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Mittwoch, 17. Dezember 2014

Sprüche

Der Anfang aller Weisheit, ist die Verwunderung.


Demnach müsste ich derzeit sehr weise sein ;-) 

Mittwoch, 26. November 2014

Was ist schon ein Jahr..

.. denkt man so oft, die Zeit verfliegt und man ist verblüfft, wie schnell so 12 Monate vorbei sind... die letzten 12 Monate aber fühlen sich an wie, ja, mir fallen dafür keine Worte ein.  Die Gedanken kommen auf, weil das morgige Datum eine Zeitgrenze für mich bildet, morgen vor einem Jahr fiel die Diagnose Nr. 1 in unserer Familie.. und nichts war danach mehr, wie vorher. Bis heute nicht. Ausgelöst und unaufhaltbar losgerollt seitdem. 

Was alles geschehen ist, ist zuviel für ein Webblog, teilweise zuviel um es in Worte zu fassen. Krankheit und Dinge die passiert sind, Wunder sind geschehen, Zuversicht und auch immer noch Warten auf das Ende einer Behandlung, diese wird wohl erst fast genau zum 1 jährigen von Diagnose Nr. 2 abgeschlossen sein. Diese Menschen haben so ein hartes Jahr hinter sich und ich ziehe meinen Hut davor. Ganz besonders meine Mama, zum vierten Mal diesen Mist in ihrem Leben hinter sich, ihren 70. Geburtstag in laufender Chemotherapie zu begehen und hoffentlich, endlich, kurz vor Weihnachten fertig zu sein ... und ich bete, dass es nie wieder eine solche Diagnose geben wird... !!

12 Monate in denen privat und beruflich alles auf den Kopf gestellt wurde, in denen ich Menschen kennenlernte von den wundervollsten Seiten, die mir gezeigt  haben, dass sie da sind, egal was passiert. Andere Menschen, die es nun nicht mehr gibt in meinem Leben. Und neue "alte" Menschen, die es jetzt wieder gibt und alte "neue" Menschen, die ich lange schon kenne, aber jetzt erst wirklich kennenlernen darf, die mir ganz besondere Momente geben, die mich glücklich machen. Dinge, die mir zeigen, es gibt immer wieder unerwartete Wendungen in eine neue Richtung. 

Und nun, morgen, zum 1 jährigen, ein Jahr "danach", ein Jahr, nach diesem schrecklichen Tag voller Schock und Tränen, ein Jahr später, 12 Monate... gibt es wieder ein Wunder. Ein Baby wird zur Welt kommen, mein Neffe Nr. 5 und er wird diesem Datum für immer eine ganz neue, ganz wundervolle Bedeutung geben. 

Uns zeigen, was das Leben eben ist. Immer Wandlung. Immer neu. Manchmal ganz schrecklich. Manchmal ganz wundervoll.

Ich bin heute sentimental und ich bin aufgeregt, auch zum fünften Mal ist es soooo schön, Tante zu werden, eine reine Neffentante ;-)Von 0 bis 13 Jahren - wer hat das schon?? ICH. Sie sind laut, sie sind viele und sie sind toll!!

Freitag, 24. Oktober 2014

Geburtstag



11 Jahre ist sie nun alt - und diejenigen die schon lange mitlesen hier (gibt es tatsächlich noch jemanden?), die wissen, ich habe mein Blog angefangen, da war mein Tochterkind 9 Monate alt. Unglaublich. 

Unglaublich ist auch dieses große Kind drüben im Wohnzimmer, dass zufrieden noch gesunde *hust* FrootLoops futtert und einen wunderschönen Tag hatte. Kein leichtes elftes Lebensjahr liegt hinter ihr und so einige Stolpersteine liegen noch vor ihr. Das watteweiche rosa-wolke-Leben gibt es eben leider auch nicht für das eigene Kind, so sehr man sich dieses auch wünscht. Aber ich bin sicher, sie wird ihren Weg gehen, kluges und waches Mädchen, dass sie ist.

Nichts beschreibt bis heute meine Liebe zu diesem wunderbaren Kind so, wie dieser Spruch: 

Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft.

Ich bin unglaublich stolz auf dieses Kind. Happy Birthday kleines großes Mädchen.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Was man gar nicht sehen will

Eines Tages schwimmt die Wahrheit doch nach oben. Als Wasserleiche.

