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Montag, 13. Oktober 2014

Normalerweise..

.. beginnen die Sätze mit "Bist Du nicht die Schwester von.." .. wenn wieder einmal jemand durch unsere große Geschwisterähnlichkeit uns erkennt. Oft genug wird man von - für einen selbst wildfremden - angesprochen, der sich dann wie ein Keks freut, dass er Recht hat. Bei mir hieß es auch schon "Sind sie nicht die Tochter von..", da auch die Mutter-Tochter-Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen ist. Hin und wieder beschleicht einen das Gefühl nirgends hingehen zu können, ohne das einen irgendjemand erkennt.

Gestern nun hat eine meiner Schwestern mir via WhatsApp geschrieben .. "ist das nicht Dein Tanz XYZ", gefolgt von einem (hust, heimlich) aufgenommen Foto eines Mannes.

Und tatsächlich, er war es. Ein guter Freund aus den langen Jahren in einem Tanzclub, der einzige, mit dem ich Wiener Walzer linksrum tanzen konnte und der so groß ist, dass auch Absatzschuhe bei mir nicht zum Problem wurde. Lange waren wir befreundet, bis die Kinder kamen - bei mir, wie bei ihm und als ich meine Telefonnummer wechselte, ging mir seine Handynummer verloren. 

Da er kein Typ für das Gesichterbuch ist, auch nicht im Telefonbuch steht, hatte ich nie die Möglichkeit seine Nummer rauszufinden, habe jetzt auch nicht Saltos geschlagen um es zu schaffen - aber trotzdem. 

Und so hat meine Schwester ihn dann einfach angesprochen und nun habe ich seine Nummer wieder und ich freue mich gerade jetzt auch wie ein Keks. 

Lohnt sich halt doch Schwestern zu haben ;-) Grins.

Freitag, 22. März 2013

Ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Ja, ich lebe noch, nach diversen grippalen Infekten aller Familienmitglieder und anschließenden Windpocken vom Tochterkind, mitten in den Kommunionsvorbereitungen und Terminchaos, hier ein Lebenszeichen, dass einem schlicht ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Wunderbar. Ich wünsche Euch beim angucken einen ganz zauberhaften Moment des Glücks!

Dienstag, 27. März 2012

Paparazzi mal 2

Samstag war es mal wieder soweit, ein Tanzball und ich mittendrin .. nur ohne Tanzschuhe und dafür mit Kamera bewaffnet. Ich fotografiere wirklich gerne, aber einen Tanzball festzuhalten, ist immer wieder mit Herzblut verbunden, dass leise vor sich hintropft. Dafür tanze ich schließlich zu gerne um 6 Stunden lang nur zuzusehen ;-D Aber zwei meiner anwesenden Kollegen habe sich erbarmt und so kam ich zu 3-4 Tänzen, was mich gerettet hat. 

Für eine Einlage der besonderen Art, habe ich auch gesorgt und kann nun nur beten, dass es keiner zufällig videotechnisch aufgenommen hat und nun bei Youtube für Clicks sorgt. Wer kann denn auch wissen, dass .. ach naja, ok. Ich hatte an diesem Abend ein kurzes Kleid an, gemütlich, praktisch, aber nett anzusehen - aber durchaus auch für Körpereinsatz beim Fotografieren geeignet. 

Als die Vereinsinterne Tanzformation auftrat, platzierte ich mich frontal vor den Saal, direkt vor der Bühne. Ca. 1,50 mtr. über mir die Band und ich hockte (nicht sitzen.. wenn ihr versteht.. hocken .. )  mich unten davor. Versicherte mich, dass mein Kleid saß, wo es hingehörte und wollte mich anschließend in einer dauerhaften  Position verankern, die ruhiges fotografieren möglich macht. 

Und lehnte mich an. An der Bühnenvorderwand. 

Dachte ich.........

Das war nämlich keine Wand, sondern ein Vorhang!!!

Und nicht nur das, der Fußboden dahinter war nicht eben, sondern ging eine Stufe hinab. 

So plumpste ich also vor ca. 300 Leuten reichlich unelegant und noch weniger damenhaft, samt Minikleid und Pumps unter die Bühne. 

Echt ein richtig tolles Gefühl und ich konnte mir immerhin sicher sein, dass es ALLE gesehen haben, saß ich schließlich frontal vor dem Saal. 

Gut. Passiert ist mir nix, der Kamera auch nicht und als ich wieder rausgeklettert war, habe ich mich stoisch wieder hingehockt, die Coole gemimt und weiter fotografiert. 

Innendrin aber bin ich vor Scham gerade ein zweites Mal umfallen. Man. Kann auch nur mir passieren ;-D 

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Die letzten beiden Tage nun habe ich auf einer Firmenschulung verbracht, in einem Hotel, welches wir bereits im September 11 als Tagungshotel besucht hatten. 

Da die reale Welt im Grunde nicht viel größer ist, als ein Schuhkarton und die Bloggerwelt fast in eine Handtasche passt, habe ich heute die Gelegenheit genutzt - um fast ohne Kamera - ein weiteres Mal Paparazzi zu mimen. Und während der ersten Kaffeepause, flitzte ich (wieder reichlich unelegant) mit einem Bagel in der Hand über die Straße, hierher:
 


Das Foto ist grottengruselig und mit der Handykamera schnell hingehauen, als wir heimfuhren. Aber - es geht ja auch mehr um diejenige, die im Laden gearbeitet hat, heute früh. 

