit gewesen - so haben wir dann doch entschieden, die Zähne wieder in den alten Zustand zurückversetzen zu lassen! 

Wöchentliche Termine nun beim Zahnarzt, um das Leben der Zahnnerven (die selbstverständlich offen lagen..) zu prüfen, machen das Leben insgesamt strukturierter und geben Halt....So ein fester Terminrahmen verhindert das rausfallen und rumgammeln ;-D

Das Schäfchen hat mir heute auch Freude bereitet und die erste Zecke ihres Lebens dem glücklichen Frauchen präsentiert. Am Ohr baumelte ein Monster, dass vermutlich seit drei Tagen dort um sein Leben saugte und die weibliche Hundebesitzerin musste kurz innehalten und überlegen, ob sie das mit dem Hund nicht reklamieren könnte. ZECKEN waren nicht mitgekauft. Aber ok, das weiche Herz siegte, ließ das Ungetüm entfernen und kämpfte die nächsten 6 Stunden mit 10 cm dicker Ekelpelle auf der Haut und Schüttelanfällen. Leute, echt, wie sowas süßes wie das Schäfchen sowas widerliches an sich haben kann. Ich erwäge jetzt einen Vollgummianzug für das vierbeinige Geschöpf, dass sie bis in den Winter tragen darf. Garantierter Zeckenschutz!! 



Fußball ist auch durch - die Jungs haben sich mal wieder im Halbfinale festgesessen, man gewöhnt sich dran. Kind fands megablöd und die Tränen kullerten. Aber immerhin war sie früher im Bett als geplant. 

Zeugnisse gab es auch, alle glücklich und nun liegen 6 Wochen Sommerferien vor dem Tochterkind. 

Ach ja, wo ich wieder beim Thema wäre - weiß jemand, warum Eltern-und Kindferienzeiten so ungerecht stark differieren??? Wer hat das zu verantworten??


Sonntag, 20. Mai 2012

Ja, ist denn schon Mai?

Es scheint eine Menge los zu sein in meinem Leben, jedenfalls kommt das Blog (mal wieder) viel zu kurz und der Mai hatte doch tatsächlich noch keinen Eintrag. Kann das denn angehen? 

So bin ich also schon wieder ein Jahr älter und interessiert bis massiv panisch blicke ich auf diese komische Zahl die da steht und denke, dass die doch echt nix mit mir zu tun haben kann? Ein weiterer, demütiger, Blick am frühen Morgen in den Spiegel bestätigt mir dann, dass da doch was wahres dran sein muss ;-) 

Auch das kleine Schwesterchen hatte Geburtstag, es gab ein Seminar, den ersten Wettkampf vom Tochterkind, die Erkenntnis, dass fotografieren und fotografieren zwei Paar Schuhe sind, die mir nicht unbedingt immer passen. Bilder abzulichten, ist jedenfalls eine Hausnummer, in die ich mich erst reinwurschteln muss. 

Dann gab es dunkle Wolken, sehr dunkle, als mal wieder, wieder, wieder, der gewünschte Befund "negativ" ausblieb. Eine Freundin, Mitte Dreißig, zwei Kinder. 6 cm war das Biest und ein ganzes Organ weniger ist sie nun. Warum? Diese Frage, wird mir niemals jemand beantworten können. Und für den Augenblick hasse ich es. Und bin dann wieder dankbar, dass es gefunden und entfernt wurde. Mein Herz ist bei ihr und wünscht, dass es nie, nie, nie wieder kommt. 

Die schönen Augenblicke gibt es auch, mein kleines Mädchen, dass so gar keines mehr ist, die erste Klassenfahrt mit Freude erlebt "Mama, ich hatte auch Heimweh, aber ich wäre so gerne noch geblieben" . Wie hinreißend. Oder der stolze, aufgeregte Blick beim ersten Wettkampf im Geräteturnen. Diese kleinen Mäuse. Wenn sie einmarschieren hintereinander, da bleibt das Mutterherz kurz stehen und beginnt dann zu schmelzen. 

Und nun, am Wochenende, wieder, die Oldtimer hier im Ort. Bei tollem Wetter, zwei Tage fast nur draußen in der Sonne verbracht mit Menschen, die man gerne hat. 

Fotos gab es heute auch, 148 waren es glaube ich.. und ich werde welche nachliefern, versprochen. Jetzt muss die Frau mal ins Bett, was ich schon seit einer Stunde vor habe .. und irgendwie bin ich hier am PC kleben geblieben. Gibt ja immer einen Grund ;-D

Freitag, 16. März 2012

Frühjahrsmüde oder was?

Alles jubelt über den beginnenden Frühling, grins und meinereiner schlappt schon wieder durch die Gegend wie Falschgeld (Wilma auf dem Foto links ist mein Alter Ego, ungefähr SO sehe ich heute auch aus.. ).