Wieslaw Brudzinski
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.. und die sehen bekanntlich nicht lecker aus und stinken ....

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Sichtweisen



Wer einen Fluss überquert, muss die eine Seite verlassen.  (Mahatma Gandhi)

Sonntag, 26. Mai 2013

Wo führt das nur hin?

Wenn ich so nachdenke, mache ich mir schon durchaus über mich und meinen geistigen und körperlichen Verfall Sorgen. Ich wähle falsche Telefonnummern und wundere mich, warum keiner abhebt, ich verpasse Autoausfahrten und beim Würstchen essen im freien (Ende Mai!!! Mitten am Tag!!!) bekomme ich zwei Leichenfinger, die erst nach aufwärmen im warmen Wasser wieder normale Farbe annahmen. Das prickeln in den Finger hörte dann 3 km nach der verpassten Autoausfahrt auch wieder auf. Das ich ohne Lesebrille praktisch nur noch rate, was da steht, ok - und dass ich offensichtlich auch immer mehr Probleme beim in die Ferne gucken bekommen. Was soll ich sagen?

Ähnlich ist es mit der Fotografie. Grins. Erst waren es die Partybilder, verschwommen, unscharf, irgendwelche Schnapsleichen vor Kühltrühen (DAVOR; nicht IN), Feiergesichter zu fortgeschrittener Stunde etc., danach dann irgendwann mal Urlaubsbilder... Kreta, Zypern, Madeira, Gran Canaria, Ibiza... ganz cool... die ersten Hochzeitsbilder... die ersten Babyfotos von Freunden und Geschwister. Bis hin zum Start von einhundertvierundfünfzig Milliarden Bilder vom Tochterkind .. kommen wir nun über Bilder vom Kind, zu gefühlten hundert Millionen schlafende-Hunde-Fotos und seit neustem.. *tadaaaaa*, wie schon bemerkt, wie blöd Handyfotos von Grünzeug. 

Blumen halt, ne. 

Was kommt danach? Hat einer einen Tipp???? Fotografiere ich die Beipackzettel der Medikamente, damit ich sie in Photoshop vergrößern kann, zum bessern lesen? 

Ich bin gespannt. Wirklich ;-) 
 












Samstag, 11. Mai 2013

Anstrengend

„Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.“

Rosa Luxemburg

(Aber manchmal nervt es fürchterlich, so oft anderer Meinung zu sein. Anders zu denken. Wie ein Alien.)

 

Samstag, 2. Februar 2013

Bastelstunde


Völlig zweckfrei, aber ich fummele mich gerade ein bisschen durch verschiedene Blog-Outfits und bin mir nicht sicher, was mir wirklich gefällt. Daher hoffe ich auf Nachsicht, wenn sich hier zur Zeit immer mal ein wenig die Optik verändert. Aber man soll ja neuen Dingen gegenüber aufgeschlossen sein ;-) Kann ich hier ja schon mal üben!

Das Foto oben ist eines der ersten aus der X10 ein Handyfoto... was mir aber jetzt erst klar wurde, dank aufmerksamen Mitmenschen, welche dezent darauf hinwiesen, dass ja der Akku (mit zwei k) der X10 leer war an jenem Tag.

Trotzdem ist das Foto völlig verrauscht, in klein aber finde ich es richtig gut.

Was mich daran erinnert, jetzt endlich die Einstellung an der X10 zu ändern, dass die ISO-Zahl nicht so dämlich hochgeschraubt wird und die Bilder runiniert. So wie es aussieht, habe ich nicht einen Automatikbereich bis ISO 800 eingestellt, sondern einen fixe Zahl von 800. Ok, interessiert hier vermutlich keinen, müde wie ich bin, geht es aber genauso konfus in meinem Kopf zu. Außerdem ist der Film, den ich schauen wollte, dermaßen merkwürdig und krude, neee, da bin ich vom TV geflüchtet. 

Was diesen außergewöhnlichen, völlig sinnfreien und konfusen Blogeintrag zur Folge hat. 

Aber meine Güte. Wer hat schon behauptet, ich bin normal :-)

Donnerstag, 24. Januar 2013

Abendkulisse im Park



"Mama, dass sieht aus wie ein Tatort" sprach das Tochterkind, als es die (Handy)-Bilder heute Abend anguckte. Fragt mich jetzt nicht, woher sie weiß, wie ein Tatort (oder DER Tatort) aussieht, ich muss doch mal überprüfen, ob das Kindelein nicht des Nächtens heimlich Fernsehen schaut. 

