Nun, auch wenn man zur Zeit ein wenig schreibfaul daher kommt, sollte ich doch nicht vergessen, dass ich das Wetter ab und zu gerne im Blog dokumentiere - immer dann, wenn es sich von seiner extremen Seite zeigt.
Kalt war es die vergangenen zwei Winter ja auch , Schnee gab es da allerdings deutlich mehr, da knausert der Wettergott im Winter 2011/2012 zumindest in unserer Region schon. Aber frei nach dem Motto "nicht kleckern, sondern klotzen", hat er dafür nach dem pipiwarmen November und dem grauen Dezember jetzt den Kälteregler ordentlich runtergeschraubt. Mal gucken, wie die guten Europäer das so haben mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich...
Ich für mich kann nur sagen, das einzige was mir echt abgeht zur Zeit, sind ein paar RICHTIG warme Stiefel, denn ich bin es dermaßen leid, nach 10 min. im Freien kalte Zehen zu haben und nach 20 min. überlegen zu müssen, ob die rechten äußeren drei Zehen noch existieren oder bereits abgestorben sind. In Schuhläden Anfang Februar herumzustolpern und was von "kalt, Füße, Stiefel, Gr. 42" zu keuchen, bringt einen auch nicht weiter. Nur hochgezogene Augenbrauen, mitleidige Blicke und einen Fingerzeig auf den Kalender, verbunden mit dem Satz "die Stiefel sind schon alle zurückgeschickt, wir haben jetzt die Übergangsware".
Gut, Halbschuhe oder gar Sandalen fände ich jetzt definitiv noch unpraktischer, als meine dussligen Stiefel (O-Ton Verkäuferin "die sind mit Lammfell gefüttert und warm" HA. Definiere mir einer WARM??).
So wurde von mir das Internet rauf-und runtergegoogelt und zig Rezensionen gelesen und schlußendlich nun ein paar Stiefel bestellt. Gestern kamen sie in den Versand. Lassen wir uns überraschen. Passen sie? Sehen sie in 42 aus wie U-Boote? Halten sie warm? Was ist warm? Definiere? Fallen mir die Zehen erst nach 25 min. ab? Nun gut, die Hoffnung stirbt zuletzt und ich sehe mich ab nächster Woche schon glücklich und mit warmen Füßen mit obigem Wischmops (*wink* zur Namensgeberin *gg*) spazieren gehen...
Was mir (zumindest kann ich mich nicht erinnern) auch noch nicht untergekommen ist, ist der halbgefrorene Haus-und Hoffluss, der mich schon die letzten 35 Jahre meines Lebens begleitet. Aber soviel Eis? Auf fließendem Gewässer?
Wow.
Und welcher schlaue Mensch erklärt mir, warum das Eis oben auf dem Fließwässer gefrieren kann und drunter plätschert es weiter? Mein mangelnd ausgebildetes Gehirn ist damit völlig überfordert??
Der Wischmops findet den Schnee super, das Streusalz megablöd, aber da sie ja zur Gattung "Handtaschenköter" gehört, wird die Dame halt getragen, wenn sie mal wieder mit hochgezogenen Pfoten anklagend gen Frauchen blickt. Sonst käme ich vermutlich zur Zeit nie vom Fleck. Und Schnee findet sich auf den Straßen nicht viel.. umso mehr Streugut.
Den Vorschlag, ihr Hundeschuhe zu kaufen, muss ich ablehnen. Sonst fehlt nämlich zum Winterjäckchen (was sie ja tragen muss ohne Unterfell.. ) nur noch ein Hut und ne´Handtasche.
Und sorry Leute, dann gehe selbst ich nicht mehr im Hellen mit ihr auf die Straße..
Vielleicht opfert sich das Tochterkind dann ja ;-D