Aber ich gebe zu, nur heute, da komme ich so nullkommagarnicht aus dem Quark und das, wo draußen die Sonne am blauen Himmel vor sich hinglänzt und die Menschheit jubiliert. Ich dagegen schlappe von A nach B und zurück nach A, koche einen Kaffee, der auch nicht hilft, hocke mich in die Sonne im Hof, wo es mir nach 2 min. zu warm wird und der Haushalt hier bleibt liegen. Ich kriege einfach den Allerwertesten heute nicht hoch. 

Wie man unschwer an meiner wahnsinnig eifrigen Blogfrequenz erkennt, ist mir allerdings auch selten langweilig und ich bin gefühlt 20 Stunden am Tag beschäftigt. Die vergangenen Wochen sind verflogen und mit einem halben Auge schiele ich auf den Kalender und zähle nur noch 9 Monate bis Weihnachten *grins*. 

Nein, quatsch. 

Beruflich hat sich ein bisschen was verändert, gestern kam der neue Vertrag (in meiner alten Firma) und ich habe nun ab 01.04. sechs Wochenstunden mehr als bisher. Was vermutlich nicht dafür sorgen wird, dass ich mehr Zeit zum bloggen haben ;-D Aber gut, war immer schon geplant und lies sich jetzt recht rasch umsetzen. Kriegen wir schon hin. 

Das Tochterkind, welches letzte Woche in ihrer Schulprojektwoche als Zirkuskind aufgetreten ist, hat diese Woche irgendwie auch die A-Karte gezogen. Montag Abend hat ihr linker Zeigefinger den Kampf gegen die Autotür verloren und wir warten nun gespannt, ob der Fingernagel seinen Dienst noch weiter tun wird, oder aber beleidigt abfällt. War spaßig, Kind war die ersten zwei Stunden danach auch nur knapp davon zu überzeugen, dass es diesen kleinen Unfall überleben wird. Das Mutterherz blutet doch, wenn man nicht allzu viel tun kann - außer Schmerzsaft ins Kind zu schütten - welches anschließend völlig gedopt einpennt. Gut und gerne vier Jahre oder mehr hat sie kein Fieber mehr gehabt *toitoitoi* und daher nie mehr Schmerzmittel wie Paracetamol benötigt. Montag nun, war es mal wieder angesagt. 

Gestern Abend schließlich hat sie nach einem längerem Spaziergang mit meiner Mutter und Wilma gemeint, sie müsse ihrem Mageninhalt mal kurzfristig eine aufsteigende Karriere verschaffen und ihm postwendend den Aufstieg an die frische Luft auf den Flurboden ermöglich. Uah. Auch spaßig. Aber gottseidank wohl keine ausgewachsende Magen-Darm-Geschichte, sondern eine einmalige Sache. 

Auf der Suche nach einem Bild für mein Posting musste ich feststellen, dass ich in diesem Jahr meine Kamera praktisch gar nicht in der Hand habe - nur immer die Handyknipse - selbst dafür fehlt mir die Zeit und Muße. Was selten vorkommt, da ich ja sonst alles fotografiere, was nicht bei 3 auf dem Baum ist. 

Es gilt also, so ein bisschen das Zeitmanagement (klingt cool oder?) in den Griff zu bekommen. 

Aber das ist ja voll easy oder? 

*hust* 

Dienstag, 9. August 2011

Abgefackelt

So war das die letzten 48 Stunden. Die zwei Tage sind förmlich runtergebrannt. 

Gestern

Kind zur Schule
35 KM zum Büro
14 Uhr zurück zum Auto
14:39 Uhr vorm Schulkinderhaus
14:52 Uhr mit Kind im Auto
14:53 - 15:20 Uhr fluchen, schimpfen und motzen über Umleitungen und Verkehr
15:20 Uhr Kind im Indoorspielplatz auf Geburtstagsparty abgegeben
16:00 Uhr eintreffen im Krankenhaus zum Besuch der Tante, vorher Blumen gekauft
17:30 Uhr verlassen des Krankenhauses
17:41-17:52 Uhr warten an einer Tankzapfsäule, dass die Schlafmütze von Frau vor mir endlich bezahlt hat, ihre Quittung studiert und umständlich in der Handtasche verpackt hat, die Autotür öffnet, guckt wie sie von der Tankstelle kommt, einsteigt, anschnallt und wäre sie nicht dann sofort losgefahren, hätte ICH das für sie übernommen ...
                   
18:10 Uhr eintreffen im Indoorspielplatz
18:45 Uhr nach einigen Kämpfen mit zwei störrischen 7 jährigen endlich am Auto
19:10 Uhr abgeben einer der störrischen Kampfhühner bei der Mutterhenne
19:25 Uhr eintreffen daheim
19:26 - 20:05 Uhr auspacken, für heute alles bereitstellen, Tisch decken für morgens,    Kind ins Bad jagen, selbst waschen, Kind ins Bett bringen und um 21:00 Uhr auf der Couch zusammenfallen.