Aber ganz Unrecht hat sie nicht, die abendliche Schneekulisse im Park hat schon so manche Schlüsselreize, die einen veranlassen, schnell über die Schulter zu gucken. 

Sind aber am Ende doch nur die Enten auf dem zugefrorenen Weiher, die im Gebüsch ein halbwegs warmes Schlafplätzchen suchen und außerdem haben wir ja unseren Kampfhund dabei ;-)

Mittwoch, 30. Mai 2012

Manchmal..

.. möchte man doch gerne die Zeit ein bisschen zurückdrehen, wenn es mal wieder fürchterlich hektisch zugeht und man sich einbildet, früher war alles besser. War es natürlich nicht, aber man kann es sich ja einreden ;-D Oder dann, wenn Dinge geschehen, die fürchterlich sind und von denen man will, dass sie ungeschehen werden. Ok, geht auch nicht. Aber drüber nachdenken darf man mal zwei Minuten? Nein. Gut.

Und doch ist es ein unwirkliches Gefühl, bei einer Freundin zu sitzen, die beiden Kinder um sie herum und sie selbst, um ein Organ  und 6 cm bösartigem Gewebe weniger, da drängen sich solche Gedanken auf. Da träumt man sich für einen Wimpernschlag in eine heile Welt, die es eh nie gegeben hat. Diese miese Krankheit scheint einen zu verfolgen, bald jährlich höre ich sie bei jemanden, Familie, Freunde oder Bekannte. Ich grübele manchmal, ob das tatsächlich "normal" ist, oder ob das nur mir so häufig vorkommt? 

Im Grunde sinnlos, früher wie heute, eine sche.. Krankheit und ich denke heute an alle, die damit kämpfen, die gewonnen haben und die, die verloren haben. Das Leben ist manchmal wirklich lebensgefährlich. Man kann es nicht anders sagen. Plump, aber richtig. 

Früher genauso wie jetzt.

Man bin ich pathetisch heute...

Dienstag, 15. November 2011

Winter in den Startlöchern

"Es schneit, es schneit" riefen all´die dick vermummelten kleinen Gestalten heute früh auf dem Weg zu Schule und ich selbst stiefelte bereits völlig zugeweht hinterher. Und obwohl ich kaum aus den Augen gucken konnte und ich fast weiß an der Schule ankam, war klar. Das ist kein "echtes schneien", sondern der dichte Nebel hat so etwas wie "Pseudo-Schnee" erzeugt. Aber wie auch immer, die Kinder fanden es toll und ich war ordentlich weiß. Auf dem Haupte. Aber gut, es ist nicht zu übersehen, dass der Winter anklopft und naturgemäß damit verbunden der Zauber der Weihnachten. Wer sich nun Engelshaar, Glöckchenbimmeln und Weihnachtswichtel vorstellt, in einem verschneiten Wald und anderen romantischen Kleinigkeiten, hat vermutlich bereits alle Weihnachtsgeschenke beisammen. 

Ok, "eigentlich" bringt die ja das Christkind (ja, tatsächlich, auch 8 jährige glauben da noch unverbrüchlich dran...), aber so ein bisschen muss die olle Mutter ja helfen. 

Und hier hängt der Knoten in der Leitung. 

Wie bereits öfter geschrieben, wünscht sich das lieb Kindelein selten etwas wirklich "brennend", gut, dieses Jahr war es der ach so pädagogisch einwandfreie Nintendo DS, der sich ein Jahr lang gewünscht wurde. Zum ersten Mal. Einen festen Wunsch. Ok. Heute, 3 Wochen danach kann ich bereits behaupten, dass das Ding mehr in seiner Box ruht und sich ausschläft, als das er verwendet wird. War zu befürchten. 

Und so stehe ich nun wieder da, mit kurzen Hosen. Das Tochterkind WEISS nicht, was es sich wünschen soll. sie braucht nichts wirklich, wie sie sogar selbst eingesteht. Wir stehen also da, völlig Konsumterrormäßig und sehen ein, dass tatsächlich einfach "nichts gebraucht" wird.

Das ist völlig Banane, auf Gedeih und Verderb "irgendwas" zu kaufen, will man nicht, dass das Christkind am heiligen Abend beschimpft und seines Amtes entlassen wird.