Liebe Frau .. äh ... Mutti , es war ein wirklich ulkiges Gefühl, jemanden anzutreffen, den man "eigentlich" ja gar nicht kennt, der einem aber, dank Weblog, sehr vertraut ist. Witzig war, dass ich gleich erkannt wurde - ok, ich habe auch ein bisschen vorgewarnt am Morgen, aber auch das hat mir mal wieder gezeigt.. die Bloggerwelt ist eben doch nur ein Dörfchen. 

Das nächste Mal bleibe ich auch länger und mit den Herrn Kollegen diskutiere ich bis zur nächsten Schulung (Anfang Mai), ob sie nicht doch rüberkommen und ein bisschen Schnickeldi verkaufen ;-D

Dienstag, 15. März 2011

Leben wie es ist

Was dieser Tage so alles passiert, passt im Grunde ja nicht in einen alltäglichen Blog wie der meine hier. Und doch habe ich jetzt nach ein bisschen Luftholen, abwarten und schauen, den Weg zur Tastatur zurückgefunden. 

Da ist auf der einen Seite die familiäre Situation seit 3 Wochen am Rande des Super-Gau´s, unerträglich für alle bis zum gehtnichtmehr in die Länge gezogen, warten wir noch immer. Auf ein Ergebnis, auf das "was-wird-kommen" auf das "was-passiert-jetzt". So wie es aussieht ist der nächste Haltstop am 22.03.

Auf der anderen Seite nun zeitgleich die nukleare Katastrophe in Japan. Unvorstellbare Bilder, Nachrichten, Worte im Radio, die sich alle anfühlen, wie in einem dieser typischen Endzeitszenario-Filmen. Tagelang war mir jetzt flau im Magen, ständig habe ich Bilder von "The Day after" im Kopf, der Film, den wir Jugendlichen in den 80 iger in der Schule gucken durften. Der Tag nach der Atombombe. Ein Film, der sich mir ins Hirn eingebrannt hat. 

Dann Tschernobyl. Auch da Erinnerungen. 26. April 1986, 1 Woche vor meinem 17.Geburtstag. Bis heute ist die Region unbewohnbar. 

Und nun diese Bilder, die schon fast die verheerenden Folgen des Tsunamis verdrängen. Explosionen in einem AKW. 

Mittendrin dann, in diesem Chaos, die tanzenden Beine oben im Bild. Am Samstag Abend. Gleich auf zwei Feiern, einmal ein 50.Geburtstag, einmal ein  33.Geburtstag. 

Das Leben was sich mittendrin weiter abspielt. Für eine Nacht mal nicht an persönliche oder weltbewegende Super-Gau´s denken. 

So ist das wohl. Alles auf einmal.

Sonntag, 22. März 2009

Showtime


Drei Jahre ist es her, dass ich das letzte Mal einen Tanzball fotografiert habe und gestern Abend nun war es wieder soweit. 200 mehr oder weniger tanzwütige Menschen haben sich versammelt um im 3/4 Takt oder auch schneller, möglichst im Gleichschritt mit dem Partner übers Parkett zu schweben. Sicherlich kann man sich über den Begriff "schweben" bei dem einen oder anderen noch streiten, aber Spaß hatten doch alle daran. Meine rechte Hand auch, die nach fast 4 Stunden nonstop fotografieren, oder fast nonstop, doch allmählich verkrampfte. Aber das gehört dazu. Der Abend war amüsant, noch schöner, weil ich endlich mal wieder zum tanzen gekommen bin. Ein Tanzlehrer der älteren Generation (ich schätze, er war an die 70 Jahre), konnte es nicht hinnehmen, dass ich mit Samba und Tango nicht wirklich viel anfangen kann. Das sind einige der wenigen Tänze, die mir nicht sonderlich liegen. Bei der Samba fühle ich mich wie ein Kaninchen auf der Flucht *hoppel* und beim Tango kann ich diese eckigen Bewegungen nicht leiden, geschweige denn, das ruckartige Kopf herumwerfen. Nun denn, der Herr Tanzlehrer hat mir gezeigt, dass es doch glatt unmöglich ist, seinen Kopf nicht so werfen, wenn der Tanzpartner entsprechend führt. Unfassbar ist das. Macht man die Bewegung nicht mit, hat man hinterher mindestens einen steifen Hals, wenn nicht mehr.

So kam ich, außer zu dem doofen Tango und der Samba, auch zu einem Wiener Walzer *schmelz* , zum Quickstepp, zum langsamen Walzer, zur Rumba und zum Dicsofox. Jahrelang nicht mehr getanzt, haben meine Füße sogar die Figuren noch hinbekommen. Ganz von alleine.. staun.. ist wohl fast wie mit dem 10-Finger-System beim tippen. Mir ist bis heute unklar, wieso meine Finger wissen, was sie machen müssen, aber sie können es. Blind und schnell. Einfach so. Und das jahrelange tanzen hat wohl entsprechende Synapsen in den Füßen gebildet, sehr cool ist das.

Irgendwie müssen wir es wieder schaffen, dem Tanzen Raum in unserem Leben zu geben - weil, mein Herz hat geblutet, als ich die ersten Stunden "nur" fotografiert, aber nicht getanzt habe. Es ist einfach eine tolle Sache.

Jetzt hoffe ich noch, dass die Bilder beim Tanzclub gut ankommen - dann war es gestern ein höchst erfolgreicher Abend.