Heute war ich weniger im Auto unterwegs;-D 

08:00 Uhr mit Taschen bepackt in der Schule ankommen, die Klassenpflanzen aus der Ferienpflege zurückbringen, zum Bäcker rennen, Brezel holen, zurück zur Schule. Tische aufbauen, Kuchen schneiden, Kaffeetassen holen, Plastikbecher vor Ekel wieder einsammeln und in die Spülmaschine tragen, I-Dötzchen und die Eltern begrüßen und Kaffee, Kuchen, Brötchen und Brezel verkaufen, alles wieder aufräumen, spülen und Reste verteilen. 

12:30 Uhr Kind aufsammeln, 12:45 Uhr daheim sein, 13:00 Uhr im Restaurant aufschlagen, wo die Familie Mittag ißt, weil Neffe Nr. 1 *ichkanneskaumglauben* heute in die weiterführende Schule gekommen ist. 

14:00 Uhr mit Kind und Neffe Nr. 2 (ich habe ja genug Auswahl in der Hinsicht *grins*) wieder heim, kurz Wassereis verteilt, dann mit beiden Kindern einen Fußmarsch durch den Ort, Hausaufgaben bei einer Freundin vom Tochterkind abgeben und den Plan, zum Spielplatz zu gehen, wettertechnisch aufgegeben. Asyl bei Schwester beantragt und erhalten und anschließend mit dieser jener Schwester, Tochterkind, Neffe Nr. 2 und Neffe Nr. 4 (wie gesagt, es gibt genug .. *gg*) zum Spielplatz - zu nass - zur Eisdiele und anschließend hier nach Hause.

Dort erweiterte sich die Familie noch um die Schwägerin und eine weiter halbe Stunde später um eine weitere Schwester und Neffe Nr. 3 (ich wiederhole mich nicht ... nö).

18:45 Uhr - fast alles verlässt das Haus - Schwester, Schwester, Schwägerin, Neffe Nr. 2,3 + 4.

Zurück bleibt eine verwirrte Muddi und ihr müdes Kind, dass Dank diesem Blogeintrag noch immer nicht im Bett ist. 

Also. Nun aber fix. Und warten wir gepannt, was die nächsten Tage noch so kommt .. ;-D

Sonntag, 7. August 2011

Im alten Rhythmus

So langsam wird es Zeit, auch wenn es schön war. Das bummeln, dass spät ins Bett gehen, das ausschlafen, das teilweise "in den Tag hineinleben": Okay, das letztgenannte hatte sich nach dem Ostsee-Urlaub recht schnell erledigt, hatte der Alltag ein paar Tücken und Lücken eingebaut, damit einem nicht zu wohl wird. Trotzdem gab es natürlich noch einige Verschnaufsmomente, weil man eben doch noch länger schlafen konnte und der Übergang zum Alltag sich langsamer gestaltete.

Nun ist aber Schicht im Schacht mit rumgammeln und ausschlafen, im Gegenteil, in dieser Woche habe ich zwei Nächte lang geübt, wach zu sein. Ohne Grund und ohne Fremdeinwirkung durfte ich genießen, wie lange so eine Nacht ist, wenn man partout nicht einschlafen kann. Entzückend. Ob das schon unter die Kategorie "senile Bettflucht" zählt, weiß ich nicht, aber da schläft man glaube ich vorher schon, wacht nur zu früh auf. Gut. Wie auch immer, die Sommerferien 2011 sind definitiv Geschichte. Der Tisch für morgen früh ist gedeckt, der Schulranzen für lieb Töchterlein gepackt und der Tag bereits bis zum Rand gefüllt mit Terminen. Ebenso der Dienstag.

Und genau deswegen werde ich mich jetzt ganz banal direkt nach dem Tochterkind ins Bett bewegen, einen bereits fünfhundertmal gesehenen Frauenfilm anmachen und hoffentlich ganz bald im Land der Träume zu sein. 

Euch allen die morgen auch wieder starten mit dem vollen Programm wünsche ich eine trotzdem wunderbare Woche, möglichst ohne Stress!!

Herzlich Willkommen zurück in der Realität, im Alltag mit dem gewohnten Rhythmus. Das hat nämlich auch durchaus seine Vorteile ;-D

Sonntag, 31. Juli 2011

Das Grauen hat einen Namen

W E C K E R 


Morgen früh, nach 3,5 Wochen zum ersten Mal schreit er mich wieder um 05:45 Uhr an. Uah.
Welch´Freude ;-D

Samstag, 7. Mai 2011

Heiße Phasen

Was für eine Woche. Ich kam nicht wirklich zum bloggen, daher nun in Kurzfassung ein paar Stichpunkte, denn dann muss die Frau aus dem Neandertal dringend den Wasserverbrauch ankurbeln und duschen gehen.