Nun sagt mal, alle Mamas (und natürlich Papas, wenn welche mitlesen.. ) - ist das nur bei unserem Nachwuchs so? Gewünscht wird sich, wenn man es mal im Laden sieht, oder in einem Katalog. Aber der Wunsch ist auch genauso schnell wieder vergessen. Weil nur 5 min. überlebensfähig. 

Bastel-und Malsachen, was sie definitiv immer seit Jahren am liebsten macht, haben wir inzwischen in solchen Massen hier, dass ich locker noch 3 Kinder dazu adoptieren könnte. 

Das ist aber das allereinzigste, von dem ich weiß, dass es auch tatsächlich genutzt wird.

Also, raus mit der Sprache? Wie handhabt Ihr das?

Sonntag, 6. November 2011

19 Grad im Nomber

Da soll noch mal einer sagen, der November ist kalt und grau. Nichts davon zu sehen, wenn man die Nase vor die Tür steckt. Der örtliche Temperaturanzeiger in der Stadt zeigte mir gegen 15:30 Uhr stattliche 19 Grad C im Schatten, was für November doch eine ordentliche Hausnummer ist. Ich gebe zu, meine müden Zellen hätten nichts gegen kalt, windig und verregnet gehabt, hätte ich mich doch ohne schlechtes Gewissen auf dem Sofa einrollen können. Schlafmangel ausgleichen. Um 3 Uhr in der Nacht erst ins Bett zu kommen, ist nicht die ganz gängige Zeit für mich und macht sich in leicht unausgeglichenen Gemütszustand und hinkender Gedächtnisleistung bemerkbar. Da wir aber über ein äußerst aktives 8 jähriges Tochterkind verfügen, kann man sich Gedanken an einen ruhigen Tag auf der Couch gleich mal von der Backe malen. Dieses zappelige Ding um einen herum, dass wahlweise ständig plaudert oder aber alle 40 sec. etwas zeigen will und jeden Satz mit "Mama" beginnt, lässt einen freiwillig unter die Dusche springen und mit dem Kindelein ganz pädagogisch einwandfrei den Nachmittag an der frischen Luft verbringen. 

Tochter an den Füßen mit Inlinern berollt dokumentiert zwar weiterhin nonstop jede Bewegung, aber die Sonne lacht dabei so nett vom Himmel, dass auch übermüdete Muddis das gebacken bekommen ;-D

Nun ist das wuselige Ding frisch gewässert im Schlafanzug und der Abend kann kommen. 

Und mein Bett. 

SCHLAFEN ;-D

Samstag, 22. Oktober 2011

Acht Jahre ist es her ..

.. genau um diese Zeit, gegen 15:30 Uhr ..da hat sich mein "ich-habe-meinen-eigenen-Kopf"-Tochterkind schlagartig auf den Weg gemacht, genau vier Wochen zu früh, während die Mama mit dem Neffen telefonierte (damals 2 3/4 Jahre und er erzählte gerade, dass er auf den Küchentresen hochgeflogen ist.. weil er fliegen kann .. ;-D). 

Acht Jahre ist es schon her und trotzdem hat es noch fast zwei Tage Zeit, bis das kleine Skorpion-Mädchen Geburtstag hat. Wie gesagt, die junge Dame hat von der ersten Sekunde an gemacht, was sie wollte.. nicht, was man so erwartet hätte. Also, wer denkt denn auch schon, wenn das Kind schon vier Wochen zu früh die Fruchtblase aufpiekt, dass es dann auch auf die Welt kommt? Nö. Wäre ja langweilig.. Baby hatte dann doch noch keine Lust zum schlüpfen ;-D

Sonntag, 18. September 2011

Das Maß aller Dinge

(Maßband in einer Wiese, heute gesehen)
Nun, ich poste ja nicht wirklich oft sehr intensive Dinge, sehr  persönliche oder familiäre Sachen. Manchmal streife ich sie am Rande, hin und wieder kann ich nicht anders und schreibe doch etwas mehr. Gerade, wenn es die Menschen betrifft, die mir am Herzen liegen und die gehen müssen, gehen mussten. So gab es schon Erinnerungen an meinen liebsten Freund aus den Jahren in meiner Theatergruppe, an meinen liebsten Arbeitskollegen und an meine Oma. Wobei meine Oma mit 92 Jahren durchaus in einem Alter war, wo man wusste, sie hatte ein langes Leben und sie ist im Kreise ihrer Familie auf die andere Seite gegangen. Trotzdem war auch ihr Tod sehr sehr traurig.