Seit Montag steht dieser wunderschöne Blumenstrauß auf meinem Tisch. Mein Dank geht an Herrn AB aus A, der mich zwar nicht mit seiner persönlichen Anwesenheit ehrte, dieses aber mit einem Fleurop-Gruß versuchte auszugeleichen. Fast gelungen Herr AB, aber wenn 2012 nicht Dein Hintern hier auf unserem Sofa sitzt an meinem Geburtstag, muss ich leider drastische Maßnahmen einleiten ;-D
Wieder ein Jahr älter startete ich in die Woche und kämpfte noch immer mit dem Schlafmangel vom Wochenende, an dem ich es mir angetan habe, in den Mai zu tanzen und erst um 5 Uhr in der Früh ins Bett zu finden. Das ist zwar sehr nett und sehr lustig, aber dauert einfach im Nachgang zu lange, bevor ich wieder ich wieder einigermaßen kompatibel mit dem Alltag bin. Meine Herren. 

Ab Dienstag dann ging unsere unendliche Geschichte in die nächste Runde. Wieder Krankenhaus. Und seit gestern vormittag nun eine der übelsten Schritte hinter uns. Eine knapp 5 stündige OP und nun hat sie einen Lungenlappen und einige Lymphdrüsen weniger. So eine Intensivstation ist auch nicht das, was ich täglich besuchen möchte, es schlägt einem ordentlich aufs Gemüt, seine Mutter da so liegen zu sehen. Verkabelt und mit Sauerstoffmaske und mit Schmerzen. 

Tapfer ist sie, ein absolutes Stehaufmädchen und heute früh konnten wir schon telefonieren und sie war sogar schon aufgestanden um sich selbst zu waschen. Der Hammer. Ich würde da liegen und vor mich hinfiepen und überlegen, ob ich im Winter diesen Jahres aufstehe oder doch erst nächstes Jahr. 

Was bin ich stolz auf unsere Mama!!!!
Zwischendrin in diesem Kampf, spuckte Neffe Nr. 4, um seine Mama anzustecken, die dann auch gleich noch eine fette Erkältung mit einpackte und am Ende fing dann Neffe Nr. 3 mit spucken an.

Nicht zu vergessen, dass ein paar geistige Tiefflieger in der Nacht zum Freitag (dem OP-Tag) den geliebten Schrebergarten meines Vater verwüsteten. Blumentöpfe in den Teich geschmissen haben und in der Hütte Sonnencreme rumgespritzt. 

Mein Vater ist 67 Jahre alt, selbst gesundheitlich alles andere als fit, ziemlich durch den Wind wegen unsere Mama und dann noch sowas. 

Wenn ich diese Idioten in die Finger bekäme, ich weiß nicht, was ich täte. Wie bescheuert kann ein Mensch denn sein?

Morgen nun ist Muttertag und gleichzeitig der 30.Geburtstag vom jüngsten Schwesterlein , der armen  Socke, die ja auch immer noch krank ist. Vor 23 Jahren musste sie schon einmal einen Geburtstag ohne unsere Mama feiern, die damals mit Krebsrunde Nr. 1  im Krankenhaus lag. Ich hoffe, das war jetzt die letzte Wiederholung und die nächsten 30 Jahre ist sie bei allen Geburtstage wieder dabei.

Ihr seht, es wirklich sehr spaßig hier im Moment, aber da muss man durch und immerhin, eine Hürde auf dem Weg gegen den Mist, hat meine Mutter nun wieder hinter sich!!! Zum Glück. Warten wir jetzt noch auf die histologischen Ergebnisse. 

Daumendrücker werden gerne angenommen!

Euch allen noch ein sonniges Restwochenende, ich gehe mich jetzt mal eine Runde abstauben und dann mit dem Kind ein bisschen Fahrradfahren ;-D

Freitag, 15. April 2011

Just do it

Nun ja, manchmal fehlt einem ja kein gewisses Maß an Verrücktheit, vor allem, wenn der Alltag an sich schon irre genug ist und man sich nach einem gerüttelten Stück Normalität sehnt. 

Ich hätte zumindest mal für einen Moment nichts gegen Standard und fehlenden Wahnsinn einzuwenden. Und was hilft am besten gegen den Irrsin? Richtig. Tägliches Allerlei.
  • Arbeiten auf der anderen Rhein-Seite 
  • Erdgeschoss putzen
  • 1.Stock putzen
  • Wäsche waschen
  • Wocheneinkauf
  • Vier Geschenke  kaufen
  • Drei Geschenke einpacken
  • Wäscheberge zusammenlegen oder bügeln
  • Arzttermin

Die wirklich wichtigen Dinge aber stehen wohl noch auf meinem Langzeitzettel zum abarbeiten: 

  • Tanzen gehen - und zwar so richtig, nicht rumzappeln auf einer staubigen Ü*irgendwas*-Party
  • Ein Fotoprojekt in Angriff nehmen, dass mir im Kopf rumschwirrt

Und was steht so auf Eurer inneren "To-Do-Liste"???

Samstag, 26. März 2011

Frühling oder nicht

So ganz langsam macht sich ja der Frühling bemerkbar, wenn ich auch die Winterjacken und Stiefel noch schön brav hier stehenlasse. Dem Braten traue ich noch nicht, bestimmt werden uns die einen oder anderen knappen Temperaturen nochmal einholen. 

Trotzdem ist das Erdgeschoss hier seit gestern einigermaßen manierlich, incl. geputzter  Fenster und Osterdeko. Blöd ist nur, dass es ja noch das Obergeschoss gibt und somit heute nochmal eine ähnliche Putzerei wartet. Und ich fürchte, ich habe es schon ein bis dreihundertausendmal erwähnt. Ich hasse Putzen. 

Gute, nehmen wir es hin und posten hier noch, bis ich meinen faulen Hintern nach oben scheuche und endlich mal anfange. Knurr. 

Im (neuen) Kühlschrank warten derweil eine Menge Kräuter (sind es sieben? ja, ich glaube, sieben sind es..) auf die Verarbeitung zur "Frankfurter Grünen Soße", ich gebe zu, schon häufig verspeist, habe ich sie noch nie selbst gemacht und ich bin gespannt, hust, ob das was wird ;-D

Zu den weiteren neuen elektr. Geräten im Haus gehört seit vorgestern ein neuer Durchlauferhitzer, was das duschen auch oben im Bad wieder angenehm macht. Die vor drei Tagen erworbene Rotlicht - Lampe (nicht die fürs Fenster..) hat leider gestern während der Nutzung das frühe zeitliche gesegnet, als das liebe Kind übers Kabel gefallen ist und die rote Birne so einen Freiflug bei 100 W nicht mochte. Peng. 

Aber gehen wir in den Keller zum Geldesel und holen ein frisches Eimerchen voll *gg*. 

Wenn mir dann noch jemand sagt, wo die 20 er Packung nagelneuer teurer Buntstifte vom Kindlein hingewandert ist (seit 2 Wochen hat sich die Packung in Luft aufgelöst) und wie ich es schaffe, die Treppe nach oben incl. Staubsauger jetzt sofort zu bewältigen - dann, ja dann wäre mir schon sehr geholfen ,-D

In diesem Sinn, einen frohen Samstag wünsche ich allen!

Freitag, 11. März 2011

Abenteuer Bus

Als gewohnheitsmäßiger Autofahrer, ist es immer wieder erlebnisreich, sich ausnahmsweise in einen öffentlichen Bus zu setzen. So geschehen an diesem Freitag Morgen, als die Frau Neandertal dringend zwei Orte weiter musste, aber des üblichen 4 rädrigen Untersatzes beraubt war und so wurde sich mutig in den Bus gesetzt, der netterweise direkt von A nach B fährt, so dass ich keine 50 min. für 5 km Wegstrecke brauchte. 

Die Unterhaltungen die sich mir dabei aufdrängten, waren deutlich vom dem abweichend, was üblicherweise mein Autoradio so von sich gibt. Ich gebe zu, es hat mir aber teilweise auch ein Grinsen abgenötigt. Sah bestimmt merkwürdig aus, so eine dümmlich vor sich hin grinsende Mifahrerin ;-D

Bereits noch in unserem Ort stiegen zwei Kerle mit ein, die, naja, klischeemäßig eher in die Kategorie "will ich nicht unbedingt im dunklen treffen" gehörten. Aber, siehe da. Die Herren halfen einem Rollstuhlfahrer sehr nett beim einsteigen, klappten die Fahrrampe am Bus runter (ICH hätte nicht mal gewusst, dass es das gibt) und rangierten dann den Rollstuhlfahrer in den Bus.

Dort platzierten sich die Jungs zwei Reihen hinter mir, der Kleine hinter mir im Gang, der Größere auf der anderen Seite vom Gang und es wurde ab da ein Gespräch zum mithören im gesamten Bus angeboten.

So erfuhr ich binnen Minuten, dass der kleinere der Kerle "immer so lange abbeite muss, weißte, aber manschma, da helf ich dann nach Feierabend noch som Kunnne, der iss schon älder, aber der holt misch ab, weißte und fääährt misch ham, da verdien isch dann nochma Kohle".

Weiter ging es mit der empörten Bemerkung "da hab ich neulich aa kennegelernt, die lärnt beidde Lufthansa und hat fast dausend Euro neddo im Mooonat. Weißte, da muss isch vier Monad für 
schaffee"

Von seinem Gegenüber kam immer nur ein leiseres Brummen, ein nicken oder auch mal ein Satz. Aber nie viel. Am besten jedoch gefiel mir sein gequälter Gesichtsausdruck, als der Kleine ihn fragte "Biste noch mit deiner Froindin zusamme??"

Was der Gegenüber mit einem schmerzverzerrten Gesichtsausdruck bejahte. (Was mich fast dazu brachte, von der Bank zu fallen vor Lachen. )

Der Kleine tröstete ihn dann mit dem Kommentar "Das nervt todal, ne? Isch bin Single, isch hab eh kaa Zeid für Mädscher, wenn ich mal net abbeite muss, dann will isch mei Ruh ham".

Herrlich. Die Junx waren noch keine 20 Jahre alt und bereits genervt von den Frauen. Aber wie man den Führerschein vom Amt bezahlt bekommt, wie der Größere ansetzte zu erklären, konnte ich nicht mehr erlauschen. Wir waren angekommen.