Nun hat 2011 sich bisher nicht von der schönsten Seite gezeigt, bis auf wenige Ausnahmen, ist es kein freundliches Jahr. Die Krankheit unserer Mama, Lungenkrebs und alles was dazu gehörte... nun weiß ich von einem neuerlichen schweren Krebsfall, der mich sehr mitnimmt. 

Und seit heute ist klar, dass wir wohl, wenn nicht ein Wunder geschieht, unsere Tante verlieren werden. Sie ist seit Wochen im Krankenhaus, wurde jetzt operiert, am Herz. Ihr Körper schafft es wohl nicht. Sie hat eine Patientenverfügung gemacht, dass sie nicht am Leben erhalten werden will. Morgen oder übermorgen wird endgültig geklärt, ob die zusätzlichen Maschinen (Beatmung und Dialyse) abgeschaltet werden. 

Und ich will das nicht. Ich will nicht dass sie geht. Ich will auch nicht, dass sie leidet. Aber ich möchte so gerne, dass sie sich wieder erholt. Sie ist meine Tante und Patentante, ich trage ihren Namen als Zweitnamen und ich habe soviele gute und schöne Erinnerungen an sie und an meinen Onkel. Ich war in meiner Kinderzeit immer sehr sehr gerne bei ihnen. Sie ist "erst" 69  Jahre. 

Wenn sie gehen muss, ist sie die letzte aus der Herkunftsfamilie meiner Eltern. Meine Mutter hat bereits alle verloren, ihre Eltern, ihre Geschwister. Mein Vater hat nun noch seine Schwester. 

Auch wenn alles "seine" Zeit hat, ich weiß das, fällt es mir immer wieder schwer, dem auch ins Auge zu blicken. Wenn ich alte  Bilder ansehe "von früher", von Familienfeiern, die laut waren und chaotisch, wird mir immer bewusst, dass die meisten darauf inzwischen nicht mehr unter uns sind. Unsere Familienfeiern sind immer noch laut und chaotisch, es ist jetzt eben die "nächste" Generation. 

Die Hoffnung aber, dass es meine Tante doch noch schafft, die habe ich. Es wäre so schön. Ich wünsche Ihr noch viele Jahre, ohne Leiden, denn dafür war die OP ja gedacht. Um ihr Herz zu unterstützen. Vielleicht hat 2011 doch noch ein Einsehen und hilft mit einem kleinen Wunder ein bisschen nach.

Donnerstag, 15. September 2011

Alle Jahre im September

Nun, mir war schon immer klar, dass ich kein Mensch der großen Veränderungen bin, ich liebe das Gleichmäßige und meine gewohnte Umgebung. Ein bisschen zuckt es mir dann aber doch in der rechten kleinen Fußzehe, wenn ich den Eintrag v. 14.09.2010 lese und feststelle.. jo, den könntest Du fast 1:1 kopieren. 

Mit winzigen Unterschieden in den Details:

Die erste Kastanie habe ich 2011 bereits vor fast zwei Wochen gefunden, die hier auf dem Handyfoto sind nur die ersten in diesem Jahr "richtig" gesammelten Kastanien. An einem Platz, an denen so dermaßen viele davon liegen, dass es einem fast körperlich wehtut, zu gehen, ohne alle aufgehoben  zu haben. Praktikabel aber nur mit mindestens zwei Schubkarren. 

Der zweite Unterschied besteht darin, dass ich letztes Jahr wustste, warum ich krank bin - jetzt aber seit knapp 14 Tagen hier rumeiere und nicht gesund und nicht krank bin. Irgendwas hat sich da in den Nebenhöhlen festgebisssen und geht mir derbe auf die Nerven. Die Rotlichtlampe und ich haben jetzt schon seit Sonntag ein festes Verhältnis miteinander. Auch nett. Nur ein bisschen heiß. Aber gut, so sind Affären für gewöhnlich ja auch .. *hust*. 

Der Kleiderschrank vom Tochterkind ist auch in diesem Jahr noch nicht ausgemistet und die Langarm-Shirts sind wieder alle zu kurz. Das Kind wächst einfach zuviel. Oder die Klamotten schrumpfen?