Montag, 7. März 2011

Das Wunder der kleinen Dinge - oder auch - Z_E_U_G

Ich weiß ja nicht, wie es den anderen BloggerInnen so geht in ihren Behausungen. Den Bildern in den einzelnen Blogs nach zu urteilen, ist immer alles total hübsch, super schön dekoriert und überhaupt bekomme ich immer das beklemmende Gefühl, die einzige Person im Universum zu sein, die es nicht schafft, in "schöner wohnen" zu leben. 

Generell mit einer extrem sauberen + ordentlichen Mutter aufgewachsen, versuche ich , dem Chaos hier Einhalt zu gebieten. Einmal in der Woche wird gründlich durchgeputzt, gesaugt, gewischt und mind. eine Kruschtecke bereinigt. Erst vor zwei Wochen habe ich im Obergeschoss das halbe Kinderzimmer auf den Kopf gestellt und den Flurschrank gleich mit. Berge von "Zeugs" hat daraufhin unseren Haushalt per sofort verlassen müssen und wurde der Tür verwiesen. 

Der Küchenglasschrank wurde erst kürzlich komplett aussortiert, neu geordnet und geputzt. Ebenfalls der Schrank im Esszimmer. Einmal durchgejagt und ausgeräumt. 

Mein Kleiderschrank, ohnehin nur 1 mtr. breit - ausgemistet. Einen Sack voll Klamotten in den Altkleidercontainer.

Und so möchte ich behaupten, dass ich permanent damit beschäftigt bin, Z_E_U_G aus dieser Wohnung zu schaffen. Teilweise Kistenweise - oder Wäschekörbevoll. Je nachdem. Immerhin haben wir seit September ein Regal im örtlichen Laden angemietet, in dem man seine Sachen verkaufen kann. Wandert ständig neues Z_E_U_G dorthin.

Aber trotzdem. Ich drehe hier noch durch. Das kann mir kein Mensch erklären und mir ist ein völliges Rätsel, wie andere das machen. Ständig und ständig liegt hier was rum. Z_E_U_G. Das wächst nach, glaube ich, jedenfalls werde ich diesem kleinen Kruscht, diesen seltsamen Dingen einfach nicht Herr. Egal was ich mache. Ich drehe mich um und *plopp*, schon ist aus dem Fußboden ein neues Z_E_U_G gewachsen. Irre ist das. 

Kleine Kostprobe? So als Gegenstück zu den wunderschönen Bildern in anderen Blogs, gibts hier und heute mal die graue Wahrheit eines stinknormalen 3 Personen-Haushalts. 



Küche
Küche - was da so alles plötzlich auftaucht ..
Fasching wohin man auch sieht
Die Tür zum Wohnzimmer hübsch dekoriert
Bücherregal im Wohnzimmer mit Zubehör ..
Fußbodenfunde (und ja, der Holzboden ist fast 100 Jahre alt und sieht genau so aus..)
Einer von drei Plastikbällen, beim Faschingsumzug gefangen
Meine Kette, gestern als Indianerkette verwendet, heute kaputt ..
Freundebücher die aufs ausfüllen durchs Tochterkind warten, im Eßzimmer auf dem Schrank
Plasitkprüll + 10 Ct auf dem Küchentisch - und ja, der ist so bemalt ..
Wer Geld zuviel hat, lässt es überall herumliegen
Die *hust* kreative Ecke meines Nachwuchs. Tausendmal kann ich das zusammenräumen. Nutzt nix.
Das waren jetzt nur kurze Impressionen von meiner Beschäftigungstherapie II "Zeug wegräumen". Aber es ist stärker als ich, es rottet sich zusammen, führt ein Eigenleben und wartet in einer anderen Dimension nur darauf, dass ich mich umdrehe. Und dann materialisiert es sich aus dem Nichts. Und freut sich über meine Nervenzuckungen, wenn ich mal wieder halb hysterisch versuche, mir die Augen zuzuhalten, um mir einbilden zu können, es ist nicht da. 

Das Z_E_U_G!!

Donnerstag, 3. Februar 2011

Künstlerisches Chaos

Es gibt Momente, da fällt es mir echt echt echt schwer, die unübersehbar kreative Ader meines Tochterkindes ganz wunderbar zu finden. Nämlich in solchen Moment wie heute Mittag, in denen binnen 30 min. unser Eßtisch als solcher nur noch wage zu erkennen ist. (Ok, das Puzzle ist von mir..)

Wie bereits erwähnt ist mir ein Rätsel, wie bei einer absolut talentfreien Mama, ein Kind produziert wird, dass nahezu zu 98 % seiner Freizeit damit verbringt, irgendwas zu malen, basteln, kleben, (seit neuestem) nähen, falten, aus Gips zu gießen, mit Modelliermasse zu formen oder oder oder. Wir versuchen verzweifelt Schneisen zu schlagen in all´den kreativen Ergebnissen und was dann doch den Weg in die Tonne findet *bösemama*, kommt durch die Hintertür über das Schulkinderhaus wieder herein. Denn dort gibt es einen riesig großen Mal-und-Bastelraum mit allem was das Kinderherz begehrt.

Allerdings gibt es die garstige Regel, dass die Eltern der lieben Kleinen die Produktionen umgehend mit nach Hause zu nehmen haben.

Und so füllt sich dieses Haus, dass zwar über 5 Zimmer, aber 5 KLEINEN Zimmer besteht und schlechten bis keinen Stellmöglichkeiten.

Eines Tages wird es mir fehlen, da bin ich mir ganz sicher, wenn mein Nachwuchs längst erwachsen und dem Haus entfleucht ist, wird mir hier langweilig sein. Viel zu viel Platz und keiner, der alles mit Bastelutensilien zustellt.

Ein sehr öder Gedanke, ich gebe es zu.

Sollte ich demnächst dran denken, wenn ich wieder keinen Platz mehr finde um eine Tasse abzustellen. ..;-D

Montag, 31. Januar 2011

4 Stunden und 1 mtr

Nun, was das eine mit dem anderen zu tun hat, ist leicht erklärt.

Frau hat diese Woche eine verschobene Arbeitswoche und ausnahmsweise am Montag frei. Kind ist ab 08:00 Uhr in der Schule, was etwas über vier Stunden freie Zeit ergibt. Geplant hatte ich, diese durchgängig lesend auf der Couch zu verbringen. Aber offensichtlich ist das gentechnisch bei mir nicht möglich *winkzumama* und mich hat die Unruhe umher getrieben und dieser nervige Gedanke "etwas sinnvolles zu machen".

Uah.

Und wenn man genau 1 mtr. Kleiderschrank in der Breite besitzt und dort seit längerem nicht mehr ausgemistet hat, brüllen die zusammengequetschten Klamottenteile darin schon lauthals um Hilfe. Heute habe ich sie dann eben erhört. Und aus ihrem engen Gefängnis befreit. Einen ganzen blauen Müllsack voll Sachen sind nun aussortiert und ich kann die Einlegeböden im Schrank wieder erkennen *staun*.

Weil es danach so schön war, habe ich auch gleich noch alle drei Betten abgezogen und frisch gemacht, sowie eine Kuscheldecke vom Tochterkind in die Waschmaschine befördert, bevor die diese (die Decke, nicht die Tochter) von selbst beschließt dorthin zu marschieren.

Schön blöd sag ich da nur.

Weil. JETZT habe ich die notwendige Couchschwere, meinem Schnupfen sei Dank, bin ich etwas platter als üblich.

Pech gehabt, sag ich da nur.

Jetzt muss ich nämlich das Kind von der Schule abholen ;-D

Selbst dran doof.

Samstag, 22. Januar 2011

Tage wie diese..

... liebe ich einfach.. ächt jezz..

  • Aufstehen
  • Spülmaschine vom Vortag ausräumen
  • Geschirr vom Vorabend einräumen
  • Wäsche abhängen
  • 1.Maschine Wäsche waschen
  • Frühstückstisch decken
  • Küche danach aufräumen (hatte ich irgendwie schon ne´halbe Stunde vorher..)
  • kurz Klamotten fürs Kind online bestellt, weil Sonderverkauf
  • 1.Stock gesaugt, gestaubwischt, gebodenwischt (gibts das Wort?) Bad geputzt
  • Mittagessen gekocht (das was ich noch essbares finden konnte..)
  • Küche aufgeräumt (da war doch was?)
  • Einkaufsliste geschrieben
  • festgestellt, bricht morgen der Krieg aus, ist übermorgen nix mehr zu Essen im Haus
  • in den größten Discounter vom Ort gefahren
  • 96 Euro an den Mann gebracht
  • der Schwägerin das Nutella-Glas zum bezahlen untergejubelt (2,29 Euro ,-D)
  • die Payback-Punkte der Schwägerin abgestaubt
  • gefühlte 18 Taschen Einkäufe heimgefahren
  • gefühlte 30 Taschen Einkäufe ausgeräumt und eingeräumt
  • 18:11 Uhr hingesetzt, PC angemacht
  • 18:17 Uhr dem Ruf der Tochter gelauscht "WAAAAAHHHAAN gibts ABENDESSEN??"

Nachtrag:

  • Wäsche zusammengelegt
  • Abendessen gemacht
  • Küche aufgeräumt (*kreisch*)

Dienstag, 11. Januar 2011

2 Tage...

...arbeiten liegen nun also wieder hinter mir, zwei Tage Schule fürs Kind .. zwei Tage aufstehen zu ganz garstigen Zeiten..
Und schon sehe ich aus wie ein Gespenst, weil ich noch dazu beide Nächte schlecht geschlafen habe und aus unerfindlichen Gründen zigmal aufgewacht bin. Hatte ich seit Monaten nicht und brauche ich jetzt dann bittedanke auch nicht *grummel*.
Gut. Warten wir die nächste Nacht ab, ich hoffe auf Besserung, befinde mich bereits am Ort des Geschehens und werde gleich mal die Lichter ausdrehen. Also, schön leise sein, nicht das mich noch einer weckt ;-D