Die Gelenke meckern auch wieder. 

Also, alles wie letzten September. Hat auch was beruhigendes. Man muss sich nicht groß umstellen und weiß woran man ist!

Sonntag, 11. September 2011

11. September 2001



Lange habe ich nicht mehr am Jahrestag gebloggt, heute aber, 10 Jahre danach, kann auch ich es nicht lassen. Unglaublich, dass es bereits 10 Jahre her ist, dieser schockierende Tag. Ein Tag, der vieles verändert hat und seitdem ich nicht selten von abstürzenden  Flugzeugen träume. 

Auch ich weiß noch, wie alle, was ich an jenem Tag gemacht habe. Ich war im Büro, arbeiten und ich erinnere mich an den Moment, als im Radio vom "Angriff auf das Pentagon" gesprochen wurde. Noch heute schießen mir sofort die Tränen in die Augen, damals war ich überzeugt, in jenem Moment, dass es einen 3.Weltkrieg gibt. Es war ein furchtbarer Augenblick.

Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass so etwas nie wieder passieren wird. 

Hoffnung ist da wohl alles was einem bleibt.

Dienstag, 30. August 2011

Kurzmeldungen


Zeit ist relativ - deshalb ist es auch schon wieder Ende August?

299 km sind gar nicht lange, wenn man viel quasselt ..

29 Personen, 4 Hunde und 2 Katzen in einem Haus sind erstaunlich gut zu ertragen!!

23 Schlafgäste in einem Haus sind kuschlig

6 Schläfer in einem Zimmer können total ruhig sein, auch wenn man keinen Platz zum gehen mehr hat. Im liegen klappts prima!

Auf einem geliehenen Nintendo kann man 12 Stunden durchdaddeln.

Handkäse mit Musik findet nicht jeder gut - knallpinke Salatschüsseln schon!

Termine sind kleine Tiere, die sich unvermutet zusammenrotten und dann urplötzlich alle zusammen aus einer dunklen Ecke auftauchen.

13 abgeflexte Fensterbänke machen weiße Luft.

Ein Hof voll Dämmplatten ist ein romantischer Anblick.

Ein Toilettenabflussrohr außen an der Hauswand verlegt, kann einen Gas-Wasser-Installateur schon aus der Fassung bringen.

Eine zu füllige Figur kann jenen fassungslosen Installateur davon abhalten, den Keller zu besichtigen. Zumindest wenn das Gerüst steht und die Kellertür nicht weit genug zu öffnen ist ..

8 KG Grillkohle für ein Grillfest erscheint mir zuviel, oder?

Mückenstiche auf Kinderarme können sich entzünden.

Zieht man auf einer Taufe ordentliche Kleidung an?

Frieren, kalte Füße haben und heißen Tee kochen kann alte Muttis extrem glücklich machen.

Die Mehrzahl von Oktopus sind Oktopüsse ;-D

Samstag, 30. Juli 2011

Herzensfreundin

Jetzt hatte unser Tochterkind ja wirklich 15 Tage Dauerbespaßung und jede Menge Freunde/Freundinnen auf dem Hof, mit denen sie Stunden am Tag Spaß hatte. Sie hatte einige Mädels dort, mit denen sie sich sehr gut verstanden hatte und es gab selten bis nie Streit. 

Und doch ist es immer wieder einzigartig, wie anders es ist, wenn DIE Herzensfreundin kommt. Heute zum ersten Mal nach dem Urlaub und überhaupt das erste Mal, seit dem letzten Schultag (und das ist immerhin über 5 Wochen her) ist F. also zu Besuch hier. In Worten richtig beschreiben, kann ich das gar nicht, also genau benennen, WAS jetzt exakt so anders ist. Das ist einfach nur zum fühlen. F. ist die Herzensfreundin, seitdem die Damen 3 Jahre alt sind. Und diese Verbundenheit ist einfach zum greifen, ohne dass Außenstehende vermutlich den Unterschied zu anderen bemerken würden. 

Mich erstaunt es immer wieder, sieht man sein Kind ja doch öfter mit Freundinnen spielen. Mit denen sie sich auch gut versteht und viel Spaß hat. 

Aber F. kommt die Türe rein und die zwei Puzzle-Teile schlupfen zusammen. 

So ist das wohl und man darf gespannt sein, wie lange sich diese Kindergartenliebe halten wird.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Zwischenzeugnis 2011

Wenn man nicht aufpasst, flutscht einem die Zeit durch die Finger, wie so oft. Ähnlich, wie wenn man versucht, mit den Händen Wasser aufzuhalten. Relativ sinnlos, nicht wahr?. Und so haben wir schon wieder die Hälfte eines Jahres (war es nicht eben noch neu?) hinter uns gebracht. Zack. 

Ich selbst bewege mich im Moment mehr wie ein Pingpong-Ball durchs Leben und wusele vor mich hin. Das Tochterkind wächst und wird mir bestimmt bald erklären, dass sie ausziehen wird. Aber okay, noch bekomme ich treuherzig erklärt, das sie bestimmt "nieeeee auszieht und immer bei uns bleiben will". *mutterherzschmilzt*. Also mache ich langsam und besinne mich auf die 6 Wochen (es sind ja sogar 6,5 Wochen) Sommerferien, die vor dem eben erst eingeschulten Wesen liegen. Das erste Zeugnis haben wir erhalten und mit einem breiten Grinsen quittiert. Steht dort doch im allerersten Satz

"C ist ein lebhaftes, mitteilungsfreudiges und aufgeschlossenes Kind". 

Was sagt uns das? 

Von wem das Kind das hat? *unschuldigguck* Keine Ahnung. Wirklich. Wir sind eine Familie introvertierter, stiller und in sich gekehrter Wesen..*schwör**fingerkreuz*

Tja, wenn ich sonst so Bilanz ziehe für die erste Jahreshälfte 2011?

Dominiert hat das Jahr bisher die Krankheit. Da verbrenne ich jedes Silvester Zettel mit solchen bösen Dingen darauf und was passiert? Der Mist hält gerade mal bis Februar um dann die Familie ins Chaos zu stürzen. Die tapfere Mama hat es bisher recht gut gemeistert und nutzt die zweite Jahreshälfte hoffentlich zum erholen. 

Menschen sind in mein Leben getreten, die mich bereits jetzt sehr bereichern. Unter anderem eine Art von "Networking for Muddis", alles entstanden in der örtlichen Eisdiele, die sich hier zum zentralen Mittelpunkt der Stadt entwickelt hat. Man trifft sich "bei Leo" und man weiß, dort ist man nie lange alleine. Immer jemand da, den man kennt. Und woraus sich hoch spannende und sehr lustige Projekte entwickeln. Man darf gespannt sein. 

Auch sonst gibt es interessante und tolle Begegnungen, die mir zeigen, auch 2011 hat wunderbare Seiten, trotz dem miesen Start. Ich bin sehr dankbar dafür. Alles in allem also noch etwas unausgewogen, mit negativem Anfang, zeigt sich jetzt doch der entschlossene Kampf zur Verbesserung. Eine gute 3- also bisher mit deutlicher Tendenz zur 2.

Und? Wie ist die Bilanz bei Euch vom ersten Halbjahr 2011? Welche Noten bekommt Euer Jahr im Zwischenzeugnis?

Mit dieser Frage und meinem derzeitigen Lieblingslied werde ich jetzt mal das Abendprogramm starten, das Ferienkind hält nämlich im Moment nicht viel davon, um 20 Uhr wie üblich im Bett zu liegen ;-D

Dienstag, 10. Mai 2011

Samstags-Idylle


Manchmal sieht die Welt so richtig idyllisch aus, nicht wahr? Wie an einem heißen Samstagmittag Anfang Mai, wenn man am Bach sitzt und dem Kind zuschaut, wie es unendlich viele Steine ins Wasser schmeißt. Und den vielen anderen Kids beim spielen und dem Hund, diesem langhaarigen, der sich exakt neben lieb Töchterlein das nasse Fell schüttelt. Der Hund war danach trocken ;-D Das Kind nicht mehr. 


Ich war selbst als Kind schon oft an diesem Platz am kleinen Wehr. Nur 100 mtr. von unserer damaligen Wohnung entfernt. Da kann man schon sentimental werden, wenn man, 35 Jahre später, dem eigenen Kind im nun gleichen Alter beim spielen dort zuschaut. Ich selbst bin damals als Kind immer über das Wehr drüber gelaufen und fand es toll.

Heute müsste ich wohl ganz schön schlucken, wenn der Nachwuchs auch auf diese Idee käme ;-D