Freitag, 17. Dezember 2010

Nur noch 7 Tage

Ich war nicht wirklich fleißig hier im Blog im Dezember. Irgendjemand hat
dafür gesorgt, dass mir entweder die Zeit oder aber die Muße dazu gefehlt haben. Wie auch immer. Der Weihnachtscountdown läuft. Die meisten Geschenke liegen schon verpackt hier neben mir in einem Karton, die restlichen befinden sich (hoffentlich) im Landeanflug. Bin ich schließlich so eine unmögliche Person, die dem hiesigen Einzelhandel den Umsatz klaut. Obwohl, stimmt nicht, ein Geschenk habe ich hier im örtlichen Buchhandel erstanden. Und ob diese riesigen Einkaufs-Center als "Einzelhandel" zählen? Ich weiß ja nicht. Auf jeden Fall kann ich das ja schon ohne Weihnachten nicht ausstehen, an Weihnachten setze ich freiwillig erst dann einen Fuß in so einen Einkaufscenter, wenn ich ALLES habe und nur noch den anderen beim hetzen zuschauen muss ;-D Und so habe ich auch in diesem Jahr wieder alles bestellt.

Seit gestern nun ist "Petra" zu Besuch und hat das Hessenland in eine Winterwonderlandschaft verwandelt, einfach toll ist das anzusehen.

Es gibt allerdings auch ohne das Schneeschipp-Geräusch vor der Tür klare Anzeichen dafür, dass der Winter eingebrochen ist..

Auf der Heizung ist kein Platz mehr:


Abgesehen davon gibt es natürlich den weißen Beweis allüberall:

Um für den freitäglichen Wochenmarkt Platz zu bekommen, hat man kurzherhand allen Schnee dem Italiener vor die Haustür geschoben:


Und den ganzen Rest dann einfach mal auf die Treppen nach oben - braucht ja keiner *gg* :


So sieht unser Hof noch fast jungfräulich verschneit aus:


Und so, wenn zwei Schneebomben durch den Hof getobt sind:



Die ganze Wohnung muffelt nun nach feuchter Wäsche, die auf den Heizungen trocknet. Unglaublich wie patschenass so ein wild gewordener Nachwuchs werden kann ;-D

Ansonsten war ich heute den Vormittag über in der Schule, ganz brav, in Sachen Lesemama + Elternbeirat um dann am Nachmittag in faule Schockstarre zu verfallen und außer siebenundzwanzigmal Kinder umziehen und Klamotten zum trocknen aufhängen, habe ich nix mehr auf die Reihe gebracht.

Kein Haushalt. Keine Weihnachtskarten.

Faules Ding ich. Aber ich mache jetzt den Rest des Abends genauso weiter ;-D

Dienstag, 16. November 2010

Nicht alle Tage Sonntag


So ein komischer Tag. Es fing bereits damit an, dass wir heute Vormittag zwei neue Fenster bekommen haben. Hat was, neue Fenster im November. Bringt viel frische Luft, gepaart mit Staub und Dreck. Reizend. Dann bin ich beleidigt mit meinen blöden Gelenken, die heute mucken und ich finde es echt überflüssig, dass einem alle 10 Zehengelenke schmerzen. Hallo? Wer bitte hat diesen Mist erfunden?

Im weiteren hustet das Tochterkind so reizend, dass der Schwimmkurs für die junge Dame flach fiel, wofür ich im Grunde heute sehr dankbar war. Denn, mit Blick vor die Tür, wo man nur dunkelgrau und nass sieht, wurde beschlossen, diesen Nachmittag zu vergammeln. Was wir ,so glaube ich, an einem normalen Tag unter der Woche ewig nicht gemacht haben. Wenn überhaupt. Und so liegen Mutter + Kind auf der Couch, essen gesunde Chips und gucken auf DVD "Hexe Lilly" Selbstverständlich mit Wärmekissen für die Muddi.

Ist nicht ganz einfach, sein schlechtes Gewissen ob der Faulheit auszublenden, aber im Grunde ist es toll. Kind begleitet mich mit Hustengeräuschen im Background *argh* und malt dabei ein Bild. Und ich tickere mit dem Netbook.

Ist das dekadent?? Ja. Absolut.

Bevor es also zu hektischen Schreien in der Lesergemeinde kommt und zu Anrufen beim Jugendamt, wegen nicht pädagogischer Erziehung Schutzbefohlener, hier ein Ausschnitt vom letzten Sonntag. Da wo es noch Sonne am Himmel gab und Muddi + Kind einen Fotoausflug machten. Nicht zu vergessen, dass ich am Ende meine Kamera kaum noch in die Hand bekam, weil Fräulein Tochter sie mir abgegriffen hatte..



Dekoratives *hust* am Wegesrand gab es auch viel zu sehen .. :



Wenn ich jetzt noch wüsste, warum ich oben die Leerzeilen nicht aus dem Posting entfernen kann *blondbin*, dann könnte alles gut sein *grins*.